Bachelorarbeit, 2013
85 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
I. Mode – das System
1. Der Versuch einer Definition
2. Die Dimensionen der Mode
II. Das Phänomen Kleidung
1. Die Schutz-Theorie
2. Die Scham-Theorie
3. Die Schmuck-Theorie
4. Die soziologische Sicht
5. Die psychologische Sicht
6. Die psychoanalytische Sicht
III. Die Bedeutung der Kleidung für die Identitätsbildung von Kindern
1. Wandel des Lebenslaufes
2. Kindheitsforschung
3. Nachahmung
4. Mode als Mittel der Selbstinszenierung
5. Der Einfluss von Peer-Groups auf das Kleidungsverhalten
6. Kaufverhalten
IV. Kleidung als nonverbale Kommunikation
1. Nonverbale Kommunikation
2. Vestimentäre Codes
V. Pädagogik
1. Schule
2. Die Erfahrung der eigenen Person
3. Der Halo-Effekt und vestimentäre Missverständnisse
4. Markenbewusstsein
5. Generationsprobleme
6. Dresscodes, Schulkleidung, Schuluniformen
VI. Umfrage
Fazit
Anhang
Die vorliegende Arbeit untersucht die nonverbale Kommunikationskraft von Kleidung mit einem besonderen Fokus auf die pädagogischen und erzieherischen Aspekte im Kontext der Identitätsbildung von Grundschulkindern. Die Forschungsfrage widmet sich dabei den Beweggründen für die Kleidungswahl bei Kindern sowie dem Einfluss von Sozialisationsinstanzen und Marken.
1. Nonverbale Kommunikation
Wir als Menschen sind darauf angewiesen, miteinander zu kommunizieren, um uns gegenseitig etwas mitzuteilen. Kleidung kommuniziert unser Innerstes, d.h. sie stellt unser Selbst dar und ist somit eine Kommunikationsform - die nonverbale Kommunikation. Kleidung wird zwangsweise zum Informationsträger und ermöglicht eine visuelle Kommunikation. Weiter können z.B. politische Meinungen, Denkweisen, Auffassungen und soziale Stellungen demonstriert werden. Wieso versteht man Kleidung als Kommunikationsaspekt, wenn sie doch gar nicht im eigentlichen Sinne kommunizieren kann? Die Antwort auf diese Frage ergibt sich, wenn man den kompletten Vorgang der Kommunikation betrachtet. Kommunikation setzt zwei Individuen voraus, die als Sprecher und Hörer fungieren.
Durch die Kommunikation können Informationen weitergegeben und ausgetauscht werden. Dabei wird vom Sender zum Empfänger ein Signal überbracht. Kommunikationswissenschaftler unterscheiden dabei vier Ebenen: die Sachinformationsebene (worüber ich informiere), die Selbstkundgabeebene (was ich von mir zu erkennen gebe), die Beziehungsebene (was ich von dir halte, wie ich zu dir stehe) und die Appellebene (was ich bei dir erreichen möchte). Dies Modell lässt sich auf Kleidung übertragen. Dabei verläuft der Kommunikationsprozess in drei Phasen: 1. Verschlüsselung der Botschaft (Enkodierung, Enkodierer ist der sich Kleidende) 2. Übermittlung der Botschaft (Signalisierung) und 3. Entschlüsselung der Botschaft (Decodierung bzw. Interpretation). Die Sachebene und die Appellebene sind nun recht uninteressant, aber die Betrachtung der Selbstkundgabeebene und der Beziehungsebene lässt Kleidung in einem besonderen Licht stehen.
Einleitung: Einführung in das Thema Kleidung als nonverbales Kommunikationsmittel und Darlegung der Zielsetzung der Arbeit.
I. Mode – das System: Analyse der theoretischen Grundlagen von Mode als selbstreferenzielles System und Definitionsversuche.
II. Das Phänomen Kleidung: Untersuchung der grundlegenden Kleidungstheorien aus schutz-, scham- und schmucktheoretischer sowie soziologischer und psychologischer Sicht.
III. Die Bedeutung der Kleidung für die Identitätsbildung von Kindern: Erörterung der kindlichen Identitätsentwicklung im Kontext von Mode, Nachahmung, Peer-Group-Einfluss und Konsumverhalten.
IV. Kleidung als nonverbale Kommunikation: Theoretische Herleitung von Kleidung als Kommunikationssystem und Bedeutung von vestimentären Codes.
V. Pädagogik: Pädagogische Auseinandersetzung mit Kleidung im Schulalltag, dem Markenbewusstsein und der Debatte um Schulkleidung.
VI. Umfrage: Beschreibung der empirischen Erhebung zum Konsum- und Kleidungsverhalten von Grundschulkindern.
Fazit: Zusammenfassende Reflexion der gewonnenen Erkenntnisse über die Bedeutung von Kleidung als Identitätsausdruck und Kommunikationsmittel bei Kindern.
Kleidung, Mode, Nonverbale Kommunikation, Identitätsbildung, Grundschulkind, Sozialisation, Peer-Group, Markenbewusstsein, Pädagogik, Schulkleidung, Kleiderpsychologie, Selbstinszenierung, Halo-Effekt, Symbolik, Konsumverhalten
Die Arbeit untersucht, wie Kleidung als nonverbales Kommunikationsmittel fungiert und welche Rolle sie für die Identitätsbildung von Grundschulkindern spielt.
Die Themen umfassen die Psychologie und Soziologie der Mode, die Bedeutung von Marken im Kindesalter sowie pädagogische Strategien im Umgang mit Kleidung im Schulkontext.
Das Ziel ist es, die Beweggründe der Kleidungswahl bei Kindern zu verstehen und aufzuzeigen, wie Kleidung das Selbstbild und die soziale Interaktion in der Grundschule beeinflusst.
Neben einer umfassenden Literaturanalyse wurde eine Umfrage unter Grundschulkindern an drei verschiedenen Standorten durchgeführt, um mediale Einflüsse und das Markenbewusstsein empirisch zu stützen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Mode und Kleidung, die Bedeutung für die Identitätsbildung, die Analyse von Kleidung als Zeichensystem sowie eine pädagogische Einordnung.
Zentrale Begriffe sind Kleidung, Identitätsbildung, Nonverbale Kommunikation, Peer-Group, Markenbewusstsein und Schule.
Der Halo-Effekt beschreibt die Gefahr, dass Lehrkräfte durch das äußere Erscheinungsbild (Kleidung) eines Schülers auf dessen Charakter oder Leistungsfähigkeit schließen und somit eine objektive Beurteilung behindert wird.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass einheitliche Schulkleidung zwar den Druck bezüglich Markenkleidung mindern kann, aber eine einheitliche Schuluniform oft nicht die optimale Lösung darstellt, da sie die individuelle Persönlichkeitsentfaltung einschränken könnte.
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