Examensarbeit, 2003
88 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Public-Private-Partnership als Konzept
2.1 Zum Begriff
2.2 Definition
2.3 Theoretischer Hintergrund von Public-Private-Partnership
2.4 Potenziale und Chancen
2.5 Probleme und Risiken
2.6 Anforderungen an PPP-Projekte
3 PPP-Projekte in der deutschen Entwicklungszuammenarbeit
3.1 Beispiele aus der bilateralen EZ
3.2 Die Ziele von PPP in der deutschen EZ
3.3 Bisherige Umsetzung
3.3.1 PPP in der bilateral-staatlichen EZ
3.3.2 PPP-Fazilität
3.4 Durchführungskriterien
4 Evaluation in der Entwicklungszuammenarbeit
4.1 Definition von Evaluation
4.2 Evaluationssysteme der deutschen EZ
4.2.1 Evaluationssystem des BMZ
4.2.2 Evaluationssystem der GTZ
4.3 Reformbestrebungen
5 Der Nachhaltigkeitsbegriff
5.1 Nachhaltigkeitsdefinitionen
5.2 Theoretische Konzeption zur Analyse der Nachhaltigkeit
5.2.1 Das Lebensverlaufsmodell
5.2.2 Das Wirkungsmodell
5.2.3 Das Diffusionsmodell
5.2.4 Nachhaltigkeitsdimensionen aus entwicklungspolitischer Perspektive
5.2.5 Nachhaltigkeitsdimensionen aus privatwirtschaftlicher Perspektive
5.2.6 Indikatoren für die Nachhaltigkeitsanalyse
6 Die Nachhaltigkeit von PPP-Projekten der deutschen Entwicklungszuammenarbeit
6.1 Überblick über Ergebnisse der Evaluationen
6.2 Nachhaltigkeitsanalyse von PPP-Projekten
6.2.1 Projekt 1: Qualifizierung von Energiemanagern in Thailand
6.2.1.1 Kurzbeschreibung des Projektes
6.2.1.2 Analyse der Nachhaltigkeit
6.2.1.3 Nachhaltigkeitsbilanz
6.2.2 Projekt 2: Qualitätskakao in Vietnam
6.2.2.1 Kurzbeschreibung des Projektes
6.2.2.2 Analyse der Nachhaltigkeit
6.2.2.3 Nachhaltigkeitsbilanz
6.2.3 Projekt 3: Mechatronikerausbildung in Indonesien
6.2.3.1 Kurzbeschreibung des Projektes
6.2.3.2 Analyse der Nachhaltigkeit
6.2.3.3 Nachhaltigkeitsbilanz
6.2.4 Gesamtbilanz der Nachhaltigkeitsanalyse
7 Schlussbetrachtung und Ausblick
8 Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht, ob Public-Private-Partnership-Projekte (PPP) der deutschen Entwicklungszusammenarbeit das entwicklungspolitische Ziel der Nachhaltigkeit erreichen. Da es bislang an theoretisch fundierten Ansätzen zur Bewertung dieser speziellen Projekte mangelt, entwickelt der Autor eine operationalisierbare Nachhaltigkeitskonzeption, die sowohl entwicklungspolitische als auch privatwirtschaftliche Perspektiven integriert, und wendet diese auf ausgewählte Praxisbeispiele an.
2.1 Zum Begriff
Der Begriff „Public-Private-Partnership“ (PPP) ist in den letzten Jahren in unterschiedlichsten Anwendungs- bzw. Politikfeldern zu einem Schlagwort geworden. Wird eine Theaterproduktion von einem ortsansässigen Unternehmen finanziell unterstützt (Bsp.: Inszenierung der „Meistersinger von Nürnberg“ (2003) an den Städt. Bühnen Münster; privater Sponsor war „erdgas Münster“), spricht man ebenso von PPP wie bei Ansätzen von „neuen Steuerungsmodellen“ (Reichard 1994: 9) in der öffentlichen Verwaltung. Dort werden innovative Managementkonzepte wie „Lean Administration“ oder „New Public Management“, aber auch Steuerungsinstrumente des „Out-Sourcing“ oder „Contracting Out“ als Public-Private-Partnership bezeichnet. Durch diese expansive Begriffsverwendung bei jeder Zusammenarbeit zwischen Akteuren aus dem privaten und dem öffentlichen Sektor verliert der Begriff an Trennschärfe und wird zur Leerformel.
Die heterogene Begriffsverwendung liegt an den vielfältigen Bereichen und Formen von Public-Private-Partnerschaften. Diese sind mittlerweile in allen Gesellschaftsbereichen denkbar, in denen staatliche und private Akteure aufeinandertreffen. Als Beispiele können Stadtentwicklung, Infrastruktur, Umweltschutz, Bildungsbereiche oder eben EZ genannt werden. Darüber hinaus kommen die vielfältigsten Formen der Zusammenarbeit hinzu. Partnerschaften zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft können sich z.B. ausschließlich auf finanzielle Zusammenarbeit beschränken, den kurzfristigen Know-how-Transfer bezeichnen oder auch langangelegte Austauschbeziehungen zur verbesserten Zielerreichung bedeuten.
1 Einleitung: Die Einleitung definiert den globalen Kontext, die Relevanz von PPPs in der Entwicklungszusammenarbeit und die Forschungsfrage nach deren Nachhaltigkeit.
2 Public-Private-Partnership als Konzept: Dieses Kapitel arbeitet den PPP-Begriff auf, beleuchtet theoretische Hintergründe, Potenziale, Risiken sowie die notwendigen Anforderungen an eine erfolgreiche Partnerschaft.
3 PPP-Projekte in der deutschen Entwicklungszuammenarbeit: Hier werden die Ziele, die praktische Umsetzung der Projekte in der bilateralen Zusammenarbeit sowie die Auswahlkriterien erläutert.
4 Evaluation in der Entwicklungszuammenarbeit: Das Kapitel analysiert kritisch die Evaluationssysteme des BMZ und der GTZ hinsichtlich ihrer Eignung zur Messung der Nachhaltigkeit von PPP-Projekten.
5 Der Nachhaltigkeitsbegriff: Es wird ein mehrdimensionaler, operationalisierbarer Nachhaltigkeitsbegriff aus entwicklungspolitischer und privatwirtschaftlicher Perspektive entwickelt.
6 Die Nachhaltigkeit von PPP-Projekten der deutschen Entwicklungszuammenarbeit: Dieser Hauptteil evaluiert anhand von drei Fallbeispielen in Thailand, Vietnam und Indonesien die Nachhaltigkeit der Projekte mittels der zuvor entwickelten Kriterien.
7 Schlussbetrachtung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der Ergebnisse und formuliert Empfehlungen für eine strategische Weiterentwicklung des PPP-Konzepts in der EZ.
8 Literaturverzeichnis: Umfassendes Verzeichnis der verwendeten Quellen und Sekundärliteratur.
Public-Private-Partnership, Entwicklungszusammenarbeit, Nachhaltigkeit, Evaluation, Wirkungsmodell, Diffusionsmodell, Nachhaltigkeitsanalyse, BMZ, GTZ, Systemorientierung, Innovationspotenzial, Projektmanagement, Breitenwirksamkeit, Kooperation, Partnerschaft.
Die Arbeit untersucht die Nachhaltigkeit von Public-Private-Partnership-Projekten (PPP) im Kontext der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.
Im Zentrum stehen die Begriffsbestimmung von PPP, die Analyse von Evaluationssystemen für solche Projekte sowie die Entwicklung eines messbaren Nachhaltigkeitsbegriffs.
Ziel ist es, die Nachhaltigkeit von PPP-Projekten terminologisch zu bestimmen, daraus Indikatoren zur Messung abzuleiten und eine detaillierte Analyse durchzuführen, um Kriterien für den Erfolg nachhaltiger PPP-Projekte zu identifizieren.
Der Autor nutzt eine systematische Analyse von Evaluationsberichten und Projektunterlagen, wobei ein mehrdimensionales Nachhaltigkeitskonzept (angelehnt an Stockmann) als theoretischer Analyserahmen dient.
Der Hauptteil evaluiert drei konkrete PPP-Projekte in Thailand, Vietnam und Indonesien nach vier Dimensionen: Projekt-, Output-, System- und Innovationsorientierung.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Public-Private-Partnership, Nachhaltigkeitsanalyse, Entwicklungszusammenarbeit, Evaluation und Breitenwirksamkeit.
Der Autor erweitert bestehende Konzepte um eine privatwirtschaftliche Perspektive, da ein nachhaltiges PPP-Projekt sowohl entwicklungspolitisch wirksam als auch wirtschaftlich rentabel sein muss.
Die Analyse zeigt, dass PPP-Projekte unterschiedliche Grade von Nachhaltigkeit erreichen können, wobei insbesondere das Projekt in Vietnam eine hohe systemorientierte Nachhaltigkeit vorweisen kann.
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