Diplomarbeit, 2012
80 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen des Emissionsrechtehandels
2.1 Rechtliche Grundlagen zum Emissionsrechtehandel
2.1.1 Das Kyoto-Protokoll
2.1.2 Die Umsetzung des Kyoto-Protokolls in der EU
2.1.3 Die Implementierung des Emissionsrechtehandels in Deutschland
2.2 Emissionsrechte – Das handelbare Gut des Emissionshandelssystems
2.3 Die Ausgestaltung des EU-Emissionshandelssystems
2.3.1 Das Cap- and- Trade- System
2.3.2 Erstausgabe von Emissionsrechten
2.3.3 Emissionsbericht und Abgabeverpflichtung
2.3.4 Der Handel mit Emissionsrechten am Sekundärmarkt
2.4 Die Entwicklung des EU-Emissionsrechtehandels
3 Bilanzierung von Emissionsrechten nach HGB
3.1 Vorbemerkungen
3.2 Unentgeltlich zugeteilte Emissionsberechtigungen
3.2.1 Ausweis in der Bilanz
3.2.2 Erstbewertung
3.2.3 Folgebewertung
3.3 Entgeltlich erworbene Emissionsrechte
3.3.1 Spotkontrakte
3.3.1.1 Ausweis in der Bilanz
3.3.1.2 Erstbewertung
3.3.1.3 Folgebewertung
3.3.2 Terminkontrakte
3.3.2.1 Ausweis in der Bilanz
3.3.2.2 Erstbewertung
3.3.2.3 Folgebewertung
3.3.2.4 Einbezug in einen Absicherungszusammenhang
3.4 Gewinnrealisierung durch Veräußerung
3.5 Bilanzierung der Abgabeverpflichtung
4 Bilanzierung von Emissionsrechten nach IFRS
4.1 Vorbemerkungen
4.2 Unentgeltlich zugeteilte Emissionsberechtigungen
4.2.1 Ausweis in der Bilanz
4.2.2 Erstbewertung
4.2.3 Folgebewertung
4.2.4 Bilanzierung nach IFRIC 3
4.3 Entgeltlich erworbene Emissionsrechte
4.3.1 Spotkontrakte
4.3.1.1 Ausweis in der Bilanz
4.3.1.2 Erstbewertung
4.3.1.3 Folgebewertung
4.3.2 Terminkontrakte
4.3.2.1 Ausweis in der Bilanz
4.3.2.2 Erstbewertung
4.3.2.3 Folgebewertung
4.3.2.4 Einbezug in einen Absicherungszusammenhang
4.4 Gewinnrealisierung durch Veräußerung
4.5 Bilanzierung der Abgabeverpflichtung
5 Emissionsrechte als Bestandteil der Berichterstattung
5.1 Vorbemerkungen
5.2 Pflichtangaben im Konzernabschluss und -lagebericht
5.2.1 Pflichtangaben im Anhang
5.2.2 Pflichtangaben im Lagebericht
5.3 Emissionsrechte in der Nachhaltigkeitsberichterstattung
5.3.1 Zentrale Begriffsbestimmungen
5.3.2 Nutzen der Nachhaltigkeitsberichterstattung
5.3.3 Möglichkeiten der Nachhaltigkeitsberichterstattung
5.3.3.1 Alleinstehende Nachhaltigkeitsberichterstattung
5.3.3.2 Integrierte Berichterstattung
6 Fazit und Ausblick
Die Arbeit analysiert die bilanzielle Behandlung von Emissionsrechten sowohl nach HGB als auch nach IFRS und beleuchtet die Offenlegung dieser Rechte in der Berichterstattung, um die Transparenz für Stakeholder zu erhöhen und die Bewertungsalternativen kritisch zu prüfen.
2.3.1 Das Cap- and- Trade- System
Beim Entwurf des europäischen Emissionshandelssystems galt als oberste Maxime eine möglichst kosteneffiziente Lösung zur Erreichung der vereinbarten Minderungsziele zu finden. Emissionszertifikate sollen dabei als Handelswährung der Emission klimaschädlicher Gase einen Preis verleihen. Somit wird die Ressource „Luft“ vom frei verfügbaren Allgemeingut zum knappen Produktionsfaktor erhoben. Der Handel mit Emissionszertifikaten kann nach zwei verschiedenen Ansätzen organisiert werden, dem Cap-and-Trade- oder dem Baseline-and-Credit-System. Für das EU-ETS findet das Cap-and-Trade-System, auch Mengenmethode oder Höchstmengensteuerungsmodell genannt, Anwendung. Darin wird zunächst eine zulässige Emissionsobergrenze (engl. „Cap“) bestimmt. Die autorisierten Emissionen werden dann durch Verbriefung an die Teilnehmer im Rahmen der Primärallokation ausgegeben und somit in das Handelssystem eingespeist. Dadurch wird ein liquider Markt für Emissionsrechte geschaffen und diese unter den Teilnehmern frei handelbar (Handel = engl. „Trade“). Das Reduktionsziel der EU gibt für das EU-ETS die Emissionshöchstmenge vor.
Grundsätzlich stehen einem Unternehmen zwei Handlungsoptionen zur Erfüllung der Emissionsvorgaben (des Caps) zur Verfügung. Entweder es vermeidet Emissionen durch technologische Anpassungen, wodurch der CO2-Ausstoß verringert wird und überschüssige Emissionsrechte am Markt verkauft werden können. Oder es führt keine Emissionsminderungsmaßnahmen durch und muss für die nicht durch Emissionsrechte gedeckten Emissionen weitere Zertifikate am Markt erwerben. Die Entscheidung trifft das Unternehmen nach betriebswirtschaftlichem Kalkül, sodass letztendlich immer zw. Emissionsreduktion und Zertifikatekauf abgewogen und die kosteneffizientere Lösung realisiert wird. Die grobe Funktionsweise des Cap-and-Trade-Systems fasst Abb. 1 zusammen.
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Entstehung des Emissionsrechtehandels und die daraus resultierende Notwendigkeit, diese Rechte im Jahresabschluss sowie in der Nachhaltigkeitsberichterstattung abzubilden.
2 Grundlagen des Emissionsrechtehandels: Es werden die normativen Rahmenbedingungen des Emissionshandels erläutert, wobei insbesondere die Ausgestaltung des EU-Emissionshandelssystems und die verschiedenen Zertifikatstypen im Vordergrund stehen.
3 Bilanzierung von Emissionsrechten nach HGB: Dieses Kapitel behandelt die bilanzielle Erfassung und Bewertung von unentgeltlich und entgeltlich erworbenen Emissionsrechten sowie Terminkontrakten unter den handelsrechtlichen Vorschriften.
4 Bilanzierung von Emissionsrechten nach IFRS: Hier werden die internationalen Rechnungslegungsstandards angewendet, wobei Unterschiede zur HGB-Praxis herausgearbeitet und die Problematiken bei der Anwendung von IFRIC 3 diskutiert werden.
5 Emissionsrechte als Bestandteil der Berichterstattung: Das Kapitel befasst sich mit den Pflichtangaben in Anhang und Lagebericht sowie mit Möglichkeiten der freiwilligen Nachhaltigkeits- und integrierten Berichterstattung.
6 Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der gewählten Bilanzierungsmethoden und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Emissionsrechtehandels.
Emissionsrechte, EU-ETS, Bilanzierung, HGB, IFRS, Emissionszertifikate, Abgabeverpflichtung, Erstbewertung, Folgebewertung, Terminkontrakte, Nachhaltigkeitsberichterstattung, Carbon Accounting, Cap-and-Trade, Integrierte Berichterstattung, Emissionsbericht.
Die Arbeit befasst sich mit der Bilanzierung und Berichterstattung von Emissionsrechten nach nationalen (HGB) und internationalen (IFRS) Rechnungslegungsvorschriften.
Die Arbeit behandelt die Grundlagen des Emissionsrechtehandels, die Bewertung der Emissionsrechte (sowohl unentgeltlich zugeteilt als auch entgeltlich erworben) und deren Integration in die Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Das Ziel ist es, die Bewertungsalternativen darzulegen und die Unterschiede zwischen nationaler und internationaler Rechnungslegung herauszuarbeiten, um für Unternehmen eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten.
Es handelt sich um eine analytische Arbeit, die auf der Auswertung von gesetzlichen Regelungen, Standards (wie HGB, IFRS, IFRIC) und Fachliteratur basiert, um bilanzielle Fragestellungen kritisch zu würdigen.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Emissionsrechte sowie deren Abgabeverpflichtung im HGB- und IFRS-Kontext, ergänzt durch Ausführungen zu Terminkontrakten und Absicherungszusammenhängen.
Carbon Accounting, Emissionsrechte, HGB-Bilanzierung, IFRS-Rechnungslegung, Nachhaltigkeitsberichterstattung, Cap-and-Trade-System.
Terminkontrakte gelten als schwebende Geschäfte und werden im Regelfall nicht bilanziert. Ausnahmen bilden Derivate des Handelsbestands bei Kreditinstituten oder wenn die Pflichten die Ansprüche übersteigen, was zur Bildung von Drohverlustrückstellungen führt.
Sie soll die Trennung zwischen finanziellen und nicht-finanziellen Daten aufheben, um Stakeholdern eine gesamtheitliche Sicht auf die Unternehmensaktivitäten und deren Auswirkungen auf den Unternehmenswert zu ermöglichen.
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