Diplomarbeit, 2003
39 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Die Großschadenssituation der letzten zehn Jahre
2.1. Das Katastrophenjahr 2002 in Zahlen
2.2. Terroranschläge und ihre Folgen
3. Externe Sphäre
3.1. Ursachenbezogene Maßnahmen
3.2. Wirkungsbezogene Maßnahmen
4. Interne Sphäre
4.1. Primäraktivitäten
4.1.1. Produktpolitische Maßnahmen
4.1.2. Prämienpolitische Maßnahmen
4.1.3. Schadenpolitische Maßnahmen
4.2. Sekundäraktivitäten
4.2.1. Mitversicherung
4.2.2. Rückversicherung
4.2.2.1 Proportionale Rückversicherung
4.2.2.2 Nicht proportionale Rückersicherung
4.2.3. Finanzrückversicheung
4.2.4. Versicherungspool
4.2.4.1. Allgemeine Form und Handhabung
4.2.4.2. Extremus
5. Finanzierung durch Kapitalanlagen
6. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen für Versicherungsunternehmen durch die Zunahme von Großschadensereignissen, insbesondere durch den Klimawandel und terroristische Aktivitäten, und analysiert die Möglichkeiten zur Risikohandhabung sowie finanziellen Absicherung.
2.1. Das Katastrophenjahr 2002 in Zahlen
Die Entwicklung wird deutlich, wenn man das Jahr 2002 einmal genauer betrachtet. Dieses Jahr war ein Jahr der Extreme. Wissenschaftler dokumentierten Rekordwerte bei Stürmen, Niederschlägen und Überschwemmungen. Die Zahl der Naturkatastrophen lag im vergangenen Jahr bei ca. 700, im Durchschnitt der 90er Jahre waren es 650. Der volkswirtschaftliche Schaden lag bei 55 Mrd. US$, während im Jahre 2001 dieser lediglich bei 35. Mrd.- US$ lag. Dagegen sind die versicherten Schäden mit insgesamt 11 Mrd. US$ auf fast dem selben Niveau geblieben.
Jedoch ist bei den versicherten Schäden nicht mit einer Stabilisierung zu rechnen. Eine Untersuchung der Münchener Rück Versicherung zeigt, dass die Gebäude und die Infrastruktur nicht ausreichend den hohen Belastungen durch Wetterextreme ausgelegt sind. Nach entsprechenden Untersuchungen dieses Rückversicherers ist damit zu rechnen, dass die kritischen Extremwerte in den nächsten Jahren immer häufiger überschritten werden und sich somit die Schadenbelastungen ausdehnen werden.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der globalen Risikolandschaft durch technologische Entwicklungen, Terrorismus und Naturkatastrophen und stellt den Forschungsbedarf für Versicherer dar.
2. Die Großschadenssituation der letzten zehn Jahre: Dieses Kapitel liefert eine empirische Analyse der weltweit gestiegenen Häufigkeit und Kosten von Naturkatastrophen und anderen Großereignissen.
3. Externe Sphäre: Hier werden präventive Strategien behandelt, die außerhalb des Unternehmens ansetzen, unterteilt in ursachen- und wirkungsbezogene Maßnahmen.
4. Interne Sphäre: Das Kapitel detailliert betriebsinterne Anpassungsmöglichkeiten der Versicherer, darunter Produkt- und Prämienpolitik sowie diverse Methoden der Risikoteilung wie Rückversicherung.
5. Finanzierung durch Kapitalanlagen: Es wird erörtert, wie Versicherer durch die Bildung von Sicherheitsmitteln und Reserven ihre Stabilität gegenüber schwankenden Schadensaufwendungen wahren können.
6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst zusammen, dass eine genaue Risikoanalyse und eine flexible Anpassung der Risikostrategien essenziell für die künftige Existenzsicherheit der Versicherer sind.
Großschadensereignisse, Naturkatastrophen, Rückversicherung, Risikohandhabung, Schadenpotentiale, Klimawandel, Terrorismus, Prämienpolitik, Schadenverhütung, Versicherungs pools, Finanzrückversicherung, Risikoanalyse, Elementarschäden, Kapitalanlagen, Ergebnisstabilität.
Die Arbeit analysiert, wie sich Versicherungsunternehmen auf die zunehmende Bedrohung durch Großschadensereignisse, wie Naturkatastrophen und Terroranschläge, finanzwirtschaftlich einstellen können.
Die zentralen Themen sind die Analyse der Schadensentwicklung, die Identifikation von Präventionsstrategien (ursachen- und wirkungsbezogen) sowie die Bewertung von Risikotransfer-Instrumenten.
Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Versicherer trotz steigender Belastungen durch Klimaveränderungen und Katastrophen ihre wirtschaftliche Stabilität wahren und finanzielle Schäden bewältigen können.
Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte Analyse der aktuellen Risikolage, ergänzt durch Daten und Grafiken zur Schadensstatistik der vergangenen Dekade sowie Fallbeispiele aus der Versicherungspraxis.
Der Hauptteil gliedert sich in externe Strategien (Gefahrenabwehr), interne Maßnahmen (Produkt-, Prämien- und Schadenpolitik) sowie Sekundäraktivitäten wie Rückversicherungsmodelle und Risikopools.
Großschadensereignisse, Naturkatastrophen, Rückversicherung, Risikohandhabung, Schadenverhütung und Ergebnisstabilität sind zentrale Begriffe.
Es erläutert die Gründung und das Funktionsprinzip der EXTREMUS Versicherungs-AG, einem Spezialversicherer zur Abdeckung von Terrorismusrisiken in Deutschland mittels einer staatlich flankierten Layer-Struktur.
Bei der proportionalen Form wird ein fester Anteil der Prämie und des Schadens übertragen, während bei der nicht proportionalen Form individuelle Verträge jenseits der Originalprämie zur Risikobegrenzung (Priorität) geschlossen werden.
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