Bachelorarbeit, 2013
12 Seiten, Note: 1,7
I. Einleitung
II. Erzählperspektive
1. Erster Erzählerbericht
2. Zweiter Erzählerbericht
III. Unzuverlässiges Erzählen
IV. Schluss
Die vorliegende Arbeit untersucht die erzähltheoretischen Besonderheiten in Knut Hamsuns Roman „Pan“. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der Erzählperspektiven sowie des Phänomens des unzuverlässigen Erzählens, um aufzuzeigen, wie diese Stilmittel zur Gestaltung der Romanatmosphäre und zur Einbindung des Lesers beitragen.
III. Unzuverlässiges Erzählen
Natürlich drängt sich während der Lektüre des Romans von Hamsun zwischendurch immer wieder die Frage nach dem Wahrheitsgehalt des vorliegenden Textes auf. Martin Humpál stellt in seinem Buch „The roots of modernist narrative“ fest: „ [...] the narrative is fundamentally unreliable.“
Der Leser selbst stellt sich auch automatisch die Frage nach der uneingeschränkten Glaubwürdigkeit und der Zuverlässigkeit der beiden Ich-Erzähler. Insbesondere wird diese Frage bei Glahn als Erzählerfigur gestellt. Denn innerhalb seiner Erzählung lassen sich zahlreiche Widersprüche finden und dadurch kann man die Genauigkeit und die Verlässlichkeit seiner Angaben anzweifeln. Natürlich ergibt sich das Problem mit der Zuverlässigkeit des Erzählers in jedem Erzählerbericht, ob fiktional oder faktual, immer sollte kritisch betrachtet werden. Eventuell muss der Wahrheitsgehalt einer Erzählung dann auch überprüft werden. Die Täuschung des Lesers durch den Erzähler kann zweierlei Gründe haben. Zum einen kann es sein, dass der Erzähler aus persönlichen Motiven gewisse Dinge verschweigt oder verschleiert. Oder der homodiegetische Erzähler weiß es selbst nicht besser und dadurch kommt es zur Unzuverlässigkeit.
I. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Erzählperspektive und des unzuverlässigen Erzählens in Hamsuns „Pan“ ein und skizziert die wissenschaftliche Herangehensweise.
II. Erzählperspektive: Dieses Kapitel analysiert die Ich-Perspektive der Hauptfigur Thomas Glahn sowie den Wechsel zu einem zweiten Erzähler im Epilog und deren jeweilige Funktion für den Leser.
III. Unzuverlässiges Erzählen: Der Abschnitt untersucht Widersprüche in Glahns Bericht, die Rolle von Auslassungen sowie die bewusste Täuschung des Lesers als zentrales Stilmittel.
IV. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass die bewusste Wahl der Perspektive und das unzuverlässige Erzählen dem Roman einen romantischen, irrealen Hauch verleihen.
Knut Hamsun, Pan, Erzählperspektive, unzuverlässiges Erzählen, Ich-Erzähler, Literaturwissenschaft, erzähltheoretische Analyse, Thomas Glahn, Leerstellen, moderne Literatur, Subjektivität, Epilog, Perspektivwechsel, Romananalyse, Wahrheitsgehalt
Die Arbeit analysiert die erzähltechnischen Mittel im Roman „Pan“ von Knut Hamsun, insbesondere die Struktur der Erzählperspektiven und die Glaubwürdigkeit der Erzählinstanz.
Die Schwerpunkte liegen auf der narratologischen Untersuchung der Ich-Perspektive, dem Phänomen des unzuverlässigen Erzählens und der Wirkung von erzählerischen Auslassungen auf den Leser.
Die Arbeit möchte aufzeigen, wie Hamsun durch Perspektivwechsel und Unzuverlässigkeit eine spezifische, atmosphärische Wirkung erzielt und den Leser aktiv in den Interpretationsprozess einbindet.
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die auf erzähltheoretischen Konzepten (wie Fokalisierung, autodiegetisches Erzählen) und der Interpretation von Primärtextstellen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der zwei Erzählerberichte (Glahn und Epilog) sowie eine detaillierte Analyse der Widersprüche und erotischen Leerstellen in der Narration.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Erzählperspektive, Unzuverlässigkeit, Leerstellen, Subjektivität und Romanstruktur geprägt.
Er widerspricht sich innerhalb seines Berichts selbst, verschweigt Informationen oder stellt Ereignisse aus einer stark subjektiven und emotional gefärbten Perspektive dar.
Der Epilog bietet einen Kontrast zu Glahns subjektiver Sicht, indem er eine nüchternere, faktischere Außensicht auf die Geschehnisse und Glahns Tod liefert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

