Masterarbeit, 2012
87 Seiten
1 Einleitung
2 Definition und Bedeutung der Periodisierung für den Trainingsprozess
3 Periodisierung als Voraussetzung für optimale Trainingseffekte
3.1 Bedeutungen des Trainingsprozesses für die physiologischen Anpassungsreaktionen
3.2 Adaptation - Entscheidende Voraussetzung für die Steigerung der Leistungsfähigkeit
3.2.1 Molekulare Adaptationsprozesse
3.2.2 Akkommodation:
3.2.3 Superkompensation
3.2.4 Das Vier-Stufen-Modell
3.3 Organismische Funktionszustände und Bedeutung für die Adaptation
3.3.1 Homöostase
3.3.2 Steady State
3.3.3 Heterostase
3.3.4 Homöokinetik/Homöodynamik:
3.4 Trainingseffekte als Ergebnis und Ausgangspunkt für den Trainingsprozess
3.4.1 Akuter Trainingseffekt:
3.4.2 Unmittelbarer Trainingseffekt:
3.4.3 Kumulativer Trainingseffekt:
3.4.3.1 Verzögerter Trainingseffekt:
3.4.3.2 Residualeffekt:
4 Traditionelles Periodisierungsmodell
4.1 Zyklisierung des sportlichen Trainings:
4.1.1 Mikrozyklus
4.1.2 Mesozyklus
4.1.3 Makrozyklus
4.2 Traditionelle Periodisierung des sportlichen Trainings nach Matwejew
4.3 Gründe für die Weiterentwicklung des traditionellen Periodisierungsmodells
5 Blockperiodisierungsmodell
5.1 Residualeffekt in der Blockperiodisierung
5.2 Mesozyklische Blöcke im Blockperiodisierungsmodell
5.3 Makrozyklus im Blockperiodisierungsmodell
6 Planung und Steuerung des Trainingsprozesses nach der Blockperiodisierung
6.1 Trainingseinheit
6.2 Mikrozyklen
6.3 Mesozyklen
6.3.1 Akkumulativer Block
6.3.2 Transmutativer Block
6.3.3 Realisierender Block
6.4 Trainingsetappen
6.5 Jahreszyklus
7 Schlussbemerkung
Ziel dieser Arbeit ist es, die strukturellen Grundlagen und den Aufbau sowohl der traditionellen Periodisierungsmodelle als auch des Blockperiodisierungsmodells im Hochleistungssport aufzuzeigen und kritisch zu beleuchten.
3.2.1 Molekulare Adaptationsprozesse
Während des sportlichen Trainings werden Organe und Funktionen im Organismus beansprucht (Hottenrott & Neumann, 2010, S. 32 ff.), so dass durch die Trainingsbelastung auch Einfluss auf biochemische Prozesse, die im Körper ablaufen, ausgeübt wird. Im Rahmen dieser Arbeit kann nicht auf die vielfältigen, zahlreichen biochemischen Vorgänge eingegangen werden. Detaillierte Aussagen finden sich bei Hottenrott & Neumann (2009) in „Vorstellungen zum Ablauf der Adaptation an Training auf funktionalen und molekularen Ebenen“. Lediglich an zwei Beispielen, dem der Muskelarbeit und dem des Ausdauertrainings soll ein Einblick in die molekularen Adaptationsprozesse gegeben werden.
Bedingt durch körperliche Aktivität nehmen die Muskelglykogenvorräte ab, was vom Körper als Energiemangel wahrgenommen wird. Darauf reagiert der Stoffwechsel mit Anstieg des Adenosinmonophosphat (AMP) und sendet ein wichtiges Signal zur Verminderung von Messenger Nukleinsäure (mRNA) sowie zur Verminderung von Glukoseenzym (Glycerinaldehyd-3-Phosphat-Dehydrogenase GAPDH). Der Masterregulator der Mitochondrienbiogenese (PGC-1-Alpha) und die Zitratsynthase werden ebenfalls vermindert (vgl. Hottenrott & Neumann, 2010, S. 33 ff). Andererseits wird durch den Energiemangel die adenosinmonophosphoatak tivierte Kinase (AMPK) aktiviert, was wiederrum das Signalprotein PGC-1-Alpha stimuliert, das auch als „Ausdauerfitnessprotein“ bezeichnet wird. Es ist erforderlich für die Herausbildung von Mitochondrien. Das PGC-1-Alpha trägt ebenfalls zur Kappillarisierung der Muskulatur sowie den Muskelstoffwechsel bei (vgl. Hottenrott & Neumann, 2009; vgl. Zierath et al., 2005).
1 Einleitung: Stellt die Problematik der Periodisierung im Hochleistungssport dar und führt in das Konzept der Blockperiodisierung ein.
2 Definition und Bedeutung der Periodisierung für den Trainingsprozess: Erläutert den Begriff der Periodisierung und deren Zielsetzung für den langfristigen Leistungsaufbau.
3 Periodisierung als Voraussetzung für optimale Trainingseffekte: Behandelt die physiologischen Grundlagen der Adaptation und analysiert verschiedene Arten von Trainingseffekten.
4 Traditionelles Periodisierungsmodell: Beschreibt das Konzept nach Matwejew und diskutiert dessen historischen Stellenwert sowie Kritikpunkte aus heutiger Sicht.
5 Blockperiodisierungsmodell: Führt die Blockperiodisierung als Weiterentwicklung ein und fokussiert auf Residualeffekte sowie mesozyklische Blöcke.
6 Planung und Steuerung des Trainingsprozesses nach der Blockperiodisierung: Bietet praktische Anleitungen zur Planung von Trainingseinheiten, Mikro- und Mesozyklen sowie Jahreszyklen.
7 Schlussbemerkung: Fazit zur Relevanz beider Modelle und Ausblick auf die Notwendigkeit stetiger Modifizierungen im Trainingsprozess.
Periodisierung, Blockperiodisierung, Hochleistungssport, Trainingseffekte, Adaptation, Superkompensation, Mikrozyklus, Mesozyklus, Makrozyklus, Trainingssteuerung, Residualeffekt, Leistungsdiagnostik, Belastungssteuerung, Trainingswissenschaft, Trainingsplanung
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Basis und praktischen Anwendung von Periodisierungsmodellen im Hochleistungssport, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der modernen Blockperiodisierung liegt.
Zentrale Themen sind die physiologische Adaptation des Körpers, die Kategorisierung von Trainingseffekten, die kritische Analyse des traditionellen Modells und die detaillierte Planung nach dem Blockperiodisierungsansatz.
Das Ziel ist es, Trainern und Athleten ein tieferes Verständnis für die Struktur von Trainingsmodellen zu vermitteln und die Anwendung der Blockperiodisierung zur Optimierung von Höchstleistungen zu erleichtern.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf der Auswertung sportwissenschaftlicher Fachliteratur und der Darstellung etablierter Modelle zur Trainingssteuerung basiert.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Analyse der Trainingseffekte, dem Vergleich zwischen dem klassischen Modell nach Matwejew und der Blockperiodisierung sowie der operativen Planung durch den Trainer.
Die zentralen Konzepte sind Periodisierung, Blockperiodisierung, Residualeffekt, Anpassungsreaktionen und eine zielgerichtete Trainingsplanung im Hochleistungsbereich.
Der Hauptunterschied liegt in der hohen Konzentration der Trainingsbelastung auf wenige, spezifische Ziele anstatt einer parallelen, komplexen Entwicklung vieler Fähigkeiten gleichzeitig.
Er bildet die Basis für die Planung, da er beschreibt, wie lange ein Trainingseffekt nach Ende eines Trainingsblocks auf einem erhöhten Niveau erhalten bleibt, was eine gezielte Abfolge der Blöcke ermöglicht.
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