Doktorarbeit / Dissertation, 2012
127 Seiten, Note: Magna cum laude
1 Einleitung
1.1 Allgemeine Überlegungen
1.2 Problem-Orientiertes Lernen
1.3 Lernprogramme allgemein
1.3.1 Grundsätzliche Unterschiede diverser Trainingssysteme
1.3.1.1 Präsentations- und Browsingprogramme
1.3.1.2 Drill-Programme
1.3.1.3 Tutor-Systeme
1.3.1.4 Simulationen
1.4 Fallbasierte Diagnostische Trainigssysteme (FDTS)
1.5 Fragestellung
2 Material und Methoden
2.1 Trainingssystem
2.1.1 d3web.Train allgemein
2.1.2 Fallerstellung
2.1.2.1 Generierung Diagnostischer Trainingsfälle aus Arztbriefen
2.1.2.2 Typische Architektur eines Arztbriefes
2.1.2.3 Einzelne Schritte in der Fallgenerierung
2.1.2.3.1 Erweiterung des Arztbriefes
2.1.2.3.2 Inhaltliche und Formelle Anpassung
2.1.2.3.3 Formulieren der Fragen / Schaffung der Prüfungskomponente
2.1.2.3.4 Formatierung
2.1.2.3.5 Einlesen und Zerlegung der Arztbriefinformationen
2.1.2.3.6 Überprüfung der zerlegten Inhalte
2.1.2.4 Arztbriefkonvertierungstool: Phoenix (vormals KnowMe)
2.1.3 Struktur eines Generierten Trainingsfalles
2.1.4 Liste der Fälle und Diagnosen
2.1.5 Systemvorstellung
2.1.5.1 Online-Kurs-System
2.1.6 Fallvorstellung und Screenshots
2.1.7 D3web.Train
2.1.7.1 Ankunft im System, einführender Screen eines Falles
2.1.7.2 Die virtuelle Patientenakte und deren Steuerung
2.1.7.3 Bildbetrachtung
2.1.7.4 Erstellen der Befunde
2.1.7.5 Diagnosenauswahl
2.1.7.6 Fallabschluss
2.1.7.6.1 Beurteilung / Gesamtscore / Kommentar des Autors
2.1.7.6.2 Fallende
2.2 Darstellung des eingelesenen Beispielfalles
2.2.1 Intro
2.2.2 Anamnese
2.2.3 Körperliche Untersuchung
2.2.4 Labor
2.2.5 Technische Untersuchungen
2.2.6 Diagnosestellung
2.2.7 Beurteilung / Gesamtscore
2.2.8 Fallkommentar / Fallende
2.3 Kursdesign
2.4 Durchführung des Kurses
2.5 Evaluation und Fragebögen
2.5.1 Evaluationskonzept
2.6 Fragebogen / Evaluation
2.6.1 Fragebogen zu Beginn des Kurses (Evaluation I)
2.6.2 Abschluss-Evaluation III (Teil 1)
2.6.3 Abschluss-Evaluation III (Teil 2)
2.6.4 Fallspezifischer elektronischer Feedback-Fragebogen (Evaluation II)
2.7 Kurze Vorstellung alternativer Trainingssysteme
2.7.1 CAMPUS-Software
2.7.2 CASUS
2.7.3 INMEDEA-Simulator
3 Ergebnisse
3.1 Zusammensetzung des Kurses
3.2 Ergebnisse der Evaluation I
3.3 Ergebnisse der Evaluation II
3.4 Evaluation der Fälle
3.4.1 Bewertung der Fälle aus dem Themenbereich der Allergologie
3.4.1.1 Bewertung der Fälle aus dem Themenbereich der Immundefektsyndrome
3.4.1.2 Bewertung der Fälle aus dem Themenbereich der Rheumatologie
3.4.1.3 Dauer der Fallerstellung
3.5 Weitere Ergebnisse und allgemeine Nutzerstatistik
3.6 Klausurergebnisse
4 Diskussion
4.1 Allgemeine Überlegungen
4.2 Kursdesign und Gestaltung der Trainingsfälle
4.3 Diskussion der Ergebnisse
4.3.1 Diskussion der Ergebnisse aus der Evaluation I
4.3.2 Diskussion der Ergebnisse aus den Evaluationen I und III
4.3.2.1 Erwartungen an das Trainingssystem
4.3.3 Diskussion der Ergebnisse aus der Evaluation II
4.3.3.1 Fallbewertung durch Online-Fragebogen
4.3.3.2 Fallbewertung durch Online-Freitextkommentare
4.3.4 Fallerstellung
4.3.5 Diskussion der Klausurergebnisse
4.3.6 Systemaufbau und -integration
5 Ergebnisse nachfolgender Semester
5.1 Allgemeine Ergebnisse der Nutzerstatistik
5.2 Ergebnisse aus den Fallbearbeitungen
5.3 Ergebnisse aus der Evaluation durch Fragebögen
5.4 Klausurergebnisse
5.5 Diskussion der Ergebnisse der nachfolgenden Semester
6 Zusammenfassung
6.1 Zusammenfassung der Ergebnisse der weiteren Semester
6.2 Fazit und Ausblick
7 „CaseTrain“ als „Weiterentwicklung“ des Trainers
7.1 CaseTrain -Grundlagen
7.2 Konzeption und Anforderungen
7.3 CaseTrain –Benutzeroberfläche
7.4 Einsatz von CaseTrain
7.5 Evaluation
7.6 Ergebnisse
7.7 Ausblick
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Evaluation eines fall- und webbasierten Trainingsprogramms (d3web.Train) als verpflichtende Begleitkomponente zur klinischen Lehre in Immunologie und Rheumatologie an der Universität Würzburg, um problemorientiertes Lernen zu fördern und die Ausbildung zu modernisieren.
1.1 Allgemeine Überlegungen
Die Hochschullandschaft in Deutschland war in den letzten beiden Jahrzehnten großen Veränderungen ausgesetzt. Durch die enorme Wissensexplosion der Menschheit kann eine Universität weder das „Wissen für ein ganzes Arbeitsleben“ während des Studiums vermitteln, noch kann sie ihrem früher innegehabten Auftrag nachkommen gleichzeitig eine breite allgemeinbildende Ausbildung zu gewährleisten. Des Weiteren hat einmal erworbenes Wissen eine stetig kürzer werdende Halbwertszeit. „Wer in der Wissensgesellschaft Schritt halten will, muss lebenslang lernen“. (Bertelsmann Stiftung, Heinz Nixdorf Stiftung (Hrsg.), 2001) (Gemeinschaften, 2000)
Im Studium der Humanmedizin lag der Fokus der Lehre bisher auf dem Faktenlernen und war durch eine weitgehende Trennung des Erlernens theoretischer Grundlagen in Vorlesungen und Seminaren und deren praktischer Umsetzung gekennzeichnet. Praktisches Wissen eigneten sich die Studierenden vornehmlich im Rahmen von Famulaturen und des Praktischen Jahres sowie in einzelnen Übungskursen an Phantompuppen an.
Mit der Einführung der neuen Approbationsordnung (im Folgenden abgekürzt mit „ÄAppO“) (Bundesministerium für Gesundheit, 2002) am 27. Juni 2002 wurden große Teile der bisherigen medizinischen Ausbildung tiefgreifenden Änderungen unterworfen. Die Vorgabe des Gesetzes ist eine – mehr als bisher – problemorientierte, fallbasierte und interdisziplinäre Ausbildung, die im Kern eine stärkere Verknüpfung von Theorie und Praxis aufweist, um die Studierenden näher am Beruf auszubilden. Deshalb werden durch die ÄAppO unter anderem auch neue Unterrichtsformen gefordert, um den Studierenden eine verstärkt interdisziplinäre Ausbildung zu ermöglichen. Ferner soll ein lebenslanges Lernen antrainiert werden, was in einem sich schnell und breit entwickelnden Fach – wie der modernen Medizin – eine Grundvoraussetzung darstellt, um zu der in der ÄAppO geforderten ständigen Weiter- und Fortbildung befähigt zu sein.
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Notwendigkeit moderner Lehrkonzepte in der medizinischen Ausbildung aufgrund zunehmender Wissensexplosion und neuer gesetzlicher Anforderungen der Approbationsordnung.
2 Material und Methoden: Dieses Kapitel beschreibt das Trainingssystem d3web.Train, den Prozess der Fallerstellung aus Arztbriefen sowie das didaktische Konzept und die verschiedenen Evaluationsschritte.
3 Ergebnisse: Hier werden die Resultate der Evaluation des Kurses, einschließlich Nutzerstatistiken, Fallbewertungen durch Studierende und die Ergebnisse der Abschlussklausur detailliert dargestellt.
4 Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Evaluation, analysiert das Kursdesign, diskutiert die Lernerfahrungen der Studierenden und bewertet die technische Integration des Systems.
5 Ergebnisse nachfolgender Semester: Dieses Kapitel präsentiert die langfristigen Daten zur Nutzerstatistik und Fallbearbeitung nach Einführung des Systems und bei Übergang zum Nachfolgemodell CaseTrain.
6 Zusammenfassung: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit hinsichtlich der Effektivität von webbasierten Trainingssystemen zur Ergänzung der klassischen medizinischen Lehre.
7 „CaseTrain“ als „Weiterentwicklung“ des Trainers: Vorstellung des Nachfolgesystems CaseTrain, dessen Konzeption, Anforderungen, technische Neuerungen sowie erste Evaluationsergebnisse.
E-Learning, medizinische Ausbildung, d3web.Train, CaseTrain, Fallbasiertes Lernen, Rheumatologie, Immunologie, Problemorientiertes Lernen, Blended Learning, Evaluation, Medizinstudium, Lehrkonzepte, Arztbriefe, Wissensvermittlung, Approbationsordnung
Die Arbeit behandelt die Einführung, Entwicklung und Evaluation eines fallbasierten, webgestützten Trainingssystems (d3web.Train) zur Unterstützung der Lehre in der klinischen Immunologie und Rheumatologie.
Zentral sind die Anwendung von E-Learning-Systemen, das problemorientierte Lernen in der medizinischen Ausbildung, die Konvertierung klinischer Falldaten aus Arztbriefen in Trainingsfälle sowie die didaktische Evaluation dieser Instrumente.
Ziel ist es, zu evaluieren, inwieweit ein fallbasiertes Online-Trainingsprogramm als verpflichtende Ergänzung zur klassischen Vorlesung die Akzeptanz, Motivation und den subjektiven Lernerfolg der Studierenden verbessert.
Es wurde ein umfassendes Evaluationskonzept angewandt, das Online-Fragebögen (zu Beginn und am Ende des Kurses), feedbackbasierte Fragebögen nach jeder Fallbearbeitung sowie eine Analyse der Log-Files und Klausurergebnisse umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des technischen Systems d3web.Train, der Methoden zur Fallerstellung (inkl. des Konvertierungstools Phoenix), die detaillierte Darstellung des Kursdesigns und eine umfangreiche Analyse der Evaluationsergebnisse über mehrere Semester.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie E-Learning, Medizinische Ausbildung, Fallbasiertes Lernen, d3web.Train, CaseTrain, Evaluation und Rheumatologie charakterisiert.
Dies erfolgte durch spezialisierte Autorensysteme und ein eigens entwickeltes Konvertierungstool namens "Phoenix", das Textdokumente (Arztbriefe) in ein für das Trainingssystem nutzbares XML-Format zerlegt.
Der Übergang auf CaseTrain ermöglichte eine vereinfachte Benutzeroberfläche und verbesserte technische Leistung, was sich in einer noch besseren Bewertung der Bedienbarkeit und Inhalte durch die Studierenden widerspiegelte.
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