Bachelorarbeit, 2013
70 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Atopische Dermatitis im Säuglingsalter
2.1.1 Definition
2.1.2 Symptome
2.1.3 Erkrankungshäufigkeit
2.1.4 Nahrungsmittelallergene als Krankheitsauslöser
2.2 Kuhmilchproteinallergie
2.3. Einfluss der mütterlichen Ernährung und Stilldauer auf die atopische Dermatitis
2.3.1. Auswirkung des Stillens auf die atopische Dermatitis des Säuglings
2.3.2 Restriktionsdiät der Mutter während der Schwangerschaft und Stillzeit
2.4. Standard-Säuglingsnahrungen bei atopischer Dermatitis
2.4.1 Teilweise hydrolysierte Säuglingsnahrung
2.4.2 Extensiv hydrolysierte Säuglingsnahrung
2.4.3 Aminosäurebasierte Säuglingsnahrung
2.5. Wirksamkeit der Säuglingsnahrungen bei atopischer Dermatitis
2.5.1 Prävention und Therapie atopischer Dermatitis durch Säuglingsnahrungen
2.5.2 Auswirkung von Kuhmilchsäuglingsnahrung auf die atopische Dermatitis
2.5.3 Vergleich zwischen der Wirkung partieller und extensiver Hydrolysate
2.6 Einfluss allergener Lebensmittel auf die atopische Dermatitis des Säuglings
3. Methoden
3.1 Suchstrategie und Vorgehen
3.2 Eingrenzungen bei der Literatursuche
3.3 Suchmethoden in den Datenbanken
3.3.1 Suche anhand des MeSH-Thesaurus bei Medline
3.3.2 Suche in der Cochrane Library und weiteren Datenbanken
3.4. Verwendete Literaturquellen
3.4.1 Bewertung der verwendeten Studien
3.4.2 Verwendete systematische und sonstige Übersichtarbeiten
4. Ergebnisse und Diskussion
4.1 Variation der Säuglingsnahrungsbasis
4.1.1 Inhaltsstoffe der Rohmilch
4.1.2 Verwendung von anderen Säugetiermilchen außer Kuhmilch
4.1.3 Soja-und Getreidesäuglingsnahrungseinsatz
4.2 Wirkung der Anreicherungsmethoden auf die atopische Dermatitis
4.2.1 Probiotika
4.2.3 Prebiotika
4.2.2 Symbiotika
4.2.3 Langkettige ungesättigte Fettsäuren
4.3 Diskussion über die Aussagekraft verwendeter Literatur
5. Schlussfolgerung und Ausblick
5.1 Handlungsempfehlungen und Konsequenzen
5.2 Forschungsbedarf
6. Zusammenfassung und Summary
6.1 Zusammenfassung
6.2 Summary
Diese Bachelorarbeit untersucht, welche Kriterien Säuglingsnahrungen in ihrer Zusammensetzung erfüllen müssen, um effektiv zur Prävention und Behandlung der atopischen Dermatitis (AD) bei Säuglingen beizutragen, wobei insbesondere der Vergleich zwischen Muttermilch und industriell gefertigten Spezialnahrungen im Fokus steht.
2.4.1 TEILWEISE HYDROLYSIERTE SÄUGLINGSNAHRUNG
Nicht vollständig hydrolysierte Säuglingsnahrung aus Kuhmilchprotein wird für die tägliche Verwendung zur AD-Prävention gesunder Säuglinge empfohlen, auch wenn ihre Wirkung bezüglich der Allergieverminderung nicht gesichert ist (Alexander et al. 2010, S. 422; Jin et al. 2011, S. 689). Statt extensiv wird teilweise hydrolysierte Säuglingsnahrung als Standardsäuglingsnahrung bei ausbleibendem Stillen eingesetzt (Alexander et al. 2010, S. 428 f.). Bis zu zwei Jahre alte thailändische Säuglinge mit Kuhmilchproteinallergie, die gängige Kuhmilchsäuglingsnahrung nicht vertragen, tolerieren meist teilweise hydrolysierte Säuglingsnahrung. Die Symptome verschwinden zu 90 Prozent innerhalb von zwei Wochen, zeigt die klinische Studie von Ngamphaiboon et al. mit 382 Säuglingen (2008, S. 199). Bei Kindern ohne atopische Familiengeschichte sollten ebenfalls partielle Hydrolysate verwendet werden, da in der GINI-Kohorte durch die Verwendung ein eindeutiger Rückgang der Erkrankungen hervorgeht (Berg 2009, S. 244). Ein weiterer Vorteil der teilweise hydrolysierten Säuglingsnahrung ist die leichtere Verdaulichkeit im Vergleich zu konventioneller Kuhmilchflaschennahrung (Bahna 2008, S. 456). Wenn AD und Kuhmilchproteinallergie gleichzeitig vorliegen, erweist sich teilweise hydrolysierte Säuglingsnahrung nicht als empfehlenswert. Es können darin intakte Kuhmilchproteine, also immunogene Peptide, enthalten sein (Bahna 2008, S. 453, 456, Greer et al. 2008, S. 187). Bei Säuglingen die allergisch auf elterliche Proteine reagieren, lösen teilweise hydrolysierte Säuglingsnahrungen ebenfalls Allergien aus (Bahna 2008, S. 456). Von einer Gesundheitsschädigung ist durch die vorübergehende Aufnahme intakter Proteine jedoch nicht auszugehen (Vandenplas 2010, S. 357). Eine Alternative stellen die extensiv hydrolysierten Säuglingsnahrungen dar.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Säuglingsnahrung bei atopischer Dermatitis ein und stellt die Forschungsfrage nach den Anforderungen an eine geeignete Zusammensetzung zur Prävention und Behandlung.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die atopische Dermatitis, beschreibt Symptome sowie die Kuhmilchproteinallergie und analysiert den Einfluss von Stillen, mütterlicher Ernährung und verschiedenen Hydrolysat-Arten.
3. Methoden: Hier werden die systematische Literaturrecherche, die Suchstrategien in medizinischen Datenbanken sowie die Kriterien zur Bewertung der einbezogenen Studien dargelegt.
4. Ergebnisse und Diskussion: Es erfolgt die detaillierte Analyse der Nahrungsgrundlagen und Anreicherungsmethoden, wobei die Wirksamkeit von Probiotika, Prebiotika, Symbiotika und Fettsäuren bei AD diskutiert wird.
5. Schlussfolgerung und Ausblick: Dieses Kapitel resümiert die kontroverse Datenlage, gibt Handlungsempfehlungen für das Fachpersonal und identifiziert künftige Forschungsbedarfe.
6. Zusammenfassung und Summary: Das abschließende Kapitel bietet eine komprimierte Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse der Arbeit in deutscher und englischer Sprache.
Atopische Dermatitis, Säuglingsnahrung, Kuhmilchproteinallergie, Hydrolysat, Prävention, Therapie, Muttermilch, Stillen, Probiotika, Prebiotika, Symbiotika, Langkettige ungesättigte Fettsäuren, Ernährung, Allergie, GINI-Studie
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der Säuglingsernährung bei der Entstehung, Prävention und Behandlung der atopischen Dermatitis bei Säuglingen und untersucht die Wirksamkeit verschiedener Nahrungszusammensetzungen.
Die zentralen Felder umfassen die Pathophysiologie der atopischen Dermatitis, die Auswirkungen von Stillen und mütterlicher Ernährung sowie die spezifische Wirksamkeit von hydrolysierten und angereicherten Spezialnahrungen.
Das Ziel ist es, Kriterien für eine geeignete Säuglingsnahrung zu identifizieren, die zur Prävention und Linderung der atopischen Dermatitis beitragen kann, und die Wirksamkeit handelsüblicher Produkte zu bewerten.
Die Autorin verwendet eine systematische Literaturrecherche, bei der Studien aus medizinischen Online-Datenbanken nach wissenschaftlichen Evidenzkriterien gefiltert, bewertet und in einer Meta-Analyse diskutiert werden.
Der Hauptteil behandelt die Variation der Nahrungsbasis, die Wirkung von Anreicherungsmethoden wie Probiotika, Prebiotika und Fettsäuren auf die atopische Dermatitis sowie eine kritische Diskussion der verwendeten Literatur.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie atopische Dermatitis, Hydrolysate, Allergieprävention, Muttermilch, Probiotika, Prebiotika und Ernährungsinterventionsstudien charakterisieren.
Kuhmilch stellt ein häufiges Allergen dar, das bei einem erheblichen Teil der Kinder mit atopischer Dermatitis eine Kuhmilchproteinallergie auslösen oder die Symptome der Dermatitis verschlechtern kann.
Anreicherungen sollen die Zusammensetzung der Muttermilch imitieren oder bestimmte gesundheitsfördernde Eigenschaften (z.B. durch Probiotika oder Omega-3-Fettsäuren) einbringen, um die Darmbarriere zu stärken und Entzündungen zu reduzieren, wobei die Beweislage jedoch oft kontrovers bleibt.
Die Autorin bewertet mütterliche Auslassdiäten aufgrund der unklaren Datenlage und potenzieller Nährstoffunterversorgung des Kindes als kontrovers und rät dazu, solche Maßnahmen nur bei nachgewiesener Allergie und in professioneller Begleitung durchzuführen.
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