Bachelorarbeit, 2012
32 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Konzeptionelle Grundlagen
2.1.Leasing
2.1.1. Definition Leasing
2.1.2. Formen des Leasings
2.2.Liquiditätsrisiko
2.2.1. Definition Liquidität
2.2.2. Definition Risiko
2.2.3. Definition Liquiditätsrisiko
2.3.Risiken im Leasinggeschäft
3. Steuerung der Liquiditätsrisiken im Leasinggeschäft
3.1.Aufsichtsrechtliche Anforderungen
3.1.1. Kreditwesengesetz
3.1.2. Mindestanforderungen an das Risikomanagement
3.2.Ansatz zur Steuerung
3.2.1. Grundlagen der Steuerung
3.2.2. Erstellung Liquiditätsübersicht
3.2.3. Festlegung eines geeigneten Zeitraums
3.2.4. Implementierung eines Frühwarnungs- System
3.2.5. Stresstests
3.2.6. Notfallplanung
3.2.7. Berichterstattung
4. Vergleich herausgearbeiteter Ansatz und praktische Steuerung anhand einer mittelständischen Leasinggesellschaft
5. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit erarbeitet einen praxisorientierten Ansatz zur Steuerung von Liquiditätsrisiken in Leasinggesellschaften, der gleichzeitig die strengen aufsichtsrechtlichen Anforderungen der MaRisk erfüllt. Ziel ist es, ein Modell zu entwickeln, das besonders für mittelständische Unternehmen praktikabel ist, ohne die notwendige regulatorische Konformität zu gefährden.
3.2.4 Implementierung eines Frühwarnsystems
Nachdem nun eine Liquiditätsübersicht erstellt ist und bestimmt wurde, für welche Zeiträume diese zu überwachen sind, folgt der nächste Schritt: die eigentliche Überwachung. Fundamentales Ziel einer jeden Liquiditätsteuerung ist grundsätzlich die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit; oder anders betrachtet die Vermeidung von Liquiditätsengpässen. Ein Liquiditätsengpass liegt vor, wenn ein Unternehmen die anfallenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen kann und ist die Vorstufe der Illiquidität.
Eine Leasinggesellschaft hat im ersten Schritt zu definieren, ab wann ein Liquiditätsengpass vorliegt. Dies kann unter anderem mit Hilfe der bereits genannten Liquiditäts-/Beobachtungskennzahlen geschehen, aber auch über andere individuell vordefinierte Kennzahlen erfolgen. Für den Fall, dass ein solcher Liquiditätsengpass vorliegt, sind präzise, vorab definierte Maßnahmen festzulegen, welche dann ergriffen werden können. Die möglichen unterschiedlichen Ursprünge des Liquiditätsengpasses müssen hierbei mit einbezogen werden, so dass eine dementsprechend differenzierte und zweckmäßige Ausgestaltung der Maßnahmen erfolgen kann.
Zweck der Liquiditätssteuerung ist es allerdings solche Liquiditätsengpässe schon vor ihrem Auftreten zu vermeiden. Dafür ist ein leistungsfähiges Frühwarnsystem in die Gesamtsteuerung zu integrieren, welches rechtzeitig zukünftige Probleme in der Liquiditätssteuerung erkennen lässt. Dieses System sollte allerdings nicht lediglich auf einer Kennzahl beruhen, vielmehr sollte es durch eine Vielzahl von unterschiedlichen Kennzahlen angemessen diversifiziert sein um bestmögliche Ergebnisse zu liefern.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die zunehmende Bedeutung des Leasings sowie die damit verbundenen aufsichtsrechtlichen Herausforderungen für das Risikomanagement.
2. Konzeptionelle Grundlagen: Es werden die Definitionen von Leasing, Liquidität und Risiko sowie die spezifischen Risikoarten im Leasinggeschäft erläutert.
3. Steuerung der Liquiditätsrisiken im Leasinggeschäft: Dieses Kernkapitel behandelt die aufsichtsrechtlichen Anforderungen und entwickelt einen umfassenden Steuerungsansatz mit operativen Instrumenten.
4. Vergleich herausgearbeiteter Ansatz und praktische Steuerung anhand einer mittelständischen Leasinggesellschaft: Der entwickelte theoretische Ansatz wird anhand einer Fallstudie auf seine praktische Anwendbarkeit und den Pragmatismus in einem mittelständischen Unternehmen geprüft.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung, dass pragmatische Risikosteuerungsansätze für Leasinggesellschaften essenziell sind, um regulatorische Anforderungen effizient zu erfüllen.
Leasing, Liquiditätsrisiko, Risikomanagement, MaRisk, Aufsichtsrecht, Liquiditätsübersicht, Frühwarnsystem, Stresstests, Notfallplanung, Finanzdienstleister, Zahlungsfähigkeit, Eigenkapitalquote, Refinanzierung, Kreditwesengesetz, Risikotoleranz
Die Arbeit befasst sich mit der Steuerung von Liquiditätsrisiken in Leasinggesellschaften und wie diese trotz steigender aufsichtsrechtlicher Anforderungen praktikabel umgesetzt werden kann.
Die Schwerpunkte liegen auf den aufsichtsrechtlichen Anforderungen (MaRisk), der Konzeption einer Liquiditätsübersicht, der Implementierung von Frühwarnsystemen sowie der praktischen Durchführung von Stresstests und Notfallplanung.
Das Ziel ist die Erarbeitung eines Steuerungsmodells, das regulatorisch konform und gleichzeitig an die spezifischen Bedürfnisse mittelständischer Leasinggesellschaften angepasst ist.
Der Autor kombiniert theoretische Ableitungen aus Gesetzestexten und Fachliteratur mit einem praktischen Vergleich anhand einer Fallstudie (Analyse einer mittelständischen Leasinggesellschaft).
Im Hauptteil wird der Prozess von der Erstellung einer Liquiditätsübersicht über die Definition von Schwellenwerten bis hin zur Notfallplanung und regelmäßigen Berichterstattung detailliert dargestellt.
Besonders prägend sind die Begriffe Leasing, Liquiditätsrisiko, MaRisk, Stresstests und Risikomanagement.
Die X-LG agiert aufgrund ihrer hohen Eigenkapitalquote und der hohen Vorhersehbarkeit ihrer Zahlungsströme sehr pragmatisch, was den theoretischen Steuerungsaufwand deutlich reduziert.
Sie erlaubt es, das Risikomanagement an die individuelle Komplexität und Art des Geschäftsmodells anzupassen, anstatt starre, unpassende Vorgaben für alle Institute gleichermaßen anzuwenden.
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