Bachelorarbeit, 2012
141 Seiten, Note: 1,2
1 Einleitung
1.1 Überblick zum aktuellen Forschungsstand
1.2 Begriffserklärungen
1.2.1 Duales Rundfunksystem in Deutschland
1.2.2 Auslandsberichterstattung
1.2.3 Neue Medien
1.2.4 Nachrichtenselektion und Gatekeeper
1.2.5 User Generated Content
1.2.6 Bürgerjournalismus / Citizen Journalism
2 Auslandsberichterstattung im deutschen Fernsehen im Überblick
2.1 Die Auslandsberichterstattung im historischen Kontext
2.1.1 Technische Entwicklung des Nachrichtenwesens
2.1.2 Die Anfänge der Auslandsberichterstattung im Fernsehen der BRD
2.1.3 Die „Aufteilung der Welt“ unter den ARD-Anstalten
2.1.4 Zusammenfassung der Geschichte
2.2 Funktionen der Auslandsberichterstattung
2.3 Auslandsberichterstattung im Zeitalter der Globalisierung
2.4 Die Korrespondentennetze der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten
2.4.1 Die Auslandsberichterstattung der privaten Fernsehsender
2.4.2 Das ARD-Korrespondentennetz
2.4.3 Das ZDF-Korrespondentennetz
2.4.4 Fazit – die Korrespondentennetze von ARD und ZDF im Vergleich
2.5 Auslandsberichterstattung im Fernsehprogramm
2.5.1 Weltspiegel
2.5.2 auslandsjournal
2.5.3 Weitere Auslandsformate
2.6 Befragung von Auslandskorrespondenten und Auslandsredaktionen der öffentlich – rechtlichen Sender
2.6.1 Vorgehen
2.6.2 Resultate
3 Der Einfluss neuer Medien auf die Auslandsberichterstattung
3.1 Neue Medien und technische Veränderungen im Journalismus
3.1.1 Rückblick auf technische Veränderungen in der Auslandsberichterstattung
3.1.2 Neue Technologien – neue Möglichkeiten
3.2 Die Verwendung neuer Medien im journalistischen Alltag – Ergebnisse der Online-Befragung
3.2.1 Kommunikation
3.2.2 Themenfindung und Recherche
3.2.3 Überprüfen von Informationen aus dem Internet
3.2.4 Erfahrung mit User Generated Content und Bürgerjournalismus
3.2.5 Die Verwendung von Internetvideos
3.2.6 Produktion
3.3 Das Content Center von ARD-aktuell
3.4 Der hochbeschleunigte Nachrichtenkreislauf: Quantität vs. Qualität
3.5 Reporter 2.0: Konkurrent oder Kollege?
3.6 Entwicklungstendenzen in der Auslandsberichterstattung
4 Fazit
4.1 Werden Auslandskorrespondenten in Zukunft überflüssig sein?
4.2 Empfehlungen für die Zukunft
Diese Bachelorarbeit untersucht den Wandel der Fernseh-Auslandsberichterstattung im Zeitalter der Globalisierung und analysiert, wie neue Medien und Technologien die Arbeit der Auslandskorrespondenten der öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland beeinflussen. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie die neuen technischen Möglichkeiten von Auslandskorrespondenten bei ihrer täglichen Arbeit eingesetzt werden und inwiefern diese die klassische TV-Auslandsberichterstattung verändern, insbesondere im Hinblick auf das Spannungsfeld zwischen Quantität, Schnelligkeit und journalistischer Qualität.
3.2.1 Kommunikation
Heute verwenden Auslandskorrespondenten, wie auch die deutsche Gesamtbevölkerung im Allgemeinen, fast ausnahmslos vernetzte Technologien zur Kommunikation. Die E-Mail wird dabei am häufigsten und intensivsten genutzt und ist gemeinhin das wichtigste Kommunikationsmittel der Korrespondenten. Dies lässt sich einerseits auf die kostenfreie Nutzungsmöglichkeit zurückführen (vorausgesetzt ein Internetanschluss ist vorhanden), als auch auf den hohen Grad der Flexibilität, die eine Kommunikation per E-Mail bietet. E-Mails können jederzeit versendet und zeitlich unabhängig davon abgerufen werden. Gerade für Auslandskorrespondenten, die aufgrund von Reisen und Zeitverschiebung oft nur eingeschränkt für die deutschen Redaktionen erreichbar sind, ist die E-Mail somit ein unkompliziertes Mittel der Kontaktaufnahme.
Das bestätigt auch Gábor Halász, der für die ARD häufig in Afghanistan unterwegs ist. Dort ist er, dank E-Mail und der Möglichkeit diese auch mit dem Handy abzurufen, eigentlich immer erreichbar. In der Regel erfolgt der Kontakt zur Redaktion in Deutschland bei ihm über E-Mail und Telefon. Auch wenn die telefonische Erreichbarkeit mitunter organisatorische Hürden mit sich bringt: Reist er nach Afghanistan, hat Halász bis zu drei Telefone bei sich: „ein Deutsches, ein Englisches und ein Afghanisches.“ Auf irgendeinem Wege sei er dann immer erreichbar.
In der Regel greifen die meisten Korrespondenten, neben der Kommunikation per E-Mail wie Gábor Halász, auf das Telefon zurück. Hauptsächlich um genauere Absprachen vorzunehmen und sicher zu gehen, dass ihre E-Mail auch die jeweilige Zielperson erreicht hat. Denn „[a]nders als beim direkten Telefonkontakt wissen Auslandsjournalisten [oft] nicht, ob die Inhalte die Entscheidenden in den Heimatredaktionen erreicht haben, da diese mit einer Flut von E-Mails auch aus anderen Berichtsregionen zu kämpfen haben, aus der sie die jeweils relevanten Themen zielsicher und schnell herausfiltern […] müssen.“
Insgesamt verwenden die Auslandskorrespondenten für den Kontakt mit ihren Ansprechpartnern in Deutschland einen „Kommunikationsmix, bestehend aus E-Mail und Telefon“. Die virtuelle Kommunikation per E-Mail kann das persönliche Gespräch bisher nicht vollständig ersetzen und der persönliche, direkte Kontakt per Telefon ist nach wie vor wichtig.
1 Einleitung: Vorstellung des Forschungsfeldes, der aktuellen Relevanz und der methodischen Herangehensweise an die Untersuchung der Auslandsberichterstattung.
2 Auslandsberichterstattung im deutschen Fernsehen im Überblick: Historischer Rückblick auf die Entwicklung des Nachrichtenwesens, der Rolle der Auslandskorrespondenten und der Strukturen der öffentlich-rechtlichen Korrespondentennetze.
3 Der Einfluss neuer Medien auf die Auslandsberichterstattung: Detaillierte Analyse technischer Veränderungen und ihrer praktischen Auswirkungen auf Kommunikation, Recherche, Verifizierung und den Produktionsalltag der Journalisten.
4 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse sowie Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Empfehlungen zur Anpassung der Auslandsberichterstattung.
Auslandsberichterstattung, Auslandskorrespondenten, ARD, ZDF, neue Medien, Internet, Globalisierung, Journalismus, Nachrichtenselektion, Gatekeeper, Bürgerjournalismus, Reporter 2.0, Qualität, Verifizierung, Nachrichtenkreislauf
Die Arbeit befasst sich mit dem Wandel der Fernseh-Auslandsberichterstattung in einem zunehmend globalisierten Medienumfeld und untersucht dabei kritisch den Einfluss neuer digitaler Medien auf die professionelle Arbeit der Auslandskorrespondenten.
Zentrale Themen sind die historische Einordnung der Auslandsberichterstattung, die Funktionsweise der öffentlich-rechtlichen Korrespondentennetze, der Einfluss technischer Innovationen sowie die Herausforderungen durch nutzergenerierte Inhalte und Bürgerjournalismus.
Das Hauptziel ist es zu verstehen, wie Auslandskorrespondenten neue Technologien in ihren Arbeitsalltag integrieren und welche Auswirkungen dies auf die Qualität und Schnelligkeit der Nachrichtenproduktion im öffentlich-rechtlichen Fernsehen hat.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer webbasierten Online-Befragung von Auslandskorrespondenten von ARD und ZDF, ergänzt durch Experteninterviews und eine Befragung von Auslandsredaktionen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Berichterstattung, eine detaillierte Untersuchung der Korrespondentennetze von ARD und ZDF sowie eine umfangreiche Auswertung der Befragungsergebnisse zu Kommunikation, Recherche und technischem Alltag der Reporter.
Wesentliche Begriffe sind Globalisierung, Gatekeeper, Reporter 2.0, Bürgerjournalismus, Qualität versus Quantität im Nachrichtenkreislauf sowie die öffentlich-rechtliche Grundversorgung.
Das Content Center dient als beispielhafte Organisationseinheit für den professionellen Umgang mit sozialen Medien und nutzergenerierten Inhalten, um die Verifizierung von Bildmaterial in einem komplexen Nachrichtenumfeld zu gewährleisten.
Die meisten Korrespondenten bewerten den Einfluss als positiv, da sie durch moderne Technik schneller und flexibler arbeiten können, betonen jedoch gleichzeitig das Risiko eines steigenden Zeitdrucks, der zu Lasten der journalistischen Gründlichkeit gehen kann.
Der klassische Korrespondent ist dauerhaft im Ausland stationiert und fungiert als tiefgründiger Experte der Region, während der Parachute Correspondent (Fallschirm-Korrespondent) nur kurzfristig für spezifische Krisen oder Ereignisse anreist.
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