Bachelorarbeit, 2013
77 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1. Kredit und Kreditrisiko
2.2. Kreditrisikotransferinstrumente
2.2.1. Traditionelle Kreditrisikotransferinstrumente
2.2.2. Kapitalmarktorientierte Kreditrisikotransferinstrumente
3. Kreditderivate
3.1. Grundstruktur und Vertragselemente eines Kreditderivates
3.2. Systematisierung der Kreditderivate
3.3. Typologie der Kreditderivate
3.3.1. Grundformen der Kreditderivate
3.3.1.1. Credit Default Swap
3.3.1.2. Total Return Swap
3.3.1.3. Credit Spread Option
3.3.2. Hybride Formen der Kreditderivate
3.3.2.1. Credit Linked Note
3.3.2.2. Synthetische Collateralized Debt Obligations
3.3.3. Exotische Formen der Kreditderivate
3.3.3.1. Auf Credit Default Swaps basierende Varianten
3.3.3.2. Weitere Varianten
3.4. Der Markt der Kreditderivate
3.4.1. Entstehungsgeschichte
3.4.2. Marktentwicklung und Marktstruktur
4. Risikomanagement mit Kreditderivaten
4.1. Begriff des Risikomanagements
4.2. Motive für den Einsatz von Kreditderivaten zur Risikosteuerung
4.2.1. Kreditportfoliooptimierung
4.2.1.1. Risikoabsicherung
4.2.1.2. Risikoübernahme
4.2.2. Kreditlinienmanagement
5. Kritische Würdigung des Einsatzes von Kreditderivaten in Portfolios
5.1. Chancen aus Kreditderivaten
5.2. Risiken aus Kreditderivaten
5.2.1. Informationsasymmetrien zwischen den Vertragspartnern
5.2.2. Liquiditätsrisiko
5.2.3. Rechtsrisiko
5.2.4. Betriebsrisiko
5.2.5. Kontrahentenausfallrisiko
6. Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit ist es, das Potenzial von Kreditderivaten als Instrumente zur aktiven Risikosteuerung von Kreditportfolios zu analysieren und deren Bedeutung im modernen Kreditrisikomanagement zu beleuchten. Dabei wird untersucht, wie Banken diese Finanzinstrumente nutzen können, um Kreditrisiken zu isolieren, zu übertragen und die Performance ihrer Kreditportfolios zu optimieren.
3.3.1.1. Credit Default Swap
Der Credit Default Swap (CDS) ist aufgrund seines relativ einfachen Aufbaus das am häufigsten gehandelte Kreditderivat auf dem Finanzmarkt. Darüber hinaus bildet er die wesentliche Grundlage für die Entwicklung und Ausprägung komplexer Produkte in Verbindung mit Anleihen bzw. synthetischen Verbriefungen, wie z.B. den Credit Link Notes oder den synthetischen Collateralized Debt Obligations.67 CDS lassen sich wie folgt definieren:
„Credit Default Swaps are bilateral contracts in which one counterparty pays a fee periodically, […] in return for a contingent payment by the protection seller, following a credit event of a reference security”68.
Demnach ist ein CDS ein Vertrag zwischen zwei Parteien, bei dem eine Vertragspartei (Sicherungsnehmer) eine periodische Prämie dafür zahlt, dass sie im Falle eines Default-Ereignisses des Referenzaktivums (Underlying) von der Gegenseite (Sicherungsgeber) eine Ausgleichszahlung erhält.
Bei Eintritt des vertraglich definierten Kreditereignisses (Credit Event) wird die Ausgleichszahlung in Höhe der im CDS-Vertrag vereinbarten Abwicklungsmethode fällig. Die Ausgleichszahlung kann, wie bereits in Kapitel 3.1 beschrieben, als physische Lieferung oder als Bargeldausgleich erfolgen.
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die wachsende Bedeutung von Kreditderivaten vor dem Hintergrund zunehmender Globalisierung und der Notwendigkeit eines stetigen Kreditrisikomanagements, um auf turbulente Finanzmärkte reagieren zu können.
2. Grundlagen: Es werden die begrifflichen Grundlagen von Kredit und Kreditrisiko sowie die Abgrenzung von traditionellen zu kapitalmarktorientierten Kreditrisikotransferinstrumenten erläutert.
3. Kreditderivate: Dieses Kapitel liefert eine fundierte Analyse der Struktur, Systematisierung und Typologie von Kreditderivaten, einschließlich ihrer Grundformen, hybriden und exotischen Varianten sowie der Entwicklung des Marktes.
4. Risikomanagement mit Kreditderivaten: Hier wird der Prozess des Risikomanagements dargestellt und aufgezeigt, wie Kreditderivate zur gezielten Optimierung von Kreditportfolios durch Risikoabsicherung, Risikoübernahme und Kreditlinienmanagement beitragen können.
5. Kritische Würdigung des Einsatzes von Kreditderivaten in Portfolios: Eine kritische Betrachtung der Chancen und Risiken, wie Informationsasymmetrien, Liquiditäts-, Rechts- und Betriebsrisiken, die mit der Nutzung dieser Derivate im Finanzsektor einhergehen.
6. Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die Bedeutung von Kreditderivaten zusammen und skizziert die zukünftige Entwicklung im Kontext zunehmender Regulierung und verbesserter Markttransparenz.
Kreditderivate, Kreditrisikomanagement, Risikotransfer, Credit Default Swap, Total Return Swap, Credit Linked Note, Synthetische CDO, Bonitätsrisiko, Ausfallrisiko, Portfoliooptimierung, Marktentwicklung, OTC-Handel, Kontrahentenausfallrisiko, Basel III, Finanzmärkte.
Die Arbeit behandelt die Rolle von Kreditderivaten als moderne Finanzinstrumente zur aktiven Steuerung und Absicherung von Kreditrisiken innerhalb von Bankportfolios.
Die Arbeit deckt die Definition und Systematisierung von Kreditrisiken, die Funktionsweise unterschiedlicher Derivatetypen, die Marktentwicklung sowie eine kritische Abwägung der damit verbundenen Chancen und Risiken ab.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwiefern Kreditderivate zur Risikosteuerung eingesetzt werden können und welche Bedeutung sie für ein effektives Kreditrisikomanagement im modernen Bankensektor haben.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten literaturgestützten Analyse der theoretischen Konzepte von Kreditderivaten sowie der Auswertung von empirischen Marktdaten zur Entwicklung des Kreditderivate-Handels.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Instrumente, die Anwendung im Risikomanagement sowie eine detaillierte kritische Würdigung der Risikofaktoren wie Informationsasymmetrien und operationelle Gefahren.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Kreditrisikomanagement, Credit Default Swap, Risikotransfer und Finanzmarktstabilität charakterisieren.
Da Kreditderivate meist außerbörslich (OTC) gehandelt werden, besteht die Gefahr, dass der Vertragspartner bei Eintritt eines Kreditereignisses seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann, was zu erheblichen Verlusten beim Sicherungsnehmer führt.
Die Krise führte zu einem deutlichen Rückgang des Marktvolumens und rückte das Kontrahentenausfallrisiko in den Fokus, was Regulierungsbehörden zu einer verstärkten Kontrolle und der Förderung zentraler Gegenparteien veranlasste.
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