Bachelorarbeit, 2011
50 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 E-Learning – eine Einführung
2.1 Begriffsbeschreibung
2.2 Formen des E-Learning
3 Entwicklung und Förderung der Grundvoraussetzungen von E-Learning
3.1 Geschichte des E-Learning
3.2 Institutionelle Förderung von E-Learning
3.2.1 Europäische Förderung
3.2.2 Förderung in Deutschland
3.2.3 Fazit der Förderung
4 Gründe und Ziele von E-Learning an berufsbildenden Schulen
4.1 Besonderheiten der berufsbildenden Schule
4.2 Potentiale von E-Learning
4.2.1 Fördern von Kompetenzen
4.2.2 Zeit- und ortsunabhängiges Lernen
4.2.3 Kommunikation
4.2.4 Elektronische Lernmaterialien
4.2.5 Lernerfolgskontrolle
4.2.6 Unterstützung von kooperativen Lernen
4.3 Förderung des selbstgesteuerten Lernens
4.4 Motivation und E-Learning
4.5 Kritische Betrachtungsweise von E-Learning
5 Die Erstellung von E-Learning-Programmen
5.1 Schaffung der Rahmenbedingungen für erfolgreiches E-Learning
5.1.1 Technische Infrastruktur
5.1.2 Die Aufbereitung von Inhalten
5.1.3 Lernende /Lehrende
5.2 Gestaltung von E-Learning-Programmen
5.3 Betreuung von E-Learning-Programmen
6 E-Learning an Berufsbildenden Schulen
6.1 Einsatzmöglichkeiten von E-Learning in der Schule
6.2 Die Lernplattform Moodle
6.3 E-Learning-Programme an der BBS1 in Leer
7 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz von E-Learning an berufsbildenden Schulen. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie E-Learning-Programme den Unterricht sinnvoll ergänzen können, welche Potenziale sie für die individuelle Förderung bieten und welche Rahmenbedingungen sowie Anforderungen an Lehrkräfte für eine erfolgreiche Implementierung erforderlich sind.
4.1 Besonderheiten der berufsbildenden Schule
In keiner anderen Schulform herrscht soviel Heterogenität wie in der berufsbildenden Schule. In zahlreichen Schulformen dieser Einrichtung kommt es vor, dass sowohl Absolventen ohne Hauptschulabschluss, als auch Abiturienten zusammen in einer Schulklasse auftreten. Auch die Karriereinteressen können sehr unterschiedlich ausfallen. Während ein Abiturient eventuell lediglich Praxiserfahrung in der Lehre eines handwerklichen Berufes sammeln möchte, um später einen eigenen Betrieb zu gründen, geht es für Jugendliche ohne Abschluss oft darum, mit der dualen Ausbildung den Hauptschulabschluss nachzuholen um in dem Beruf jahrelang weiter zu arbeiten (vgl. Rauner & Piening 2010, S. 9).
Die theoretischen Vorkenntnisse sind aufgrund der vorher besuchten Schulen also grundlegend verschieden. Zudem kommt es häufig vor, dass die Berufsschüler bereits andere berufsbildende Schulformen besucht haben. Andere haben bereits eine Ausbildung erfolgreich absolviert und verfügen schon über berufsbezogene Kenntnisse. Hinzu kommt, dass innerhalb einer Klasse die Qualität und der Einsatz der Ausbildung innerhalb der verschiedenen Lehrbetriebe stark variieren können. Und auch in Schulformen, die nicht zur dualen Ausbildung gehören, wie zum Beispiel ein Wirtschaftsgymnasium einer berufsbildenden Schule, treffen Schüler aufeinander, die vom Gymnasium oder von der Realschule kommen oder die bereits andere Ausbildungen absolviert haben. Neben den theoretischen und berufsbezogenen Vorkenntnissen ist auch das Alter in berufsbildenden Schulen somit höchst unterschiedlich (vgl. Rauner & Piening 2010, S. 10 ff.). Laut einer Studie von Rauner und Piening (2010, S. 11 f.) sind die Unterschiede der Schüler teilweise extrem groß. So besteht in einem untersuchten dritten Ausbildungsjahr einer Elektroniker-Klasse zwischen den schlechtesten und den besten Schülern ein Unterschied im Kompetenzniveau von zwei(!) Ausbildungsjahren. Die schlechtesten Schüler erreichen selbst im dritten Ausbildungsjahr nur das Kompetenzniveau von Ausbildungsanfängern.
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Rolle von E-Learning zur Qualitätssteigerung im Unterricht an berufsbildenden Schulen innerhalb einer Wissensgesellschaft.
2 E-Learning – eine Einführung: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Begriffe und verschiedene Ausprägungen des E-Learning, wie etwa Blended Learning oder Computer Based Training.
3 Entwicklung und Förderung der Grundvoraussetzungen von E-Learning: Es wird die historische Entwicklung sowie die institutionelle Unterstützung durch EU und Bund bei der technischen Ausstattung von Schulen dargelegt.
4 Gründe und Ziele von E-Learning an berufsbildenden Schulen: Das Kapitel analysiert die spezifische Heterogenität an berufsbildenden Schulen und die Potenziale von E-Learning zur Kompetenzförderung und Motivation.
5 Die Erstellung von E-Learning-Programmen: Hier stehen die technischen Rahmenbedingungen, die didaktische Inhaltsaufbereitung und die Anforderungen an Lehrende bei der Gestaltung und Betreuung im Fokus.
6 E-Learning an Berufsbildenden Schulen: Dieses Kapitel untersucht den praktischen Einsatz, die Möglichkeiten von Lernplattformen wie Moodle und das konkrete Beispiel der BBS I in Leer.
7 Fazit und Ausblick: Eine kritische Zusammenfassung der Ergebnisse und ein Ausblick auf die notwendige Einbettung von E-Learning in didaktische Konzepte sowie den Bedarf an weiterer Forschung.
E-Learning, Berufsbildende Schulen, Blended Learning, Moodle, Selbstgesteuertes Lernen, Medienkompetenz, Unterrichtsqualität, Lernplattformen, Didaktik, Wissensgesellschaft, Kompetenzförderung, Lernmotivation, Lehrunterstützung, ICT, Medienintegration.
Die Arbeit behandelt den Einsatz und das Potenzial von E-Learning-Programmen zur Verbesserung des Unterrichts, speziell mit Blick auf die Anforderungen und Strukturen berufsbildender Schulen.
Zu den zentralen Themen gehören die technischen Voraussetzungen, didaktische Prinzipien der Inhaltsaufbereitung, die Rolle des selbstgesteuerten Lernens sowie die praktischen Einsatzmöglichkeiten digitaler Lernplattformen.
Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie E-Learning den Unterricht an berufsbildenden Schulen aufwerten kann, und die dafür notwendigen Grundvoraussetzungen und Erfolgsfaktoren zu definieren.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer praxisnahen Untersuchung der E-Learning-Angebote an der BBS I in Leer, um den theoretischen Rahmen mit der Realität abzugleichen.
Der Hauptteil befasst sich mit den Potenzialen von E-Learning zur Förderung von Kompetenzen und Motivation, den Anforderungen an eine lernförderliche Gestaltung sowie den Betreuungsmöglichkeiten durch Lehrkräfte.
Wichtige Begriffe sind E-Learning, berufsbildende Schulen, Blended Learning, selbstgesteuertes Lernen, Medienkompetenz und didaktische Konzepte.
An berufsbildenden Schulen treffen Schüler mit sehr unterschiedlichen Vorkenntnissen und Bildungsbiografien aufeinander; E-Learning bietet hier Ansätze, um diese Disparitäten durch individualisiertes Lernen besser aufzufangen.
Moodle dient als praxisnahes Beispiel für eine weit verbreitete, kostenlose Lernplattform, die aufgrund ihrer Flexibilität und Funktionalität sehr gut für die Umsetzung von Blended-Learning-Szenarien geeignet ist.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass E-Learning keine "Wunderwaffe" ist, die den Unterricht revolutioniert, sondern ein wertvolles, didaktisch sinnvoll zu integrierendes Instrument zur Ergänzung des traditionellen Unterrichts.
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