Masterarbeit, 2013
109 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Situationsbeschreibung
1.2 Verlauf der Arbeit
2 Der Klimawandel
2.1 Naturwissenschaftliche Grundlagen zum Klimawandel
2.1.1 Das Klima
2.1.2 Der natürliche Treibhauseffekt
2.1.3 Der natürliche Kohlenstoffkreislauf
2.2 Der anthropogene Treibhauseffekt
2.3 Emissionsszenarien und Klimawandelfolgen
2.3.1 SRES-Szenarien
2.3.2 Temperaturanstieg
2.3.3 Eisschmelze und Meeresspiegelanstieg
2.3.4 Änderung von Niederschlägen und Extremwetterereignissen
2.3.5 Kippelemente
2.3.6 Weitere Klimawandelfolgen für Mensch und Natur
2.4 Klimaschutz und Klimaanpassung als Handlungsoptionen
2.4.1 Klimaschutz
2.4.2 Klimaanpassung
3 Bewertung der öffentlichen Wahrnehmung des Themas
3.1 Klimaexperten räumen Zweifel am Klimawandel aus
3.2 Öffentliches Bewusstsein für den Klimawandel
3.3 Wissenslücken und Fehleinschätzungen
4 Internationale und deutsche Klimapolitik
4.1 Meilensteine internationaler Klimapolitik
4.2 Klimaschutzpolitik in Deutschland und der Europäischen Union
4.3 Berücksichtigung der Bildung in Strategiepapieren
5 Zwischenfazit und Ausblick
6 Das Untersuchungsdesign
6.1 Die Inhaltsanalyse
6.2 Die Kategorienbildung
6.3 Besonderheiten dieser Untersuchung
7 Klimawandel als Thema in niedersächsischen Schulen
7.1 Vorhandene Unterrichtsmaterialien
7.2 Analyse der Lehrpläne in der Sekundarstufe I
7.2.1 Hauptschule
7.2.2 Realschule
7.2.3 Gymnasium
7.2.4 Zusammenfassung Sekundarstufe I
7.3 Analyse der Lehrpläne berufsbildender Schulen
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, durch eine systematische Analyse niedersächsischer Lehrpläne zu klären, welche Bedeutung dem Thema Klimawandel im schulischen Kontext beigemessen wird, um so den Grad seiner Implementierung und Relevanz fundiert einzuschätzen.
2.1.1 Das Klima
Zwei Begriffe, die im Alltag oft deckungsgleich verwendet und an dieser Stelle kurz abgegrenzt werden sollen, sind Wetter und Klima. Wetter beschreibt dabei das Geschehen in den unteren Luftschichten und bezieht sich auf einen kurzen Zeitraum von Stunden oder Tagen. Die Wetterforschung, bzw. Wettervorhersage, versucht Aussagen über Temperatur, Bewölkung oder Niederschlag zu treffen und bezieht sich meistens auf die Vorhersage von höchstens 14 Tagen (vgl. Latif 2009, S. 11). Im Gegensatz dazu bezieht sich das Klima auf deutlich längere Zeiträume und kann als "durchschnittliches Wetter" bezeichnet werden.
Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) bezeichnet Klima als „statistische Beschreibung des Wetters in Form von Durchschnittswerten und der Variabilität relevanter Größen über eine Zeitspanne im Bereich von Monaten bis Tausenden von Jahren. Der klassische, von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) definierte Zeitraum sind 30 Jahre. Diese Größen sind meistens Oberflächenvariablen, wie Temperatur, Niederschlag und Wind" (IPCC 2007, S. 77).
Während Wetter den Zustand der Atmosphäre zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort beschreibt, benötigt die Klimaforschung Daten über einen langen Zeitraum und kann sich auf den Zustand des Systems der gesamten Erde beziehen. Das Klimasystem ist hochkomplex und muss eine Reihe von Komponenten mit einbeziehen (vgl. Latif 2009, S. 12 f.). Die seriöse Klimaforschung befasst sich mit Wahrscheinlichkeiten und Szenarien, wie der dritte Abschnitt dieses Kapitels zu Emissionsszenarien und den Folgen des Klimawandels noch detaillierter zeigen wird. Die Schwierigkeiten der Forschung liegen in den komplexen Wechselbeziehungen der verschiedenen Einzelkomponenten, die das Klima verändern.
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Relevanz des Klimaschutzes als Herausforderung des 21. Jahrhunderts und führt in die Fragestellung zur schulischen Bedeutung dieses Themas ein.
2 Der Klimawandel: Dieses Kapitel erläutert die naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimas und Treibhauseffekts sowie die durch den Menschen verursachten Folgen und möglichen Handlungsoptionen.
3 Bewertung der öffentlichen Wahrnehmung des Themas: Hier wird die Diskrepanz zwischen der wissenschaftlichen Einigkeit über den Klimawandel und dessen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit sowie in den Medien analysiert.
4 Internationale und deutsche Klimapolitik: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über Meilensteine der internationalen Klimapolitik und untersucht die Berücksichtigung von Bildungsaspekten in aktuellen Strategiepapieren.
5 Zwischenfazit und Ausblick: Es erfolgt eine Zusammenfassung der vorangegangenen Kapitel als Vorbereitung für das Untersuchungsdesign der Lehrplananalyse.
6 Das Untersuchungsdesign: Dieses Kapitel begründet die Wahl der qualitativen Inhaltsanalyse als methodisches Instrument zur Untersuchung der niedersächsischen Lehrpläne.
7 Klimawandel als Thema in niedersächsischen Schulen: Hier werden die Ergebnisse der Lehrplananalyse für die Sekundarstufe I sowie für berufsbildende Schulen detailliert dargestellt und interpretiert.
8 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und beurteilt die tatsächliche Relevanz und Implementierung des Themas Klimawandel in der niedersächsischen Schullandschaft.
Klimawandel, Klimaschutz, Treibhauseffekt, Klimabildung, Lehrplananalyse, Sekundarstufe I, berufsbildende Schulen, Emissionen, Klimaanpassung, Treibhausgase, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Klimaskepsis, Niedersachsen, IPCC, Klimapolitik.
Die Masterarbeit untersucht, welchen Stellenwert das Thema Klimawandel in den Lehrplänen niedersächsischer Schulen einnimmt und ob die schulische Bildung diesem zentralen globalen Problem ausreichend Beachtung schenkt.
Die Arbeit behandelt die naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels, die öffentliche Wahrnehmung und klimaskeptische Diskurse, internationale und deutsche Klimapolitik sowie die Analyse schulischer Lehrpläne hinsichtlich ihrer Klimabildungsinhalte.
Das Ziel ist eine systematische Analyse niedersächsischer Lehrpläne nach Hinweisen auf das Thema Klimawandel, um zu einer fundierten Einschätzung über dessen Relevanz in der schulischen Bildung zu gelangen.
Die Arbeit nutzt die Methode der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring, um gezielt Lehrpläne der Sekundarstufe I sowie berufsbildender Schulen auf klimarelevante Inhalte hin zu untersuchen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fachwissenschaftliche Klärung der Klimathematik, eine Darstellung der öffentlichen Wahrnehmung, einen Überblick über politische Strategiepapiere und die detaillierte Analyse der schulischen Vorgaben.
Wichtige Begriffe sind Klimawandel, Klimabildung, Lehrplananalyse, Klimaschutz, Treibhauseffekt, Klimapolitik und nachhaltige Entwicklung.
Die Arbeit stellt fest, dass Klimaskeptiker in der öffentlichen Wahrnehmung eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen, weshalb eine fundierte schulische Aufklärung über die wissenschaftlichen Fakten essenziell ist.
Der Autor kommt zu dem ernüchternden Ergebnis, dass in den untersuchten Lehrplänen für berufsbildende Schulen nahezu keine verpflichtenden Vorgaben zum Thema Klimawandel existieren, obwohl dies für die berufliche Bildung gesellschaftlich notwendig wäre.
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