Bachelorarbeit, 2013
74 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
2. Tiergestützte Interventionen
2.1. Formen der Tiergestützten Interventionen
2.2. Wirkweisen der Tiergestützten Intervention
2.3. Formen der Interaktion
2.4. Tiergestützte Intervention als Therapie oder Pädagogik
2.5. Kritische Auseinandersetzung mit der Wirksamkeit der Tiergestützten Interventionen
3. Das Pferd
3.1. Pferdegestützte Therapie
3.2. Formen der Pferdegestützten Therapie
3.2.1. Hippotherapie
3.2.2. Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd
3.2.3. Hippo-Psychotherapie
3.3. Kritik an funktionsbestimmter Reittherapie (HPR & HPV)
4. Psychomotorik
4.1. Wirkweise der Psychomotorik
4.2. Verstehende Ansatz
4.2.1. Symbolische Echos
4.2.2. Leibbewusstsein
4.2.3. Symbolisierungsfähigkeit
4.2.4. Verstehen
4.2.5. Methoden des Verstehens
4.2.6. Entwicklungstheorien
4.2.6.1. Vorgeburtliche Entwicklung
4.2.6.2. Die Geburt
4.2.6.3. Das erste Lebensjahr
4.2.6.4. Das Kleinkindalter
4.2.6.5. Das Vorschulalter
4.2.6.6. Das Grundschulalter
4.2.6.7. Lebensweltanalyse
4.2.7. Praktische Arbeit und Wirkweise
4.2.8. Kritische Reflexion des Verstehenden Ansatzes
5. Verstehendes Arbeiten in der Pferdegestützten Arbeit
5.1. Beide Ansätze im Vergleich
5.2. Verschmelzung beider Ansätze
5.2.1. Praktische Arbeit und ihre Wirkweisen
5.3. Kritische Betrachtung
6. Fazit
7. Persönliche Schlussbetrachtung
Diese Arbeit untersucht, inwiefern die pferdegestützte Therapie unter dem Gesichtspunkt des „verstehenden Ansatzes“ nach Jürgen Seewald möglich und sinnvoll ist. Das Ziel besteht darin, einen theoretischen Rahmen zu schaffen, der die psychomotorische Arbeit mit dem Pferd von rein funktionsorientierten Ansätzen hin zu einer ganzheitlichen, entwicklungsfördernden Perspektive öffnet, indem sie die Bedeutung von individuellen Bewegungsgeschichten und subjektivem Erleben in den Mittelpunkt rückt.
Die Verschmelzung der beiden Ansätze
Durch die Anwesenheit des Pferdes entsteht keine neue Pädagogik oder ein neues Therapiemodell. Vielmehr geht es um das Menschen- und Weltbild des Arbeitsmodelles welches durch das Tier erweitert wird. Dabei ist die innere Haltung des Praktikers meiner Ansicht nach entscheidend. Ich gehe von dem Sinnverstehenden Ansatz nach Seewald als Basis aus und ergänze dies durch die Anwesenheit von Pferden. Dabei ist wichtig, dass diese Form der Arbeit das Pferd im speziellen nicht braucht. Meiner Meinung nach ist es lediglich sinnvoll und kann andere Zugänge zum Kind möglich machen. Das Kind kann das Setting möglicherweise schneller und leichter annehmen, da das Tier als Eisbrecher, Motivator und auch als Katalysator wirkt. Ebenso fungiert das Pferd als „Miterzieher“, was den pädagogischen Prozess unterstützt. Dies gelingt nicht vom Pferd aus alleine, sondern durch geeignete Anleitung. Unter Verstehendem Arbeiten in der Pferdegestützten Therapie verstehe ich eine Methode, die den Klienten ganzheitlich in seinen Entwicklungsthemen sieht, begleitet und fördert, wobei das leibphänomenologische Wahrnehmen des Klienten ein zentrales Instrument ist. Angegliedert zwischen Therapie und Pädagogik wird ein klares Konzept mit Zielen verfolgt, welches durch Dokumentationen über den Therapieverlauf begleitet wird. Ebenso wird das soziale Umfeld und die Lebenswelt mit einbezogen, um das Kind ganzheitlich zu fördern.
1. Einleitung: Vorstellung der Relevanz tiergestützter Interventionen angesichts gesellschaftlicher Veränderungen und der Motivation zur Wahl des Themas.
2. Tiergestützte Interventionen: Erläuterung der theoretischen Grundlagen, Formen der Intervention sowie deren Wirkweisen auf den Klienten.
3. Das Pferd: Analyse des Pferdes als Co-Therapeut, seine Rolle und die spezifischen Formen pferdegestützter Therapie sowie Kritik an funktionsorientierten Ansätzen.
4. Psychomotorik: Detaillierte Darstellung des psychomotorischen Konzepts, insbesondere des „verstehenden Ansatzes“, der Methoden des Verstehens und entwicklungspsychologischer Hintergründe.
5. Verstehendes Arbeiten in der Pferdegestützten Arbeit: Zusammenführung der Konzepte Psychomotorik und pferdegestützte Arbeit sowie kritische Reflexion des Ansatzes.
6. Fazit: Rückblick auf die Ausgangskritik und Bestätigung der entwickelten theoretischen Verbindung zwischen dem verstehenden Ansatz und der pferdegestützten Therapie.
7. Persönliche Schlussbetrachtung: Zusammenfassende persönliche Einschätzung zur Bedeutung des freien Spiels und der therapeutischen Haltung.
Psychomotorik, pferdegestützte Therapie, verstehender Ansatz, Entwicklungsförderung, Ganzheitlichkeit, Tiergestützte Interventionen, Leibbewusstsein, Symbolisierungsfähigkeit, kindliche Entwicklung, Lebensweltanalyse, Identitätsfindung, Spiegelung, Körpererfahrung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Verbindung von pferdegestützter Therapie und dem psychomotorischen „verstehenden Ansatz“ nach Jürgen Seewald, um eine Alternative zu funktionsorientierten Reittherapien aufzuzeigen.
Die zentralen Felder sind die Psychomotorik als entwicklungsförderndes Konzept, die theoretische Fundierung der Mensch-Tier-Beziehung und die praktische Umsetzung eines verstehenden Ansatzes in der Arbeit mit Pferden.
Die Forschungsfrage lautet, ob eine pferdegestützte Therapie unter dem Gesichtspunkt des „verstehenden Ansatzes“ möglich ist und wie sich beide Methoden gewinnbringend verschmelzen lassen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse basiert, ergänzt durch die Reflexion eigener Praxiserfahrungen in einem einjährigen Psychomotorik-Projekt.
Der Hauptteil erläutert zunächst die tiergestützte Intervention und die Rolle des Pferdes, führt dann in die Theorie der Psychomotorik und des verstehenden Ansatzes ein und verknüpft diese anschließend kritisch zur pferdegestützten Praxis.
Die wichtigsten Begriffe sind Psychomotorik, verstehender Ansatz, pferdegestützte Therapie, Ganzheitlichkeit und kindliche Identitätsfindung.
Die Autorin sieht in rein funktionsbestimmten Übungen einen Widerspruch zum ganzheitlichen Ziel der Persönlichkeitsentwicklung, da diese Ansätze das Kind kognitiv einengen und keine freien Entfaltungsräume lassen.
Das Pferd dient nicht als Sportgerät, sondern als „Eisbrecher“, Motivator, Projektionsfläche und Spiegel für die inneren Themen des Kindes, wodurch der Dialog und die Selbstwahrnehmung gefördert werden.
Es ist ein Ansatz, der nicht primär Symptome durch Trainingsprogramme korrigieren will, sondern versucht, durch Beobachtung und Einfühlung in die „Bewegungsgeschichten“ des Kindes dessen individuelle Lebenswelt und Bedürfnisse zu verstehen.
Die Verschmelzung ermöglicht es, die durch die Natur und das Medium Pferd induzierten Prozesse besser zu begleiten, um Kindern einen sichereren und motivierenderen Zugang zu ihrer eigenen Entwicklung zu ermöglichen.
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