Diplomarbeit, 2003
97 Seiten, Note: 1,3
1 EINFÜHRUNG
2 DIE NEUE BASELER EIGENKAPITALVEREINBARUNG
2.1 Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht
2.2 Der Weg von Basel I zu Basel II
2.2.1 Die bisherige Regelung
2.2.2 Notwendigkeit einer Neuerung
2.3 Die drei Säulen
2.3.1 Überblick
2.3.2 Mindestkapitalanforderungen (1. Säule)
2.3.2.1 Überblick über die Mindestkapitalanforderungen
2.3.2.2 Kreditrisiko
2.3.2.2.1 Überblick über das Kreditrisiko
2.3.2.2.2 Standardsatz
2.3.2.2.3 Auf internen Ratings basierender Ansatz (IRB-Ansatz)
2.3.2.2.3.1 Überblick
2.3.2.2.3.2 IRB-Basisansatz
2.3.2.2.3.3 Fortgeschrittener IRB-Ansatz
2.3.2.3 Operationelles Risiko
2.3.2.4 Marktpreisrisiko
2.3.3 Aufsichtliches Überprüfungsverfahren (2. Säule)
2.3.4 Erweiterte Offenlegung (3. Säule)
3 DER DEUTSCHE MITTELSTAND
3.1 Begriffsabgrenzung
3.2 Ökonomische Bedeutung
3.3 Finanzierungssituation
3.4 Insolvenzentwicklung
3.5 Vorbereitungsstand auf Basel II
3.6 Wesentliche Punkte von Basel II für den Mittelstand
3.6.1 Das Retailgeschäft
3.6.2 Sicherheiten
3.6.3 Laufzeit
4 RATING
4.1 Definition und Symbolik des Rating
4.2 Ratingagenturen und Ratingkosten
4.3 Nutzen eines Ratings
4.4 Ratingkriterien
4.5 Internes und externes Rating
4.6 Vergleich zwischen internem und externem Rating
5 KONSEQUENZEN FÜR DIE MITTELSTANDSFINANZIERUNG
5.1 Überblick
5.2 Kreditverknappung
5.3 Kreditverteuerung
5.4 Prozyklische Verschlechterung von Finanzierungsbedingungen
5.5 Veränderung der Kunde-Bank-Beziehung
6 LÖSUNGSANSÄTZE
6.1 Alternative Finanzierungsquellen
6.1.1 Überblick
6.1.2 Private Equity
6.1.2.1 Überblick
6.1.2.2 Mezzanine-Finanzierung
6.1.2.2.1 Überblick
6.1.2.2.2 Stille Gesellschaft
6.1.2.2.3 Nachrangdarlehen
6.1.2.2.4 Zusammenfassung
6.1.2.3 Venture Capital
6.1.3 Leasing
6.1.4 Forderungsverkauf
6.1.4.1 Factoring
6.1.4.2 Fortfaitierung
6.1.4.3 Asset-Backed-Securities
6.2 Ausrichtung des Unternehmens auf Basel II
7 FAZIT
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen der neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) auf die Finanzierungsmöglichkeiten mittelständischer Unternehmen in Deutschland zu untersuchen und bestehende Befürchtungen hinsichtlich einer Kreditklemme oder Kreditverteuerung kritisch zu hinterfragen.
3.3 Finanzierungssituation
Abbildung 5 zeigt die vom Mittelstand innerhalb der letzten drei Jahre genutzten Finanzierungsinstrumente: Es wird deutlich, dass die Innenfinanzierung und die Aufnahme von Krediten die Hauptsäulen der Unternehmensfinanzierung darstellen. 80% der Unternehmen finanzieren sich durch einbehaltene Gewinne, 79% durch Abschreibungen und Rückstellungen. Bereits an dritter Stelle steht der Kontokorrentkredit mit 60%. Gerade dem Leasing, das mittlerweile von 55% der Unternehmen als Finanzierungsinstrument genutzt wird, kam in den letzten Jahren eine steigende Bedeutung zu.
Bei der Kreditaufnahme kann allerdings die beim Mittelstand tendenziell sehr niedrige Eigenkapitalquote zum Problem werden, die als einer der wichtigsten Gründe für abgelehnte Kreditwünsche genannt wird. Ein weiteres Problem kann sich durch die Rechtsform (vgl. hierzu Abbildung 6) ergeben, die das Unternehmen in seinen Finanzierungsmöglichkeiten unweigerlich einschränkt. Mittelständische Unternehmen haben weniger Möglichkeiten als große Unternehmen ihren Fremdkapitalbedarf durch den Gang an den Kapitalmarkt zu befriedigen. Kleinen Unternehmen bleibt dies faktisch völlig verwehrt. Sie sind daher in weitaus höherem Maße auf Bankkredite angewiesen.
Oft ist für den Mittelstand eine enge und langjährige Beziehung zur Hausbank kennzeichnend (Relationship-Banking). Mehr als 40% der mittelständischen Unternehmen arbeiten sogar mit nur einer Hausbank zusammen. Allerdings ist auch die Konzentration auf einige wenige Kernbanken kennzeichnend für KMU.
1 EINFÜHRUNG: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz von Basel II für den deutschen Mittelstand und formuliert das Ziel der Untersuchung der Auswirkungen auf die Finanzierung.
2 DIE NEUE BASELER EIGENKAPITALVEREINBARUNG: Dieses Kapitel erläutert den Baseler Ausschuss, den Übergang von Basel I zu Basel II sowie das Drei-Säulen-Modell mit Fokus auf Mindestkapitalanforderungen.
3 DER DEUTSCHE MITTELSTAND: Hier werden die ökonomische Bedeutung, die Finanzierungssituation sowie der Vorbereitungsstand des Mittelstands auf die Anforderungen von Basel II analysiert.
4 RATING: Das Kapitel definiert den Begriff Rating, beschreibt Ratingagenturen, den Nutzen eines Ratings sowie die angewandten quantitativen und qualitativen Kriterien.
5 KONSEQUENZEN FÜR DIE MITTELSTANDSFINANZIERUNG: Es wird untersucht, ob Befürchtungen hinsichtlich Kreditverknappung, Kreditverteuerung und prozyklischer Effekte berechtigt sind.
6 LÖSUNGSANSÄTZE: Dieses Kapitel stellt alternative Finanzierungsmöglichkeiten wie Private Equity, Leasing und Forderungsverkauf sowie Strategien zur Ausrichtung auf Basel II vor.
7 FAZIT: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Chancen und Risiken von Basel II für mittelständische Unternehmen.
Basel II, Mittelstand, Finanzierung, Rating, Eigenkapital, Kreditverknappung, Kreditrisiko, Mezzanine-Kapital, KMU, Bankenaufsicht, Bonität, Innenfinanzierung, Liquidität, Risikomanagement
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Basel-II-Regelungen auf die Kreditversorgung und Finanzierungsmöglichkeiten mittelständischer Unternehmen in Deutschland.
Die zentralen Themen umfassen die regulatorischen Anforderungen von Basel II, die Finanzierungsproblematik des Mittelstands, die Rolle von Ratings sowie alternative Finanzierungsinstrumente.
Das Ziel ist es, zu prüfen, ob die Befürchtungen über eine drohende Kreditklemme oder Kreditverteuerung für den Mittelstand gerechtfertigt sind, und Handlungsoptionen aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung empirischer Studien (z.B. von KfW, PWC, DIHK) sowie der systematischen Erörterung der bankenaufsichtlichen Vorschriften.
Der Hauptteil behandelt die Säulen von Basel II, die finanzwirtschaftliche Situation des Mittelstands, die Bedeutung und Funktionsweise von Ratings sowie Konsequenzen und Lösungsansätze für die Finanzierungspraxis.
Basel II, Mittelstand, Rating, Eigenkapital, Finanzierung, Kreditklemme, KMU, Risikomanagement.
Sie gilt als zentraler Indikator im Rating. Eine niedrige Quote wird von Banken oft als Hauptursache für Kreditablehnungen gesehen und erhöht das Risiko für Unternehmen bei konjunkturellen Schwächephasen.
Die langjährige Beziehung zur Hausbank, bei der bisher subjektive Einschätzungen ausreichten, wird durch die neuen Regelungen zu einem intensiveren, datengestützten Informationsaustausch transformiert.
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