Bachelorarbeit, 2013
68 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Motivation
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Zuverlässigkeit
2.2 Weibull-Analyse
2.2.1 Weibull-Verteilung
2.2.2 Zuverlässigkeitsanalyse
2.3 Lebensdauer-Last-Beziehungen
3 Lebensdauer-Last-Beziehungen im Detail
3.1 Arrhenius-Beziehung
3.2 Eyring-Beziehungen
3.2.1 Allgemeine Form
3.2.2 Vereinfachte Form für Temperatur oder Feuchte
3.2.3 „Inverse Power Law“ und exponentielles Modell für Spannung
3.2.4 Temperatur-Spannung-Modelle
3.2.5 Elektromigrationsmodell
3.2.6 Temperatur-Feuchte-Modell
3.2.7 Three-Stress-Modell
3.2.8 Modell für Bruch von Festkörper unter Zugbelastung
3.2.9 Modell für Korrosion von Aluminium und Aluminiumlegierungen
3.2.10Modell für HCI-Effekt bei MOSFETs
3.3 Inverse Power Law - Beziehungen
3.3.1 Allgemeine Form
3.3.2 Modell für Lebensdauer von Wälzlager
3.3.3 Coffin-Manson-Modell
3.3.4 Modifiziertes Coffin-Manson-Modell
3.4 Modelle für multi- und zeitvariable Belastungen
3.4.1 Proportional-Hazard-Modell
3.4.2 General-Log-Linear-Modell
3.4.3 Step-Stress-Methode, Cumulative-Damage-Modell
3.5 Taylor-Werkzeuglebensdauermodell
3.5.1 Allgemeine Form
3.5.2 Erweiterte allgemeine Form
3.5.3 Erweiterte Form mit Berücksichtigung der Werkstoffhärte
3.5.4 Abhängigkeit der Taylor-Konstante von der Geometrie des Schneidewerkzeugs
3.5.5 Weitere auf Taylor-Formel basierende Werkzeuglebensdauermodelle
3.6 Abhängigkeit der Werkzeuglebensdauer von Temperatur
3.7 Werkzeuglebensdauermodelle bei Trockenbearbeitung und Minimalmengenschmierung
3.7.1 Werkzeuglebensdauermodell bei Trockenbearbeitung
3.7.2 Werkzeuglebensdauermodell bei Minimalmengenschmierung
3.8 Werkzeuglebensdauermodell für CBN- und PKD-Werkzeuge
4 Lebensdauer-Last-Beziehungen im Überblick
5 Zusammenfassung und Ausblick
5.1 Zusammenfassung
5.2 Ausblick
Das primäre Ziel der Arbeit ist es, mittels einer fundierten Literaturrecherche bestehende Belastungsarten von Maschinen und Werkzeugen zu identifizieren und die dazugehörigen Lebensdauer-Last-Beziehungen zu ermitteln, um diese Erkenntnisse für eine genauere Prognose der Lebensdauer in der Instandhaltungsplanung nutzbar zu machen.
3.1 Arrhenius-Beziehung
Die Arrhenius-Beziehung ist ein weit verbreitetes und bekanntes Ausfallmodell. Ursprünglich wurde sie zur Beschreibung der Reaktionsgeschwindigkeit bei chemischen Prozessen in Abhängigkeit von der Temperatur benutzt. Es wird angenommen, dass ein Produkt versagt, wenn eine in seinem Inneren stattfindende Reaktion oder Diffusion ein kritisches Maß erreicht [Nel-04].
Unter Annahme, dass die Zeit bis zum Ausfall umgekehrt proportional zur Reaktionsgeschwindigkeit ist, hat die Arrhenius-Beziehung die Form [Nel-04; ReliaSoft-13]:
tf = A0 exp(Ea / kT)
mit
tf = Zeit bis zum Ausfall [s]
A0 = Materialkonstante
k = Boltzmannkonstante k = 8,617·10-5 eV/K
Ea = Aktivierungsenergie [eV]
T = absolute Temperatur [K]
Die Aktivierungsenergie Ea ist vom Ausfallmechanismus und verwendeten Werkstoff abhängig, die Werte liegen zwischen 0,3 und 1,5 oder höher.
Die Gleichung (Formel 3-1) lässt sich durch Logarithmieren als Geradengleichung darstellen:
ln(tf) = ln A0 + Ea / kT
Abbildung 3.1 zeigt ein beispielhaftes Arrhenius-Weibull-Modell, dargestellt auf einem sogenannten Arrhenius-Papier.
1 Einleitung: Beschreibt die Herausforderungen bei der Nutzung von Produktionsanlagen, die Notwendigkeit präziser Instandhaltungsplanung und die Problematik unzureichender Datenbasis für Lebensdauerprognosen.
2 Grundlagen: Führt in die Zuverlässigkeitstheorie, die Weibull-Analyse zur Ausfallbewertung sowie in die theoretischen Aspekte der Lebensdauer-Last-Beziehungen ein.
3 Lebensdauer-Last-Beziehungen im Detail: Detaillierte Darstellung verschiedener mathematischer Modelle wie Arrhenius, Eyring, Inverse Power Law sowie spezialisierter Modelle für die Werkzeuglebensdauer in der Zerspanung.
4 Lebensdauer-Last-Beziehungen im Überblick: Liefert eine tabellarische Zusammenfassung der identifizierten Beziehungen, unterteilt nach Einsatzbereichen in der Elektroindustrie und dem Maschinenbau.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Resümiert die Ergebnisse der Literaturrecherche und gibt einen Ausblick auf die künftige Integration belastungsabhängiger Daten in Instandhaltungsmethoden.
Prädiktive Instandhaltung, Lebensdauer, Last-Beziehungen, Zuverlässigkeit, Weibull-Analyse, Arrhenius-Modell, Eyring-Modell, Inverse Power Law, Werkzeugstandzeit, Zerspanung, Verschleiß, Belastungsarten, Lebensdauerprognose, Instandhaltungsplanung, Ausfallrate
Die Arbeit befasst sich mit der Identifizierung und systematischen Darstellung von Lebensdauer-Last-Beziehungen für Maschinen und Werkzeuge, um Instandhaltungseinsätze effizienter zu gestalten.
Die zentralen Themen sind die Zuverlässigkeitstechnik, die rechnerische Bestimmung von Lebensdauer unter variierenden Lasten sowie spezifische Modelle für Schneidewerkzeuge in der spanenden Fertigung.
Das primäre Ziel ist es, durch die Analyse der Literatur bestehende Modelle zur Lebensdauerberechnung zu sammeln und für verschiedene Industriezweige zugänglich zu machen, um Prognosen realistischer zu gestalten.
Es wurde eine umfangreiche Literaturrecherche durchgeführt, die Standardwerke, Normen und wissenschaftliche Publikationen auswertet, um bestehende mathematische Lebensdauer-Modelle systematisch zu identifizieren.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Beschreibung einzelner Lebensdauer-Last-Modelle, von physikalisch begründeten Modellen wie Arrhenius bis zu empirischen Ansätzen für die Werkzeugstandzeit.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Zuverlässigkeit, Lebensdauer-Last-Beziehungen, Weibull-Analyse, Werkzeugstandzeit und prädiktive Instandhaltung.
In der spanenden Industrie wird der Begriff Standzeit verwendet, welcher die Zeitdauer definiert, während der ein Schneidewerkzeug zwischen zwei Anschliffen arbeitsfähig bleibt.
Das Taylor-Modell beschreibt die Abhängigkeit der Standzeit von der Schnittgeschwindigkeit und gilt als eine der fundamentalen Grundlagen für die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung in der Zerspanung.
Da Trends zu Nachhaltigkeit und strengere Umweltschutzrichtlinien den Verzicht auf Kühlschmierstoffe fordern, sind neue Modelle erforderlich, die die veränderten Abnutzungsmechanismen bei Trockenbearbeitung berücksichtigen.
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