Examensarbeit, 2013
64 Seiten, Note: 1,3
Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
1. Einleitung
2. Ausgangslage 1933
3. Veränderungen am Schulsystem unter nationalsozialistischer Herrschaft
3.1 Intraschulische Maßnahmen zur Veränderung
3.2 Schulorganisatorische Maßnahmen und Realisierung von Auslese und Elitebildung
3.3 Wichtige Akteure und ihre Konzeptionen
3.3.1 Adolf Hitler
3.3.2 Ernst Krieck
3.3.3 Alfred Baeumler
4. Die Nationalpolitischen Erziehungsanstalten
4.1 Gründungsphase und Konzeption
4.2 Organisation und Strukturen
4.3 Die praktische Umsetzung am Beispiel der Nationalpolitischen Erziehungsanstalt Reichenau
5. Die Adolf-Hitler-Schulen
5.1 Gründungsphase und Konzeption
5.2 Organisation und Strukturen
5.3 Vergleich der Nationalpolitischen Erziehungsanstalt und der Adolf-Hitler-Schule
6. Fazit
Diese Arbeit untersucht die Rolle der nationalsozialistischen Elite-Ausleseschulen, insbesondere der Nationalpolitischen Erziehungsanstalten (NPEAs) und der Adolf-Hitler-Schulen (AHS), bei der Formung einer neuen Führungselite und der lückenlosen ideologischen Erziehung der Jugend im Sinne des totalitären Regimes.
3.1 Intraschulische Maßnahmen zur Veränderung
Nach dem ersten Weltkrieg erlebte die Reformpädagogik, zurückgehend auf das frühe 17. Jahrhundert und Comenius Schrift Didactica magna als Ausgangspunkt für revolutionäre Ansichten von Kindheit, Erziehung und Bildung, einen Aufschwung im Bildungssystem der Weimarer Republik. Das Kind als selbstverantwortliches Individuum bildete in der reformpädagogischen Bewegung den Kern der Aufmerksamkeit, sodass Erziehung und Unterricht an die Bedürfnisse des Kindes anzupassen waren. Mit der Machtübernahme Hitlers erfuhr der Fortschritt der Reformpädagogik aber einen enormen Einschnitt, denn die Nationalsozialisten lehnten den Großteil der reformpädagogischen Vorstellungen vehement ab. Dennoch wurden einzelne Aspekte der Reformpädagogik von den Nationalsozialisten aufgenommen und entsprechend ihrer Wünsche abgewandelt. Beispielhaft ist hier unter anderem die Jugendbewegung, die etwa zeitgleich mit den weiteren reformpädagogischen Strömungen aufkam, zu nennen, welche in den Jugendorganisationen wie Hitler Jugend und Bund Deutscher Mädel in angepasster Form wiederzufinden war. Innerhalb dieser Jugendbewegung der Reformpädagogik wurde ebenfalls die Wichtigkeit der Gemeinschaft hervorgehoben und den Kindern nahe gebracht, sodass sich unter nationalsozialistischer Variation die Volksgemeinschaft als oberstes Gebot hervortat.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die nationalsozialistische Ideologie der Jugenderziehung ein, die darauf abzielte, durch eine totalitäre Erziehung die "geistige und willensmäßige Einheit des Volkes" zu erzielen.
2. Ausgangslage 1933: Hier werden die ersten Maßnahmen nach der Machtübernahme dargestellt, die den Ausschluss nicht-nationalsozialistischer Lehrkräfte sowie die ideologische Gleichschaltung der Lehrpläne einleiteten.
3. Veränderungen am Schulsystem unter nationalsozialistischer Herrschaft: Das Kapitel erläutert die umfassende Umstrukturierung des Bildungswesens, die sich von den Inhalten des Unterrichts bis hin zu den theoretischen Grundlagen durch die Parteitheoretiker erstreckte.
4. Die Nationalpolitischen Erziehungsanstalten: Es wird die Entstehung und Organisation der NPEAs beschrieben, die als Internatsschulen mit militärischer Ausrichtung der Elitebildung dienten.
5. Die Adolf-Hitler-Schulen: Dieser Abschnitt behandelt die durch die NSDAP und die Hitler-Jugend direkt geführten Adolf-Hitler-Schulen und vergleicht sie mit den NPEAs hinsichtlich ihrer Funktion und Ziele.
6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Eliteschulen entscheidende Instrumente zur totalitären Kontrolle und zur Sicherung des Fortbestands des nationalsozialistischen Regimes über Generationen hinweg waren.
Nationalsozialismus, Erziehung, Elitebildung, NPEA, Adolf-Hitler-Schulen, NS-Ideologie, Volksgemeinschaft, Totalitärer Erziehungsstaat, Indoktrination, Auslese, Rassengedanke, Soldatische Erziehung, Hitler-Jugend, Schulsystem, Gleichschaltung
Die Arbeit untersucht, wie das nationalsozialistische Regime durch gezielte Bildungs- und Erziehungsmaßnahmen, insbesondere in Elite-Ausleseschulen, die Jugend ideologisch formte und kontrollierte.
Zu den zentralen Themen gehören die pädagogischen Konzepte der Nationalsozialisten, die Rolle der Lehrpläne, das Prinzip der Auslese sowie der organisatorische Aufbau der NPEAs und AHS.
Das Ziel ist es, die Bedeutung der Eliteanstalten für das nationalsozialistische Regime zu analysieren und aufzuzeigen, wie diese zur Erziehung überzeugter Nationalsozialisten beitrugen.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um pädagogische Schriften, Erlasse und Dokumentationen über die Eliteschulen im historischen Kontext des Dritten Reiches auszuwerten.
Der Hauptteil befasst sich mit der Umgestaltung des allgemeinen Schulwesens, den pädagogischen Chefideologen, dem spezifischen Aufbau der NPEAs und AHS sowie deren Vergleich.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Nationalsozialismus, Elitebildung, Indoktrination, Totalitärer Erziehungsstaat, Auslese und NS-Ideologie.
Die NPEA Reichenau dient als Fallbeispiel, um die praktische Umsetzung des Internatslebens, den strengen Tagesablauf und die Auswirkungen der militärisch-ideologischen Ausbildung konkret zu verdeutlichen.
Während die NPEAs eher staatlich-militärisch ausgerichtet waren und den Schülern mehr berufliche Freiheit ließen, waren die AHS als parteieigene Institutionen direkter auf die Nachwuchsförderung für die politische Führung der NSDAP fokussiert.
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