Bachelorarbeit, 2013
46 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Altersarmut
2.1 Begrifflichkeiten
2.2 Die heutige Situation
2.3 Die zukünftige Situation
2.4 Ursachen des Anstiegs der Altersarmut
2.4.1 Teilzeitbeschäftigung
2.4.2 Geringfügige Beschäftigung
2.4.3 Selbständige
2.4.4 Zeitarbeit
2.5 Erziehungszeiten
2.6 Alte Bundesländer versus neue Bundesländer
2.7 Hohe Arbeitslosigkeit nach der Wiedervereinigung
2.8 Entwicklung der Lohnquote
2.9 Demographischer Wandel
3. Alters- und Renteneinkommen
3.1 Höhe und Verteilung des Alters- und Renteneinkommen
3.1.1 Alte Bundesländer versus neue Bundesländer
3.1.2 Geschlechterunterschiede
3.1.3 Alterseinkommen nach Berufsgruppen
3.2 Zusammensetzung des Alters- und Renteneinkommen
4. Differente Rentenreformkonzepte
4.1 Zuschussrente
4.1.1 Zielsetzung
4.1.2 Grundstruktur und Rahmenbedingungen
4.1.3 Finanzierung
4.2 Solidarrente
4.2.1 Zielsetzung
4.2.2 Grundstruktur und Rahmenbedingungen
4.2.3 Finanzierung
4.3 Garantierente
4.3.1 Zielsetzung
4.3.2 Grundstruktur und Rahmenbedingungen
4.3.3 Finanzierung
4.4 Grundsicherung im Alter
4.4.1 Zielsetzung
4.4.2 Grundstruktur und Rahmenbedingungen
4.4.3 Finanzierung
5. Kritische Würdigung der unterschiedlichen Rentenreformmodelle
5.1 Horizontale Ungleichbehandlung
5.2 Vertikale Ungleichbehandlung
5.3 Diskriminierung
5.3.1 Diskriminierung aufgrund der Erwerbsbiographie
5.3.2 Diskriminierung aufgrund des Alters
5.4 Äquivalenzprinzips und Generationengerechtigkeit
5.5 Weitere Probleme
6. Lösungsansätze
Die Bachelorarbeit untersucht die Bedeutung verschiedener Rentenreformmodelle vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und der zunehmenden Altersarmut in Deutschland. Ziel ist es, aktuelle Reformvorschläge wie die Zuschussrente, Solidarrente und Garantierente im Vergleich zur geltenden Grundsicherung zu bewerten und Lösungsansätze für eine nachhaltige Alterssicherung aufzuzeigen.
2.4 Ursachen des Anstiegs der Altersarmut
Um die Gründe für die Altersarmut herausarbeiten erscheint es sinnreich, zunächst die Berechnungsmodalitäten der Rentenhöhe darzulegen. Der Rentenanspruch eines Rentenempfängers wird zum Großteil, abgesehen von vernachlässigbaren Umverteilungskomponenten, an seiner jeweiligen Erwerbsbiographie gemessen. Die Erwerbsbiographie wird in Entgeltpunkten abgebildet, wobei ein Entgeltpunkt einem Jahr sozialversicherungspflichtiger Tätigkeit in Höhe des Durchschnittsentgelts entspricht. Die Beitragsbemessungsgrenze beschränkt die Anzahl an Entgeltpunkten auf maximal zwei pro Jahr. Abweichende Tätigkeitsdauern und Durchschnittsentgelthöhen werden mit jeweilig gewichteten Entgeltpunkten bewertet. Der endgültige Rentenzahlbetrag ergibt sich, indem die Entgeltpunkte über das gesamte Erwerbsleben aufaddiert und mit dem aktuellen Rentenwert multipliziert werden. Zudem ist die Änderung zu beachten, welche im Zeitraum von 2012 bis 2029 eine schrittweise erfolgende Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67 Jahren vorsieht. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass mit jedem Jahr, welches ein Rentenempfänger vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalters von 67 Jahren in Rente geht, ein Abschlag von 3,6 % in Kauf genommen werden muss.
Vor diesem Hintergrund ist zu bemerken, dass sich in der Bundesrepublik Deutschland neben der absoluten Zahl in den letzten Jahrzehnten vor allem die Struktur der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung verändert hat. Diese Entwicklung gestaltete sich zugunsten einer kontinuierlichen Zunahme der atypischen Beschäftigung. Hierzu zählen neben der sozialversicherungspflichtigen Teilzeitarbeit die nicht rentenversicherungspflichtigen geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse, sofern das jährliche Einkommen unter 5.400 € liegt sowie der Sektor der Leih- und Zeitarbeit. Ferner gilt für die Berufsgruppe der Selbständigen eine besondere Regelung im Rentenversicherungssystem.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des demographischen Wandels und die daraus resultierende Gefahr für die Finanzierbarkeit der gesetzlichen Rentenversicherung ein.
2. Altersarmut: Das Kapitel analysiert die Begrifflichkeiten und Ursachen für Altersarmut, wobei besonders die Auswirkungen atypischer Beschäftigungsverhältnisse hervorgehoben werden.
3. Alters- und Renteneinkommen: Dieses Kapitel untersucht die aktuelle Höhe und Verteilung von Alterseinkommen in Deutschland, gegliedert nach regionalen und beruflichen Kriterien.
4. Differente Rentenreformkonzepte: Hier werden die Modelle der Zuschuss-, Solidar- und Garantierente sowie die Grundsicherung detailliert hinsichtlich Zielsetzung, Struktur und Finanzierung erläutert.
5. Kritische Würdigung der unterschiedlichen Rentenreformmodelle: Das Kapitel bewertet die Reformkonzepte kritisch hinsichtlich horizontaler und vertikaler Ungerechtigkeiten sowie Diskriminierungspotentialen.
6. Lösungsansätze: Zusammenfassend wird argumentiert, dass staatliche Alimentierung nicht nachhaltig ist, und stattdessen Bildungs- und Beschäftigungspolitik als zentrales Instrument gefordert.
Altersarmut, Rentenreform, demographischer Wandel, Zuschussrente, Solidarrente, Garantierente, Grundsicherung, Erwerbsbiographie, Teilzeitbeschäftigung, Leiharbeit, Generationengerechtigkeit, Äquivalenzprinzip, Sozialversicherung, Altersvorsorge, Beschäftigungspolitik.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen des demographischen Wandels auf das deutsche Rentensystem und diskutiert verschiedene Reformmodelle zur Vermeidung von Altersarmut.
Die zentralen Themen sind der Anstieg der Altersarmut durch atypische Beschäftigung, die Analyse der Einkommensverteilung bei Rentnern sowie die kritische Prüfung politischer Reformkonzepte.
Das Ziel besteht darin, verschiedene Rentenreformvorschläge (Zuschuss-, Solidar- und Garantierente) auf ihre Gerechtigkeit und Finanzierbarkeit hin zu evaluieren und langfristig tragfähige Lösungen aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer statistischen Analyse des Status quo sowie einem konzeptionellen Vergleich und einer kritischen Würdigung verschiedener politischer Reformentwürfe.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Ursachenanalyse der Altersarmut, die Untersuchung von Alterseinkommen sowie eine detaillierte konzeptionelle und kritische Betrachtung der Rentenreformmodelle.
Die wichtigsten Begriffe sind Altersarmut, Rentenreform, demographischer Wandel, Generationengerechtigkeit und Äquivalenzprinzip.
Sie unterscheiden sich primär durch ihre unterschiedliche Zielsetzung bezüglich der Anspruchsvoraussetzungen (Versicherungsjahre, Einkommensgrenzen) und die jeweilige Finanzierung über Steuermittel oder Reformen innerhalb der GRV.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass diese Modelle lediglich kurzfristige und kostenintensive Lösungsansätze darstellen, die das Problem der Altersarmut nicht an der Wurzel lösen können.
Bildung wird als das nachhaltigste Instrument zur Vermeidung zukünftiger Altersarmut identifiziert, da eine gute Qualifikation die Grundlage für eine stabile Erwerbsbiographie und ausreichende Rentenansprüche bildet.
Die Steuerfinanzierung führt zu einer Durchmischung des Äquivalenzprinzips mit Fürsorgeleistungen, was die Transparenz der öffentlichen Finanzen verringert und zu Zielkonflikten mit der beitragsfinanzierten Rentenversicherung führt.
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