Bachelorarbeit, 2013
72 Seiten, Note: 1,4
Vorwort
1 Einleitung
2 Migration
2.1 Begriff der Migration
2.2 Globaler Kapitalismus als Ursache von (Arbeits-) Migration
2.3 Arbeitsmigration
2.3.1 Allgemeines zur Arbeitsmigration
2.3.2 Deutschland als Zielland von Arbeitsmigration
2.4 Migration von Frauen
2.5 Zum aktuellen Stand der Migrationsforschung
3 Transnationalität
3.1 Begriff der Transnationalität
3.2 Transnationale Familien
3.2.1 Eine neue Form von Familie? Diskussion und Definition
3.2.2 Stand der Forschung
4 Transnationale Familien in Rumänien
4.1 Rumänien – politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Dimensionen
4.1.1 Von der Wende 1989/90 bis zur Jahrtausendwende
4.1.2 Von der Jahrtausendwende bis zur EU-Mitgliedschaft 2007
4.1.3 Rumänien von 2007 bis heute
4.2 Das Phänomen der rumänischen Arbeitsmigration
4.2.1 Daten und Fakten
4.2.2 Ursachen, Motive und Akteure
4.2.3 Initiativen, rechtliche Regelungen und institutionelle Rahmenbedingungen
4.3 Transnationale Familien in Dorohoi
4.3.1 Forschungsdesign und -durchführung
4.3.2 Quantitative Erhebung – Kinder und Jugendliche, deren Eltern sich zur Arbeit im Ausland befinden
4.3.3 Qualitativer Befund – Chancen und Risiken
5 Fazit
5.1 Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse
5.2 Perspektiven
Die Arbeit untersucht die Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen in der rumänischen Kleinstadt Dorohoi, deren Eltern aufgrund von Arbeitsmigration im Ausland tätig sind. Ziel ist es, die Auswirkungen der elterlichen Abwesenheit auf die betroffenen Kinder und Familien im Kontext transnationaler Migrationsstrukturen zu beleuchten.
4.2.1 Daten und Fakten
Der rumänische Soziologe Sandu legte unlängst Zahlen vor, die das Ausmaß der rumänischen (Arbeits-)Migration zeigen. So lebten 2011 insgesamt 960.000 Rumänen und Rumäninnen in Italien, 844.000 in Spanien, 136.000 in Deutschland und 76.000 in Großbritannien.
Ein von der Bundesregierung verfasstes Schreiben bestätigt diese Zahlen und lässt einen weiteren Zuzug rumänischer Staatsbürger und -bürgerinnen in jene Länder im Jahr 2012 erkennen.
Das rumänische Ministerium für Arbeit, Familie, sozialen Schutz und ältere Personen ist als allgemeine Anlaufstelle bei Fragen zu Arbeitsstellen mitverantwortlich für Arbeit im Ausland, insofern es zum Beispiel Initiator bilateraler Abkommen war. Wie aus seinem Internetauftritt hervorgeht, wurden besonders zwischen 2000 und 2005 transnationale Vereinbarungen über den Transfer von Arbeitskräften abgeschlossen. Länder wie Griechenland, Ungarn, Luxemburg, Portugal, Spanien, Frankreich und Italien sind Vertragspartner. Deutschland ist bereits seit Beginn der 90er Jahre Kooperationspartner; es bestehen drei Abkommen.
Seit 2007 besteht für rumänische Staatsangehörige, die im EU-Ausland arbeiten (und leben) möchten, die Arbeitnehmerfreizügigkeit. Im Fall von Deutschland handelt es sich bisher um eine eingeschränkte Arbeitnehmerfreizügigkeit; erst ab dem 01.01.2014 gilt auch für EU-Staatsangehörige aus Rumänien (und Bulgarien) die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die europäische Migrationsproblematik ein und verortet die Untersuchung von Kindern transnationaler Familien in Rumänien im erziehungswissenschaftlichen Kontext.
2 Migration: Dieses Kapitel definiert den Migrationsbegriff, beleuchtet den globalen Kapitalismus als treibende Kraft der Arbeitsmigration und thematisiert geschlechtsspezifische Aspekte der Wanderungsbewegungen.
3 Transnationalität: Hier wird das Konzept der Transnationalität theoretisch fundiert und auf die Struktur transnationaler Familien übertragen, wobei der aktuelle Forschungsstand diskutiert wird.
4 Transnationale Familien in Rumänien: Das Hauptkapitel analysiert die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen in Rumänien seit 1989, das Phänomen der Arbeitsmigration sowie die spezifische Situation von Kindern in Dorohoi anhand eigener empirischer Erhebungen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die empirischen Ergebnisse zusammen, diskutiert die psychosozialen Auswirkungen der elterlichen Migration auf Kinder und entwirft Perspektiven für künftige sozialpolitische Unterstützungsangebote.
Migration, Transnationale Familien, Rumänien, Dorohoi, Arbeitsmigration, Kinder und Jugendliche, Eltern im Ausland, Sozialarbeit, EU-Erweiterung, Lebensbedingungen, Remissen, Psychosoziale Auswirkungen, Familienreorganisation, Soziale Ungleichheit, Migrationsforschung.
Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Kindern und Jugendlichen in der rumänischen Stadt Dorohoi, deren Eltern infolge der Arbeitsmigration im Ausland leben.
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen von Migration und Transnationalität sowie die spezifische sozioökonomische und rechtliche Lage von Familien in Rumänien im Kontext der EU-Mitgliedschaft.
Das Ziel ist die Erforschung der elterlichen Abwesenheit durch Arbeitsmigration und deren Auswirkungen auf das Aufwachsen, die Versorgung und die psychosoziale Verfassung der betroffenen Kinder in Dorohoi.
Die Arbeit kombiniert eine Literatur- und Diskursanalyse mit einer empirischen Untersuchung in Dorohoi, die sowohl quantitative Datenauswertungen als auch qualitative Experteninterviews mit vor Ort tätigen Fachkräften umfasst.
Im Hauptteil werden zunächst die politischen und historischen Hintergründe Rumäniens beleuchtet, anschließend wird das Phänomen der Arbeitsmigration analysiert und schließlich die spezifische Lebenswirklichkeit der "Kinder transnationaler Familien" in Dorohoi detailliert untersucht.
Migration, Transnationale Familien, Rumänien, Arbeitsmigration, Kinderrechte, Dorohoi, Soziale Arbeit und Transnationalität sind die zentralen Begriffe.
Die Autorin verdeutlicht, dass die EU-Mitgliedschaft zwar neue ökonomische Chancen eröffnete, aber auch den Druck auf die Erwerbsbevölkerung erhöhte, was zu einer anhaltenden Emigration in wohlhabendere EU-Staaten führte.
Herausforderungen sind unter anderem die unzureichende behördliche Erfassung der Kinder, die psychische Belastung durch die Trennung und die teilweise schwierige Kommunikation zwischen Kindern und Eltern über digitale Medien.
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