Bachelorarbeit, 2012
47 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Das Prinzip der Koedukation im Primar- und Elementarbereich
2.1 Begriffsklärung Koedukation
2.2 Geschichtlicher Abriss des Unterrichts in der Primarstufe, ab 20. Jahrhundert
2.3 Medien: „alte Medien“ und „neue Medien“
2.4 Medienarbeit im Elementarbereich, Ende 20. Jahrhundert bis Heute
3. Frühkindliche Entwicklungen, bezogen auf die Entstehung der eigenen Geschlechtsidentität, Geburt bis sechs Jahre
3.1 Vorgeburtliche, biologische Einflussfaktoren
3.2 Von der eigenen Identität zur Geschlechtsidentität
3.3 Entwicklungsabriss der kindlichen Gehirnentwicklung
3.4 Die Entwicklung sprachlicher Fähigkeiten
3.5 Die Entwicklung frühkindlichen Spiels
4. Geschlechtersensible Entwicklungen, bis sechs Jahre
4.1 Begriffsklärung Sozialisation
4.2 Frühkindliche geschlechtsspezifische Entwicklungen und Sozialisation
4.2.1. Allgemeine geschlechtsspezifische Entwicklungsunterschiede
4.2.2 Die primäre Sozialisationsinstanz: Eltern
4.2.3 Die primäre Sozialisationsinstanz: Geschwister
4.2.4 Die sekundäre Sozialisationsinstanz: Kindergarten
4.2.5 Die tertiäre Sozialisationsinstanz: Gleichaltrige
4.2.6 Die tertiäre Sozialisationsinstanz: Medien
5. Geschlechtersensibler Erwerb von Computerkompetenzen, Kinder bis sechs Jahre
5.1 Frühkindliches Einstiegsalter für den Erwerb von Computerkompetenzen
5.2 Sollte der Erwerb von Computerkompetenzen geschlechtersensibel erfolgen?
5.3 Muss das Prinzip der Koedukation hinterfragt werden?
6. Schlusswort
Die Arbeit untersucht, ob der Erwerb von Computerkompetenzen im Elementarbereich (Kindergarten) geschlechtersensibel gestaltet werden sollte und ob das etablierte Prinzip der Koedukation in diesem spezifischen Kontext hinterfragt werden muss.
3.3 Entwicklungsabriss der kindlichen Gehirnentwicklung
Die frühkindlichen Erfahrungen haben einen prägnanten Einfluss auf die Leistungsfähigkeit des Gedächtnisses. Eine untergeordnete Rolle spielen dabei genetische Veranlagungen. Doch was soll die Mühe, wenn sich das Kind später an Erlebnisse, welche es bis drei oder sogar vier Jahren gemacht hat, nicht mehr erinnern kann. Ist es da nicht sinnvoll wichtige Erfahrungen erst mit dem dritten Lebensjahr zu vermitteln? Die sogenannte frühkindliche Amnesie oder auch als infantile Amnesie bezeichnet, kommt bei jedem Kind, auf Grund des sich erst entwickelnden Gehirnes, vor.
Erst mit vier bis fünf Jahren ist das Gehirn soweit entwickelt und vernetzt, dass es auf sein Langzeitgedächtnis zugreifen kann. Wir können uns demnach nicht daran erinnern, wo wir etwas mit zwei Jahren gelernt haben, aber unser Gehirn ist durchaus schon als Fötus (sobald sich der Hörsinn entwickelt hat) in der Lage, Gelerntes abzuspeichern und später wieder abzurufen. Die erste Form des Lernens stellt sich bei Kleinkindern durch die Gewöhnung, auch unter Habituation zu finden, ein. Durch diese sehr wichtige Lernform, sind Menschen erst in der Lage, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Diese Fähigkeit ist eine der elementarsten des menschlichen Gedächtnisses.
Kinder im Vorschulalter weisen nach Korte (2011) eine enorm hohe Gedächtnisleistung auf. Kindern fällt es vor allem in den ersten zehn Lebensjahren enorm leicht zu lernen, doch Kinder lernen nicht alles gleich gut. Das Lebensalter des Kindes ist mit entscheidend, was es und wie gut es lernen kann. Um überhaupt lernen zu können, muss die Gehirnstruktur mit ihren Synapsen und Neuronen ausreichend entwickelt sein. Menschen verfügen jedoch nicht nur über ein Gedächtnis, sondern über verschiedene Gedächtnissysteme. Die bekanntesten stellen das Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis dar. Da Menschen in der Lage sind, einem bestimmten Gegenstand, ein Gefühl, einen Duft und eine Melodie zuzuordnen, kann man sich eine kleine Vorstellung davon machen, über wie viele verschiedene Gedächtnisebenen das menschliche Gehirn verfügt und wie vernetzt das alles miteinander sein muss, um komplexe Erinnerungen abrufbar machen zu können. Das Gehirn mit all seinen Gedächtnissystemen entwickelt sich jedoch nicht gleichzeitig. Somit ist der Mensch erst nach und nach in der Lage abgespeicherte Informationen abzurufen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Stellenwert von Medienkompetenz als Teil der Lebenskompetenz im 21. Jahrhundert und hinterfragt, ob das koedukative Prinzip im Elementarbereich für den Computererwerb ausreicht.
2. Das Prinzip der Koedukation im Primar- und Elementarbereich: Dieses Kapitel definiert den Begriff Koedukation und analysiert dessen historische Entwicklung in Deutschland sowie den Umgang mit alten und neuen Medien.
3. Frühkindliche Entwicklungen, bezogen auf die Entstehung der eigenen Geschlechtsidentität, Geburt bis sechs Jahre: Hier werden biologische Faktoren und frühkindliche Entwicklungsstufen wie Gehirnreife, Sprachentwicklung und Spielverhalten untersucht.
4. Geschlechtersensible Entwicklungen, bis sechs Jahre: Der Fokus liegt auf der Sozialisation durch Eltern, Geschwister, Kindergarten, Gleichaltrige und Medien sowie den daraus resultierenden geschlechtsspezifischen Verhaltensunterschieden.
5. Geschlechtersensibler Erwerb von Computerkompetenzen, Kinder bis sechs Jahre: Das Kapitel verbindet die theoretischen Erkenntnisse zu einer Argumentation für monoedukative Ansätze bei der Computerarbeit im Kindergarten und empfiehlt ein Einstiegsalter.
6. Schlusswort: Die Autorin resümiert, dass für den speziellen Bereich der Computerkompetenzen im Elementarbereich geschlechtersensible, gegebenenfalls monoedukative Ansätze vorteilhaft sein könnten.
Koedukation, Medienkompetenz, Elementarbereich, Geschlechtsidentität, Sozialisation, Computerkompetenzen, frühkindliche Entwicklung, Geschlechterrollen, Pädagogik, Kindergarten, Monoedukation, Gehirnentwicklung, Mediensozialisation, Kindheit, Vorschulerziehung.
Die Arbeit untersucht die Relevanz einer geschlechtersensiblen Pädagogik beim frühen Erwerb von Computerkenntnissen im Kindergartenalter.
Die zentralen Themen sind frühkindliche Identitätsentwicklung, die Rolle von Sozialisationsinstanzen wie Eltern und Medien sowie die Struktur pädagogischer Bildungsangebote.
Das Ziel ist es, zu hinterfragen, ob das allgemein praktizierte Prinzip der Koedukation für den Erwerb von Computerkompetenzen bei Kindern unter sechs Jahren ausreicht oder ob spezifische, geschlechtersensible Ansätze erforderlich sind.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Auswertung existierender Studien, Fachliteratur sowie empirischer Erhebungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der Entwicklung von Geschlechtsidentitäten, die Analyse von Sozialisationsinstanzen und die Argumentation für monoedukative Konzepte am Computer.
Zu den prägenden Begriffen zählen unter anderem Koedukation, Medienkompetenz, Sozialisation, Geschlechtsidentität und Computerarbeit im Elementarbereich.
Sie dient als Argument für die Bestimmung eines geeigneten Einstiegsalters, da das Gehirn erst ab etwa vier bis fünf Jahren in der Lage ist, Erfahrungen sicher im Langzeitgedächtnis abzurufen.
Rollenspiele sind als vertraute Erfahrungswelt der Drei- bis Fünfjährigen ein idealer Anknüpfungspunkt, um Kinder ohne Überforderung an den Computer heranzuführen.
Aufgrund der nachgewiesenen geschlechtsspezifischen Unterschiede in Spielverhalten und Interaktion plädiert die Autorin für monoedukative Settings, um den Lernprozess am Computer effektiver und kindgerechter zu gestalten.
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