Bachelorarbeit, 2013
56 Seiten, Note: 1,3
1 Hinführung zum Thema
1.1 Einleitung
1.2 Zielsetzung
2 Theoretische Fundierung
2.1 Teilen
2.1.1 Begriffsbestimmung
2.1.2 Kulturen und Ethiken des Teilens
2.1.3 Medienbasierte Kulturen des Teilens
2.1.4 Motivation des Teilens
2.1.4.1 Prosoziales Verhalten
2.1.4.2 Gesetz der Reziprozität
2.1.4.3 Vertrauen
2.1.4.3 Theorie des sozialen Kapitals
2.1.5 Teilen im Wertesystem
2.1.5.1 Definition von Werten
2.1.5.2 Solidarität und Gerechtigkeit
2.1.5.3 Teilen in der menschlichen Natur
2.1.5.4 Bedürfnispyramide
2.2 Share Economy
2.2.1 Begriffsbestimmung
2.2.2 Möglichkeiten
2.2.2 Anwendungsbereiche
2.2.2.1 Produkt- und Dienstleistungssysteme
2.2.2.2 Redistributionsmärkte
2.2.2.3 Kollaborativer Lebensstil
3 Empirische Umsetzung
3.1 Forschungsleitfragen
3.2 Methodisches Vorgehen
3.3 Qualitative Forschung
3.3.1 Sampling, Feldzugang und Durchführung
3.3.2 Teilstrukturiertes Interview
3.3.2 Begründung der Methodenwahl
3.3.4 Datenaufbereitung
3.3.5 Auswertungsverfahren
3.3.6 Begründung der Methodenwahl
3.4 Ergebnisdarstellung
3.4.1 Kurzfragebogen
3.4.2 Interviews
3.4.2.1 Interview mit Frau B.
3.4.2.2 Interview mit Frau K.
3.4.2.3 Interview mit Herrn A.
3.4.2.4 Interview mit Herrn Kl.
3.5 Interpretation der Ergebnisse
4 Diskussion
4.1 Güte und Limitationen
4.2 Implikationen für neue Forschungsfragen
5 Fazit
Diese Arbeit untersucht die psychologischen Beweggründe hinter der Teilnahme an der Share Economy. Ziel ist es, mithilfe theoretischer Literatur und einer qualitativen Untersuchung (Interviews) herauszufinden, welche Bedürfnisse und Werte Individuen zum Teilen motivieren und welche Rolle die Mediatisierung sowie der Wunsch nach sozialem Zusammenhalt dabei spielen.
2.1.3 Medienbasierte Kulturen des Teilens
Jeder der möchte, kann mittlerweile einen guten Teil seines Lebens über Mitnutzungsportale im Internet organisieren. Nach der von Airbnb in Auftrag gegebenen Studie „Deutschland teil“, teilen zwölf Prozent der Bevölkerung in Deutschland mithilfe von Online-Portalen Dinge. Bei den 14 bis 29-jährigen sind es 25 Prozent, bei den 30 bis 39- jährigen haben bereits 88% Dinge im Internet verkauft oder gekauft (Airbnb, 2012).
In der Studie „Nutzen statt Besitzen“ der Heinrich-Böll-Stiftung ist die Rede von einer kulturellen Veränderung. Ressourcen werden gemeinsam genutzt und somit effizienter verwendet. Dadurch wird der Verbrauch von Ressourcen gesenkt und gleichzeitig die Lebensqualität erhöht. Ermöglicht wird diese Veränderung durch das Internet. Schnelles und unkompliziertes Teilen auf vielen verschiedenen Plattformen macht es für jeden einfach das zu finden, was er gerade braucht, aber nicht kaufen möchte (Leismann, Baedeker, Schmitt, Rohn, 2012). Die sogenannten digitalen Natives, also junge Erwachsene, die mit dem Internet aufgewachsen sind, hätten ein hohes Grundvertrauen in andere Nutzer(Botsman, Rogers, 2010). Dies spiegelt auch die obere Grafik zu der Airbnb Studie wieder. Die Nutzung des Internets für alternative Besitz- und Konsumformen ist bei den 14-39 jährigen sehr viel höher, als bei älteren Personen. Das Grundvertrauen ist deshalb so wichtig, da man im Internet meist mit fremden Menschen agiert. Dabei ist es unumgänglich, darauf zu vertrauen, dass genau diese fremden Menschen keine bösen Absichten haben. In diesem Zusammenhang wird Vertrauen als neue Währung bezeichnet.
1 Hinführung zum Thema: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz des Teilens in der heutigen Gesellschaft und führt in die Thematik der Share Economy sowie die Forschungsziele ein.
2 Theoretische Fundierung: Hier werden psychologische Theorien zum Teilen, Konzepte wie das soziale Kapital und die Bedürfnispyramide nach Maslow sowie die verschiedenen Ausprägungen der Share Economy theoretisch hergeleitet.
3 Empirische Umsetzung: Dieser Abschnitt beschreibt die qualitative Methodik, das Sampling der Probanden, die Durchführung der Interviews und das angewandte Auswertungsverfahren.
4 Diskussion: Hier erfolgt eine kritische Reflexion der Ergebnisse, die Betrachtung von Gütekriterien der qualitativen Forschung sowie die Ableitung von Implikationen für zukünftige Forschungsfragen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Beweggründe für das Teilen zusammen und zieht eine Bilanz zur Bedeutung der Share Economy für Konsumenten.
Share Economy, Teilen, Psychologie, Motivation, Eigentum, Collaborative Consumption, Nachhaltigkeit, Internet, Vertrauen, Bedürfnispyramide, Soziales Kapital, Qualitative Forschung, Prosoziales Verhalten, Reziprozität, Gemeinschaft
Die Arbeit untersucht die psychologischen Hintergründe, warum Menschen ihre Ressourcen teilen und an der sogenannten Share Economy teilnehmen.
Die zentralen Themen umfassen die Definition des Teilens, motivationale psychologische Theorien (z.B. Bedürfnispyramide), die Bedeutung von Vertrauen im digitalen Raum und die ökologische sowie soziale Motivation des Nutzens statt Besitzens.
Das Hauptziel ist es, die individuellen psychologischen Beweggründe für das Teilen und für das Engagement in der Share Economy zu identifizieren.
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf teilstrukturierten Interviews mit vier engagierten Probanden basiert, um subjektive Erlebnisse und Emotionen zu erfassen.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen (Kulturen des Teilens, Gesetz der Reziprozität, soziale Netzwerke) als auch die empirische Analyse und Interpretation der Interviewergebnisse dargelegt.
Wichtige Begriffe sind Share Economy, Nachhaltigkeit, psychologische Motivation, prosoziales Verhalten und digitaler Konsumwandel.
Das Internet wird als Vermittlungsinstanz betrachtet, die den Zugang zur Share Economy erleichtert, wobei jedoch die Notwendigkeit von Vertrauen als entscheidende Voraussetzung für die Nutzung betont wird.
Die Share Economy stellt einen Wechsel von einer Besitze-Kultur hin zur Nutzen-Kultur dar, bei der der gemeinschaftliche Zugriff auf Produkte und Dienstleistungen im Vordergrund steht.
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