Bachelorarbeit, 2013
77 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Zielsetzung
1.3 Gang der Untersuchung
2. Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten nach IAS 32 und IAS 39
2.1 Anwendungsbereich
2.2 Ansatz
2.3 Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten nach IAS 39
2.3.1 Nicht börsennotierte Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)
2.3.2 Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente (held-to-maturity assets)
2.3.3 Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beilzulegenden Zeitwert zu bewerten sind (financial assets at fair value through profit and loss)
2.3.4 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (held for sale financial assets)
2.3.5 Umklassifizierung von finanziellen Vermögenswerten
2.3.6 Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten
2.4 Bewertung von finanziellen Vermögenswerten nach IAS 39
2.4.1 Zugangsbewertung
2.4.2 Folgebewertung
2.4.2.1 Fortgeführte Anschaffungskosten
2.4.2.2 Beizulegender Zeitwert (fair value)
2.4.2.3 Wertminderungen nach IAS 39
2.5 Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten nach IAS 39
2.5.1 Zugangsbewertung
2.5.2 Folgebewertung
2.5.3 Ausbuchung
2.6 Hybride Finanzinstrumente
2.7 Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (hedge accounting)
3. Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9
3.1 Das IASB Reformprojekt „IAS 39 Replacement“
3.1.1 Phase 1: Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten
3.1.2 Phase 2: außerplanmäßige Abschreibungen
3.1.3 Phase 3: Bilanzierung von Sicherungsgeschäften
3.2 Anwendungsbereich
3.3 Ansatz
3.4 Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten nach IFRS 9
3.4.1 Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten (at amortised costs)
3.4.2 Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis (at fair value through other comprehensive income)
3.4.3 Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert (at fair value)
3.4.4 Umklassifizierung von finanziellen Vermögenswerten
3.4.5 Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten
3.5 Bewertung von finanziellen Vermögenswerten nach IFRS 9
3.5.1 Zugangsbewertung
3.5.2 Folgebewertung
3.6 Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten nach IFRS 9
3.7 Hybride Finanzinstrumente
3.8 Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (hedge accounting)
4. Beurteilung der Vorschriften des IAS 39
4.1 Das Wertminderungskonzept nach IAS 39
4.2 Die Klassifizierung nach IAS 39
4.3 Die Fair Value Bewertung nach IAS 39
4.4 Hedge accounting nach IAS 39
5. Vergleichende Betrachtung der Standards IAS 39 und IFRS 9
5.1. Das Wertminderungskonzept
5.2 Die Klassifizierung von Finanzinstrumenten
5.3 Die fair value Bewertung
5.4 Hedge Accounting
6. Verbleibende Kritik an den Regelungen zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9
7. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Bilanzierung von Finanzinstrumenten unter den Standards IAS 39 und IFRS 9, mit einem besonderen Fokus auf die durch die Finanzmarktkrise aufgedeckten Mängel und die damit verbundene Komplexität der Rechnungslegungsvorschriften. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, ob der neue Standard IFRS 9 die Komplexität der Vorschriften effektiv reduziert und die Schwachstellen des IAS 39 ausreichend kompensieren kann.
2.3.1 Nicht börsennotierte Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)
In der Kategorie der Kredite und Forderungen werden sämtliche von dem betreffenden Unternehmen selbst ausgegebenen und erworbenen Forderungen beziehungsweise Anleihen, wie zum Beispiel Konsortialkredite, Schuldverschreibungen oder Wertpapiere, zusammengefasst, die nicht börsennotiert sind und zusätzlich über eine feste oder nicht bestimmbare Laufzeit verfügen.
Davon abzugrenzen sind die folgenden Ausprägungen von Krediten und Forderungen, die nicht dieser Kategorie zugeordnet werden dürfen:
- Kredite und Forderungen, die das Unternehmen beabsichtigt sofort oder kurzfristig zu verkaufen und in der Folge als zu Handelszwecken gehalten einzustufen sind (Handelsbestand), sowie solche, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Marktwert bewertet designiert werden
- Kredite und Forderungen, die nach erstmaligem Ansatz als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert werden
- Kredite und Forderungen, für die der Investor seine ursprüngliche Investition infolge sonstiger Gründe, außer eines Bonitätsverlustes, nicht mehr nahezu vollständig wiedererlangen wird und die in Folge dessen als zur Veräußerung gehalten kategorisiert wird
Es zeigt sich, dass die Laufzeit und die Feststellung, ob für den jeweiligen Vermögenswert ein aktiver Markt besteht, die beiden ausschlaggebenden Faktoren zur Zuteilung eines Finanzinstrumentes in die dargestellte Kategorie sind.
Da der Standard ausdrücklich Kredite beziehungsweise Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie Investitionen in Schuldinstrumente und Bankeinlagen als Beispiele für Finanzinstrumente dieser Kategorie benennt, wird deutlich, dass damit die Kredite und Forderungen sowohl von Banken als auch von nicht Banken in den Gültigkeitsbereich des IAS 39 fallen.
1. Einleitung: Diese Einleitung motiviert die Arbeit durch die Komplexität der Bilanzierung von Finanzinstrumenten unter IFRS und skizziert das Ziel, die Mängel des IAS 39 mit den Neuerungen des IFRS 9 zu vergleichen.
2. Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten nach IAS 32 und IAS 39: Dieses Kapitel erläutert detailliert die Anwendungsbereiche, Ansatzvorschriften sowie die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten nach den bestehenden IAS-Standards.
3. Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9: Hier werden die Phasen des IASB-Reformprojekts sowie die neuen Regelungen des IFRS 9 hinsichtlich Klassifizierung, Bewertung und Hedge Accounting dargestellt.
4. Beurteilung der Vorschriften des IAS 39: Dieses Kapitel kritisiert die Komplexität und Unzulänglichkeiten des IAS 39, insbesondere in Bezug auf das Wertminderungskonzept und die Fair Value Bewertung im Kontext der Finanzmarktkrise.
5. Vergleichende Betrachtung der Standards IAS 39 und IFRS 9: Es erfolgt eine Gegenüberstellung der Standards, wobei der Fokus auf der Komplexitätsreduktion durch die neuen Regelungen des IFRS 9, insbesondere beim Wertminderungsmodell, liegt.
6. Verbleibende Kritik an den Regelungen zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9: Dieses Kapitel beleuchtet die fortbestehende Kritik von Anspruchsgruppen an den neuen Regelungen des IFRS 9, insbesondere hinsichtlich des Implementierungsaufwands und spezifischer Bilanzierungsmethoden.
7. Fazit und Ausblick: Zusammenfassend wird festgestellt, dass die Bilanzierung von Finanzinstrumenten strittig bleibt, wobei der IFRS 9 als Chance für eine präzisere, wenn auch komplexere, Abbildung gesehen wird.
IFRS, IAS 39, IFRS 9, Finanzinstrumente, Bilanzierung, Bewertung, Fair Value, Hedge Accounting, Wertminderung, Finanzmarktkrise, Komplexität, IASB, Kreditrisiko, Klassifizierung, Bilanzpolitik
Die Arbeit analysiert und vergleicht die internationalen Bilanzierungsvorschriften für Finanzinstrumente unter den Standards IAS 39 und IFRS 9, wobei insbesondere die Problematik der Komplexität sowie die Kritik an der bisherigen Praxis beleuchtet werden.
Zentrale Themen sind die Kategorisierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die Ausbuchung von Finanzinstrumenten sowie die kritische Würdigung der Wirksamkeit des Hedge Accountings.
Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, ob die Einführung des IFRS 9 die Komplexität der Vorschriften des IAS 39 erfolgreich reduziert und die durch die Finanzmarktkrise offengelegten Mängel hinreichend kompensiert.
Die Arbeit stützt sich auf eine systematische Analyse und Literaturarbeit der relevanten Standards (IAS 32, IAS 39, IFRS 9) sowie eine vergleichende Betrachtung der Regelungsbereiche vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Kritik und der Finanzmarktkrise.
Im Hauptteil werden die Bilanzierungsregeln des IAS 39 detailliert beschrieben, die Neuerungen durch das IASB-Reformprojekt IFRS 9 erläutert, eine fundierte Kritik am IAS 39 geübt und ein direkter Vergleich beider Standards zur Bewertung der Komplexitätsreduktion durchgeführt.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Finanzinstrumente, Fair Value, Hedge Accounting, Wertminderungsmodell, IASB-Reformprojekt, Risikomanagement und Bilanzierung unter IFRS charakterisiert.
Die Krise deckte Schwachstellen in den Bewertungsvorschriften und insbesondere im "incurred-loss model" auf, was den Druck auf das IASB erhöhte, ein zeitgemäßeres, zukunftsorientiertes Modell zur Risikovorsorge wie das "expected credit loss model" zu entwickeln.
Kritisiert werden insbesondere der erhöhte Analyse- und Umstellungsaufwand für Unternehmen sowie die Erweiterung der Bewertungskategorien, die von einigen Experten nicht als Beitrag zur Komplexitätsreduktion, sondern eher als neue Komplikation wahrgenommen wird.
Der Autor sieht die Überarbeitung als positive Entwicklung, da durch den Wegfall behindernder Restriktionen die Kompatibilität zum Risikomanagement der Unternehmen gestärkt wird, auch wenn weiterhin ein hoher Dokumentationsaufwand besteht.
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