Bachelorarbeit, 2013
120 Seiten, Note: 1,8
1 EINLEITUNG
1.1 Fragestellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 FORMEN DES HORRORS
2.1 Literarischer Ursprung
2.2 Geschichte des Horrorfilms
3 DAS AMERIKANISCHE FERNSEHEN
3.1 Das US Network-TV
3.2 Das US Kabel und Pay-TV
3.3 Der Heimvideomarkt
3.4. Fernsehen in Deutschland
4 JUGENDSCHUTZ UND ZENSUR
4.1 Artikel 5
4.2 FSK
4.3 FSF
5 DIE GENREFRAGE
5.1 Das Horrorgenre
5.2 Genres und Gattungen von Fernsehserien
6 EVOLUTION DER HORRORSERIE
6.1 Der Ursprung und The Twilight Zone
6.2 The Addams Family / The Munsters
6.3 Dark Shadows
6.4 Friday the 13th / Freddy’s Nightmares
6.5 Geschichten aus der Gruft
6.6 Are You Afraid of the Dark?
6.7 Twin Peaks
6.8 Akte X und Millennium
6.9 Buffy
6.10 Supernatural
6.11 Dexter - New Wave der Horrorserien
6.12 Weitere aktuelle Horrorserien und Ausblick
6.13 Horrorserien aus Großbritannien
6.14 Horrorserien aus Deutschland
7 ANALYSE I – DIE MODERNE HORRORSERIE
7.1 Warum diese Serie (Rezeption)
7.2 Die Serie The Walking Dead
7.3 Strukturanalyse
7.3.1 Format, Struktur und Tempo
7.3.2 Figuren
7.3.3 Motive der Serie
7.3.4 Fazit
7.4 Analyse der Gewaltdarstellung
7.4.1 Bildästhetik und Look
7.4.2 Gewaltdarstellung
7.4.3 Fazit
7.5 Die moderne Horrorserie im Vergleich zum Horrorfilm
8 ANALYSE II – HORRORSERIEN IN DEUTSCHLAND
8.1 Methodik der Analyse
8.1.1 Die untersuchten Serien
8.1.2 Die Stichprobe
8.1.3 Logik der Kodierung
8.2 Auswertung der Analyse
8.2.1 DVD Jahresstatistik
8.2.2 DVD FSK Freigaben
8.2.3 DVD Zensuren
8.2.4 Fernsehausstrahlung
8.2.5 Vergleich DVD und TV
8.3 Zensurbeispiel The Walking Dead
8.3.1 Ausstrahlung der Serie
8.3.2 Schnittbericht Staffel 3 Folge 1
8.3.3 Schnittauflagen der FSF
8.3.4 Eigene Bewertung der Schnittauflagen
8.4 Zusammenfassung der Ergebnisse
9 FAZIT
9.1 Bewertung und Diskussion der Ergebnisse
9.2 Zusammenfassung der Arbeit
Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Bedeutung der Horrorserie in zeitgenössischen Fernsehformaten. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob die moderne Horrorserie lediglich eine harmlose Variante des Horrorfilms darstellt oder eigenständige dramaturgische Qualitäten besitzt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Analyse der Veröffentlichungspraxis und Zensurmaßnahmen von Horrorserien auf dem deutschen Markt.
7.4.2 Gewaltdarstellung
Eines der wichtigsten Gestaltungsmittel einer Serie über Zombies ist die Darstellung von Gewalt. Bei The Walking Dead kann man ohne Kompromisse von der grausamsten und blutigsten Serie bis dato sprechen. Der realistisch dreckige Look und die schonungslose Natur der Serie lassen keine Beschönigung zu, wenn es darum geht, dass Menschen von hungrigen Zombies zerfleischt werden und sich die letzten Überlebenden mit Waffengewalt gegen die Untoten wehren müssen. Da es sich hier um die Adaption eines Comics handelt, in dem die Gewalt sehr explizit gezeichnet ist, wirkt es, als wollten die Macher der Serie auch eben dies auf das Medium der Serie übertragen. Obwohl das amerikanische Fernsehen im Gegensatz zum Kino strengeren Jugendschutzkontrollen unterliegt, reizt die Serie The Walking Dead alle Grenzen des Zeigbaren komplett aus. Dies ist nur dadurch möglich, dass die Serie auf einem Kabelsender gesendet wird, die, wie eingangs beschrieben, nicht an alle Vorlagen der Fernsehkontrolle gebunden sind, die für das normale Networkfernsehen gelten.
Die Gestaltung der Zombies hat wenig mit den amateurhaft wirkenden Masken aus den Anfängen des Zombiegenres gemein. Der bekannte Special Effects Make-Up Designer Gregory Nicotero, der auf eine langjährige Erfahrung im Horrorfilmgeschäft durch Filme wie die letzten viel Zombiefilme von Geroge A. Romero (1985 bis 2009), From Dusk Till Dawn (1996), Scream 1 und 2 (1996/97), 13 Geister (2001), Hostel (2005), The Hills Have Eyes (2006), Planet Terror (2007) oder Piranha (2010) zurückblicken kann, lässt die Zombies und Effekte nie ungewollt lächerlich, sondern erschreckend realistisch und brutal wirken. The Walking Dead setzt sich dadurch deutlich von den Ursprüngen des klassischen Zombiefilms ab und überträgt dieses Genre vorbildlich in die moderne Zeit.
1 EINLEITUNG: Die Arbeit definiert das Horrorgenre, stellt die Fragestellung zur modernen Horrorserie im Vergleich zum Horrorfilm vor und erläutert den Aufbau der Untersuchung.
2 FORMEN DES HORRORS: Dieses Kapitel beleuchtet die historischen Ursprünge des Horrorgenres in der Literatur sowie die Entwicklung des Horrorfilms vom frühen 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
3 DAS AMERIKANISCHE FERNSEHEN: Hier werden die verschiedenen Sendeplattformen (Networks, Kabel- und Pay-TV) in den USA sowie das deutsche Fernsehsystem und der Heimvideomarkt definiert.
4 JUGENDSCHUTZ UND ZENSUR: Dieser Teil erörtert die rechtlichen Rahmenbedingungen der Filmzensur in Deutschland sowie die Aufgaben und Rollen der Institutionen FSK und FSF.
5 DIE GENREFRAGE: Das Kapitel definiert den Begriff "Horror" innerhalb der Phantastik und erläutert die verschiedenen Gattungen und Erzählstrukturen von Fernsehserien.
6 EVOLUTION DER HORRORSERIE: Eine historische Betrachtung der Entwicklung von Horrorserien, von frühen Anthologieformaten bis hin zu aktuellen Genre-Hybrid-Serien.
7 ANALYSE I – DIE MODERNE HORRORSERIE: Anhand der Serie "The Walking Dead" wird die moderne Horrorserie hinsichtlich ihrer Struktur, Figurenkonstellation und der Gewaltdarstellung analysiert.
8 ANALYSE II – HORRORSERIEN IN DEUTSCHLAND: Die Analyse untersucht empirisch, wie Horrorserien in Deutschland auf DVD und im Fernsehen veröffentlicht sowie zensiert werden.
9 FAZIT: Zusammenfassende Diskussion der Ergebnisse, in der die Hypothese, Horrorserien seien nur harmlose Varianten von Horrorfilmen, widerlegt wird.
Horrorgenre, Horrorserie, The Walking Dead, Fernsehserie, Gewaltdarstellung, Jugendschutz, Zensur, FSK, FSF, Qualitätsfernsehen, Zombie, Medienforschung, Horrorfilm, Struktur, Genre
Die Arbeit analysiert die moderne Horrorserie, deren historische Entwicklung und ihren Stellenwert im Vergleich zum klassischen Horrorfilm, insbesondere unter Berücksichtigung der deutschen Zensurpraxis.
Die Arbeit behandelt die Genese der Horrorserie, die Produktionsbedingungen in den USA versus Deutschland, die Ästhetik der Gewaltdarstellung sowie die rechtlichen Grundlagen des deutschen Jugendschutzes.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: Sind moderne Horrorserien lediglich harmlose Varianten des Horrorfilms, oder haben sie sich als eigenständige, qualitativ hochwertige Formate etabliert?
Es werden eine strukturierte Inhaltsanalyse zur Definition moderner Horrorserien (am Beispiel von "The Walking Dead") sowie eine quantitative Datenbankanalyse von Veröffentlichungsdaten und Zensurstatistiken in Deutschland angewendet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Genre-Entwicklung und in zwei Analyseteile: Eine qualitative Strukturanalyse einer Beispielserie sowie eine quantitative Analyse von DVD-Veröffentlichungen und TV-Ausstrahlungen in Deutschland.
Wesentliche Begriffe sind das Horrorgenre, "The Walking Dead", Gewaltdarstellung, Jugendschutz (FSK/FSF), Qualitätsfernsehen und Zensur in der Medienberichterstattung.
Der Autor kritisiert die teilweise als willkürlich wahrgenommene Zensurpraxis der FSF, da die Unterscheidung zwischen Gewalt von Menschen und Gewalt von Monstern nicht immer konsequent oder nachvollziehbar erscheint.
Diese Sender ermöglichen aufgrund fehlender FCC-Regulierungen eine künstlerisch freiere Gestaltung, was zu einer realistischeren und expliziteren Gewaltdarstellung führt, die dem Produktionsniveau von Kinofilmen entspricht.
Der Autor betont, dass moderne Horrorserien (wie "The Walking Dead") charakterbasiert sind; die psychologische Tiefe und Entwicklung der Figuren ist dabei ein zentrales Qualitätsmerkmal, das sie vom oft stereotyperen Horrorfilm abhebt.
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