Bachelorarbeit, 2009
121 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Vorbemerkungen
1.2. Begriffsklärungen
1.3. Gang der Arbeit
2. Inhaltsanalyse
2.1. Ziel der Analyse
2.2. Forschungsfrage und Hypothesenkatalog
2.3. Die Stichprobe
2.4. Das Kategoriensystem
2.5. Pretest und Kategorienerweiterung
3. Analyseergebnisse
3.1. Deutsche Serien im öffentlich-rechtlichen Fernsehen
3.1.1. Tatort (Münster)
3.1.2. Stubbe - Von Fall zu Fall
3.1.3. KDD - Kriminaldauerdienst
3.1.4. Zwischenfazit
3.2. Deutsche Serien im privaten Fernsehen
3.2.1. K11 - Kommissare im Einsatz
3.2.2. Alarm für Cobra 11
3.2.3. Unschuldig
3.2.4. Zwischenfazit
3.3. US-amerikanische Serien
3.3.1. CSI: Miami
3.3.2. Navy CIS
3.3.3. Life
3.3.4. Zwischenfazit
3.4. Vergleich und Interpretation
4. Die Quoten
4.1. Erfassung und Relevanz der Quoten
4.2. Deutsche Serien
4.3. US-amerikanische Serien
4.4. Vergleich und quotenbezogene Betrachtung der Analyseergebnisse
5. Kostenvergleich
6. Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen aktuellen deutschen und US-amerikanischen Krimiserien, um durch einen begleitenden Quotenvergleich Rückschlüsse auf Erfolgsfaktoren bei TV-Formaten zu gewinnen und das veränderte Produktionsverhalten privater Sender zu beleuchten.
3.1.3. KDD - Kriminaldauerdienst
Ein Kriminaldauerdienst, wie er in einigen deutschen Großstädten existiert, ist in erster Linie für schnelle erste Ermittlungen bei einer Vielzahl von Delikten zuständig, als „Feuerwehr der Polizei“62. Morde hingegen werden direkt an die Mordkommission abgegeben, sodass dieses Thema in der Serie KDD nur eine untergeordnete Rolle spielt. In den analysierten Folgen kam der klassische Mord nur einmal vor, an einer Stelle, an der davon zudem zunächst gar nicht auszugehen war. Die Themenbandbreite ist beim KDD sehr vielfältig. Kleinere Delikte, der typische Alltag einer Dienststelle eben, werden ebenso behandelt wie größere Fälle, die sich untypisch für eine Krimiserie häufig sogar über mehrere Folgen hinziehen, bis sie zu einem Abschluss kommen. Dadurch wird in der Konsequenz ab und an auf den Einsatz von Cliffhangern zurückgegriffen, bei den fünf analysierten Episoden kam dies zweimal vor.
Im Durchschnitt gab es 4 direkt begangene kriminelle Taten pro Folge, mit einem Spitzenwert von 6. Für ein gerade einmal dreivierstelstündiges Format ein hoher Wert. In der Regel wird zudem noch häufig Bezug auf weitere Delikte genommen, wenn Ermittlungen an älteren Fällen weitergeführt werden.
Der Kern von KDD, das wird schnell offensichtlich, ist es im Gegensatz zum Tatort weniger, Ermittlungsvorgänge darzustellen. Zweifelsohne gehören diese zum beruflichen Alltag eines Kriminaldauerdienstes, den die Serie realistisch abzubilden versucht, dazu. Doch im Mittelpunkt stehen die Charaktere, die Ermittler in ihrer gesamten Rolle, als Mensch, nicht unbedingt vorrangig als Polizist. Der Blick auf die Statistik zeigt bereits, dass der Anteil des Privatlebens überaus hoch ist. Teilweise scheinen die entsprechenden Erzählstränge sogar in Richtung Soap abzudriften, wenn etwa allein den Adoptionsquerelen der Wachtdienstleiterin ein Drittel einer kompletten Episode gewidmet wird.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung von Krimiserien ein und stellt die Ziele der Untersuchung dar, inklusive der Herleitung der Forschungsfrage.
2. Inhaltsanalyse: Dieses Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise, definiert das Kategoriensystem und stellt die gewählten Hypothesen für die Untersuchung vor.
3. Analyseergebnisse: Hier werden die Ergebnisse der inhaltlichen Untersuchung der deutschen und US-amerikanischen Krimiserien detailliert aufbereitet und nach Produktionsland sowie Sendertyp ausgewertet.
4. Die Quoten: Dieses Kapitel verknüpft die inhaltlichen Erkenntnisse mit den tatsächlichen Einschaltquoten und Reichweiten, um Erfolgsfaktoren für die TV-Landschaft zu identifizieren.
5. Kostenvergleich: Die Analyse der Produktionskosten verdeutlicht die wirtschaftlichen Herausforderungen und Beweggründe für die Sender, warum auf bestimmte Eigenproduktionen oder Importware gesetzt wird.
6. Fazit und Ausblick: Abschließend werden die zentralen Ergebnisse zusammengefasst und die Risikobereitschaft der Networks mit der Konsistenz deutscher Formate in einen Kontext gesetzt.
Krimiserie, Inhaltsanalyse, Einschaltquoten, US-amerikanische Produktion, deutsche Eigenproduktion, Ermittler, Charaktertypen, Myers-Briggs-Typindikator, Privatsender, öffentlich-rechtliches Fernsehen, Produktionskosten, Cliffhanger, TV-Markt, Sendeformate, Medienforschung
Die Arbeit analysiert die inhaltlichen Unterschiede zwischen zeitgenössischen deutschen und US-amerikanischen Krimiserien und untersucht, wie diese Eigenschaften sowie Sendeplätze mit dem Quotenerfolg korrelieren.
Im Fokus stehen die Rollen der Ermittler, das Verhältnis von Berufs- und Privatleben, die Art der kriminellen Handlungen, dramaturgische Stilmittel wie Cliffhanger sowie ökonomische Produktionsbedingungen.
Die Kernfrage lautet: „Worin unterscheiden sich zeitgenössische US-amerikanische von deutschen Krimiserien“ und inwiefern lassen sich daraus Rückschlüsse auf deren Erfolg am TV-Markt ziehen?
Die Arbeit stützt sich primär auf eine qualitative Inhaltsanalyse mit einer bewussten Auswahl typischer Krimiserien und einer anschließenden quantitativen Datenauswertung (Quoten, Kosten).
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Inhaltsanalyse der Serien, eine vergleichende Betrachtung der Quoten sowie eine Analyse der Produktionskosten im wirtschaftlichen Kontext.
Krimiserie, Inhaltsanalyse, Einschaltquoten, Ermittler, Produktionskosten, öffentliche-rechtliche und private Sender.
Der Kriminaldauerdienst wird als „Experiment“ unter den Krimis eingestuft, da er sich durch einen realistischen, an das „echte Leben“ angelehnten Stil und eine untypische, serialisierte Erzählweise von klassischen Formaten abhebt.
Die Arbeit zeigt, dass Privatsender aufgrund des hohen Kostendrucks zunehmend auf preiswerte Reality-Formate oder lizenzierte US-Ware setzen, während öffentlich-rechtliche Sender weiterhin in teure Eigenproduktionen mit „deutscher Identität“ investieren.
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