Diplomarbeit, 2010
124 Seiten, Note: 3,0
1. Einleitung
2. Aktueller Stand des Fernsehverhaltens
2.1 Fernsehkonsum
2.2 Auswirkungen des Fernsehens
2.2.1 Argumente für den Fernsehnutzen
2.2.2 Argumente gegen den Fernsehnutzen
2.2.3 Vergleich
3. Überblick des Kinderzeichnens
3.1 Entwicklung
3.1.1 Schmieren
3.1.2 Kritzelphase
3.1.3 Tastkörper und Kopffüßler
3.1.4 Vorschemaphase
3.1.5 Werkreife
3.2 Funktionen
3.3 Inhaltselemente
3.3.1 Farbverwendung
3.3.2 Raumnutzung
3.3.3 Druck und Strichführung
3.3.4 Größe und Proportionen
3.3.5 Einzelheiten
3.3.6 Position von Figuren
3.4 Interpretationsfehler
4. Forschungsdesign
4.1 Voraussetzungen der Studie
4.1.1 Informationssammlung
4.1.2 Bildersammlung
4.1.3 Gruppeneinteilung
4.1.4 Äußere Voraussetzungen
4.1.5 Themen
4.2 Voraussetzungen der Probanden
4.2.1 Altersbestimmung
4.2.2 Malverhalten
4.2.3 Fernsehverhalten
5. Interpretation
5.1 Inhaltselemente
5.1.1 Farbverwendung
5.1.2 Raumausnutzung
5.1.3 Druck und Strichführung
5.1.4 Größe und Proportionen
5.1.5 Einzelheiten
5.1.6 Wirkung
5.2 Themen
5.2.1 Alptraum/Angst
5.2.2 Vorbild
5.2.3 Unterwasserwelt
5.2.4 Maus
5.2.5 Lokomotive/Zug
5.2.6 Geschichte
5.3.7 Sonstiges
5.3 Einfluss durch Sendungen und Geschwister
6. Ergebnisse
6.1 Auswertung der Zeichnungen
6.2 Vergleich
7. Schlusswort
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht, ob und in welcher Weise der Fernsehkonsum von Vorschulkindern deren zeichnerische Entwicklung und Ausdrucksweise beeinflusst. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, ob zwischen Kindern, die viel fernsehen, und solchen, die wenig fernsehen, signifikante Unterschiede in der Gestaltung ihrer Zeichnungen bestehen und wie diese differenzieren.
3.1.2 Kritzelphase
Mit Erreichen des ersten Lebensjahres beginnt die Kritzelphase. Sie unterscheidet sich dadurch, dass das Kind nun in der Lage ist, einen Stift oder Pinsel zu halten, und somit von der Erwachsenenwelt anerkannte Mittel verwenden kann. Das Stadium des Kritzelns beinhaltet unter anderem drei Phasen, die parallel mit der motorischen Entwicklung aufeinander aufbauen.
Das Kind beginnt mit dem Hiebkritzeln im Alter von 12-15 Monaten. Motorisch ist das Kind in dieser Phase noch nicht in der Lage, seinen Unterarm einschließlich Handgelenk separat zu bewegen. Die Bewegung erfolgt somit aus dem Schultergelenk, weshalb der gesamte Arm mitbewegt wird. Das Kind hat daher wenig Kontrolle über seine Bewegungen und schlägt mit dem Stift auf das Papier. Dadurch entstehen kurze, nicht zusammenhängende Striche.
Im Alter von 15-23 Monaten beginnt das Schwingkritzeln. Hier ist die Motorik des Kindes bereits soweit fortgeschritten, dass die Bewegung aus dem Ellenbogen heraus erfolgt. Das Kind hat daher mehr Kontrolle über seine Bewegungen und ist somit in der Lage längere, zusammenhängende Striche zu malen.
Die letzte Phase, die als Kreiskritzeln bezeichnet wird, beginnt im Alter von 24 und endet mit 26 Monaten. Motorisch ist das Kind in diesem Teil des Stadiums fähig, sein Handgelenk abzuknicken und dadurch den Stift oder Pinsel leichter zu lenken. Die Bewegung erfolgt hier aus den Hand- oder Fingergelenken. Auf diese Weise sind kontrollierte und feinmotorische Bewegungen möglich.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, wie Fernsehkonsum die Zeichnungen von Kindern beeinflussen kann, und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2. Aktueller Stand des Fernsehverhaltens: Dieses Kapitel beleuchtet die Historie des Fernsehkonsums, aktuelle Trends bei Vorschulkindern und diskutiert Pro- und Contra-Argumente bezüglich der Auswirkungen auf Kinder.
3. Überblick des Kinderzeichnens: Der theoretische Rahmen deckt die Entwicklungsphasen des Zeichnens vom Schmieren bis zur Werkreife ab und analysiert Funktionen sowie spezifische Gestaltungselemente von Kinderzeichnungen.
4. Forschungsdesign: Hier werden die Voraussetzungen, die Gruppeneinteilung der Probanden basierend auf ihrem Medienkonsum sowie die gewählten Themenbereiche für die praktische Studie erläutert.
5. Interpretation: In diesem Kapitel werden die gesammelten Kinderzeichnungen hinsichtlich Inhaltselementen und Themen interpretiert, um mögliche Korrelationen zwischen Fernsehkonsum und zeichnerischem Ausdruck aufzuzeigen.
6. Ergebnisse: Die Ergebnisse fassen die Auswertung der Zeichnungen zusammen und vergleichen die Gruppen direkt, um den Einfluss von Sendungen und Geschwistern zu verdeutlichen.
Kinderzeichnung, Fernsehkonsum, Vorschulkinder, Medienpädagogik, Kritzelphase, Vorschemaphase, Ausdrucksmittel, visuelle Entwicklung, Inhaltselemente, Farbauswahl, Raumausnutzung, Strichführung, Sozialisation, Aggressionspotential, kreative Entwicklung.
Die Arbeit untersucht den Einfluss des Fernsehkonsums auf die zeichnerische Gestaltung von Vorschulkindern unter Berücksichtigung verschiedener Merkmale wie Farbe, Raumausnutzung und Motivwahl.
Die Arbeit verknüpft medienpädagogische Aspekte des kindlichen Fernsehkonsums mit der entwicklungspsychologischen Forschung zur Kinderzeichnung.
Es soll empirisch aufgezeigt werden, ob und wie sich ein hoher bzw. niedriger Fernsehkonsum auf die Qualität und den Ausdruck von Kinderzeichnungen auswirkt.
Die Autorin führte eine eigene Studie durch, bei der 53 Kinder in Gruppen eingeteilt und deren Zeichnungen anhand festgelegter Kriterien analysiert wurden.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen zum Fernsehkonsum und zur Entwicklung des Zeichnens sowie das Forschungsdesign und die detaillierte Interpretation der Zeichnungen.
Zu den zentralen Begriffen gehören Kinderzeichnung, Fernsehkonsum, Vorschulalter, kreative Entwicklung, visuelle Ausdrucksweise und medienpädagogische Einflüsse.
Sie stellen den bedeutsamen Übergang vom einfachen Kritzeln zum erkennbaren Bild dar und signalisieren für Erwachsene die erste erkennbare Form eines Lebewesens.
Dabei zeichnet das Kind Details, von denen es weiß, dass sie vorhanden sind, auch wenn sie aus der gewählten Perspektive eigentlich nicht sichtbar sein dürften.
Die Studie deutet darauf hin, dass Kinder, die intensiv fernsehen, eher zu Themen wie Gewalt neigen, wobei hier die Unterscheidung zwischen Fernseheinfluss und natürlicher Entwicklung schwierig bleibt.
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