Diplomarbeit, 2013
79 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Derzeitige Ausgangssituation der Pflege in Deutschland
1.2 Demographischer Wandel und wirtschaftlicher Kostendruck
1.3 Ursachen des Nachwuchskräftemangels
1.4 Attraktivität des Pflegeberufes in Deutschland – eine Utopie?
2. Historie des Pflegeberufes
2.1 Gründung und Etablierung der Pflege in Deutschland
2.2 Gründung und Etablierung der Pflege in den USA
2.3 Gründung und Etablierung der Pflege in der Schweiz
2.4 Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser drei Länder
2.5 Veränderungen für Deutschland mit Fokus auf die amerikanische Geschichte der Pflege
3. Akademisierung des Pflegeberufes
3.1 Entwicklungen der Studiengänge in der Pflege
3.2 Akademisierung im Ausland und was Deutschland noch lernen kann
3.3 Das deutsche Ausbildungssystem
3.4 Perspektiven für studierte Pflegekräfte
4. Attraktivität des Pflegeberufes
4.1 Pflege oder Medizin – eine Gegenüberstellung
4.2 Pflege im Schatten der Medizin
4.2.1 Pflegekräfte als Handlanger der Ärzte
4.2.2 Mehr Attraktivität durch bessere Bezahlung
4.2.3 Auswirkungen der DRGs
4.3 Die Rahmenbedingungen der Pflege
5. Die Rolle der Führungskräfte
5.1 Führung in der Pflege
5.2 Rollenkonflikte im Krankenhaus
5.3 Berufsstände Verwaltung, Pflege, Medizin
5.3.1 Führungskompetenzen des oberen Managements
5.3.2 Gesundheitsförderung durch Leitungskräfte
6. Zukunft der Pflege in Deutschland
6.1 Weitere Entwicklung des Pflegeberufes
6.1.1 Änderung des Rollenbildes der Pflegekraft
6.1.2 Änderung des Rollenbildes der Führungskraft in der Pflege
6.1.3 Der moderne Führungsstil
6.2 Politische Rahmenbedingungen
6.2.1 Zusammenschlüsse der Berufsverbände
6.2.2 Einführung einer Pflegekammer
6.2.3 Aufgaben einer Pflegekammer
6.3 Möglichkeiten der Arbeitgeber zur Attraktivitätssteigerung
6.4 Verantwortung der Arbeitgeber
7. Empfehlungen und Fazit
7.1 Einfluss der Pflegekräfte
7.2 Öffentlichkeitsarbeit für den Pflegeberuf
Die Arbeit untersucht die Ursachen des Fachkräftemangels in der Pflege und setzt sich kritisch mit der (Un-)Attraktivität des Berufsbildes in Deutschland auseinander. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch gezielte Führungsmaßnahmen, eine höhere Akademisierung und verbesserte politische sowie institutionelle Rahmenbedingungen das Image des Pflegeberufes gesteigert und die Nachwuchsgewinnung langfristig gesichert werden kann.
2.1 Gründung und Etablierung der Pflege in Deutschland
Mit der Legalisierung und der entsprechenden Ausbreitung des Christentums im Mittelalter wuchs auch das Verständnis für die Versorgung von Kranken. Bei der Versorgung von Kranken ging es derzeit primär um einen Akt der Nächstenliebe. Hieraus erwuchs auch der Begriff der Caritas, womit so viel wie die christliche Nächstenliebe gemeint ist, „die die Pflege am Nächsten als Dienst an Gott ansieht“ (Lauber 2012: 28; vgl. Schwarz 2009: 77). Ebenso gingen mit der Ausbreitung des Christentums auch Klosterbauten und die Versorgung von chronisch Kranken und Armen durch Ordensleute, also Mönchen und Nonnen, einher (vgl. Lauber 2012: 32 f.). Im Allgemeinen wurde im Mittelalter von der sogenannten Klostermedizin gesprochen, obwohl neben den in der Pflege tätigen Ordensleuten bereits die Heilberufe der „Hebammen, Bader und Chirurgen“ etabliert waren (Lauber 2012: 34). Ärzte waren hingegen nicht an der direkten Versorgung von Kranken beteiligt, sie wurden aber als Berater hinzugezogen (vgl. Lauber 2012: 34).
Besonders markant war zu Beginn des Mittelalters die Ordensregel von Benedikt von Nursia, der einen eigenen Orden gründete. So lautete die Grundlage zur Ausführung von Medizin und Pflege, sich zu „Armut, Demut und Ehelosigkeit, Gehorsam gegenüber dem Abt und vor allem unter dem Leitspruch „Ora et labora“ (Bete und arbeite) zu praktischer Tätigkeit zum Nutzen des Klosters“ zu verpflichten (Lauber 2012: 32). Eine Grundsatzregel der Aufopferung, die bis heute anhält (vgl. Kleinevers 2004: 70). Auch Grundsätze von Hildegard von Bingen wie „Pflege das Leben, wo du es triffst“ sprachen dem Berufsbild der Pflege eher Nächstenliebe zu (Lauber 2012: 34).
1. Einleitung: Beschreibt die aktuelle Pflegesituation in Deutschland vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und stellt die zentrale These der Attraktivitätssteigerung zur Nachwuchssicherung auf.
2. Historie des Pflegeberufes: Analysiert die geschichtlichen Ursprünge der Pflege als christliche Liebestätigkeit und den Einfluss der Professionalisierung in verschiedenen Ländern.
3. Akademisierung des Pflegeberufes: Untersucht die Entwicklung der Studiengänge und kritisiert das bestehende deutsche Ausbildungssystem im Hinblick auf die Abhängigkeit von der Medizin.
4. Attraktivität des Pflegeberufes: Beleuchtet das negative Image des Berufs und die Konkurrenz zur Medizin, wobei Themen wie Bezahlung und die Auswirkungen des DRG-Systems im Fokus stehen.
5. Die Rolle der Führungskräfte: Erläutert die Notwendigkeit motivierender Führung, den Umgang mit Rollenkonflikten im Krankenhaus und die Bedeutung betrieblicher Gesundheitsförderung.
6. Zukunft der Pflege in Deutschland: Diskutiert moderne Führungsstile sowie politische Rahmenbedingungen und fordert die Etablierung einer Pflegekammer zur professionellen Interessenvertretung.
7. Empfehlungen und Fazit: Formuliert Handlungsempfehlungen für die Pflegekräfte zur aktiven Mitgestaltung ihres Berufsbildes sowie für die Arbeitgeber zur Stärkung der Attraktivität.
Pflegemanagement, Attraktivität, Nachwuchsmangel, demographischer Wandel, Professionalisierung, Akademisierung, Pflegekammer, Führungskräfte, DRG-System, Gesundheitsförderung, Arbeitgeberverantwortung, Berufsbild, Gesundheitssystem, Patientenversorgung, Arbeitsbedingungen.
Die Arbeit analysiert die aktuelle Lage des Pflegeberufs in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung des Fachkräftemangels und untersucht Faktoren, die die Attraktivität dieses Berufsfeldes beeinflussen.
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Pflege, die Notwendigkeit der Akademisierung, die politische Interessenvertretung durch Kammern und die Rolle der Führungskräfte bei der Gestaltung moderner Arbeitsbedingungen.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Attraktivitätssteigerung des pflegerischen Berufsbildes die Rekrutierung von Nachwuchskräften gefördert und die Qualität der Patientenversorgung langfristig verbessert werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse und der Auswertung statistischer Daten zum Pflegepersonalwesen, um die historische Entwicklung und aktuelle Herausforderungen fundiert darzustellen.
Der Hauptteil behandelt die historische Historie, die Akademisierung, die Konkurrenzsituation zur Medizin, die Rolle von Führungskräften und die Notwendigkeit politischer sowie betrieblicher Rahmenbedingungen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Pflegemanagement, Attraktivität, demographischer Wandel, Professionalisierung und die zukünftige Gestaltung des Berufsbildes definieren.
Das DRG-System hat zu einem hohen ökonomischen Druck in Krankenhäusern geführt, was zu Personalabbau und verschlechterten Arbeitsbedingungen im pflegerischen Bereich beigetragen hat.
Eine Pflegekammer wird als essenziell erachtet, um die Interessen der Pflegeberufe gebündelt zu vertreten, die Berufspraxis zu definieren und sich als eigenständige Profession von der Dominanz der Ärzteschaft zu emanzipieren.
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