Studienarbeit, 2013
69 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Straßenverkehrslärm
2.1 Grundlagen
2.2 Lärmquellen im Straßenverkehr
2.3 Einflussgrößen der Lärmempfindung
2.3.1 Physikalische Einflussgrößen
2.3.2 Psychologische Einflussgrößen
2.4 Wirkung
2.5 Rechtliche Regelungen und Grenzwerte
2.5.1 Europaweite Regelungen
2.5.2 Bundesweite Regelungen
2.6 Berechnungsvorschriften
3 Externe Effekte
3.1 Kategorien externe Effekte
3.2 Straßenverkehrslärm als externer Effekt
4 Monetarisierung
4.1 Schadenskostenansatz
4.2 Vermeidungskostenansatz
5 Internalisierung
5.1 Private Internalisierungsansätze
5.2 Staatliche Internalisierungsansätze
6 Internalisierungsstrategien für Straßenverkehrslärm
6.1 Grundkonzepte der Internalisierung
6.1.1 Auflagen
6.1.2 Steuern und Abgaben
6.1.2.1 Pigou-Steuer
6.1.2.2 Preis-Standard-Ansatz
6.1.3 Subventionen
6.1.4 Bewertung der Grundkonzepte
6.2 Konkrete Internalisierungsansätze
6.2.1 Auflagen
6.2.1.1 Grenzvorschriften zu Lärmemissionen
6.2.1.2 Geschwindigkeitsbeschränkungen und Fahrverbote
6.2.2 Steuern und Abgaben
6.2.2.1 Mehrwert- und Kfz-Steuer
6.2.2.2 Road-Pricing
6.2.2.3 Mineralölsteuer
6.2.3 Wirkungsabschätzung und Bewertung
7 Praxisbeispiele
7.1 London - „Congestion Charge“
7.2 Singapur - „Area Licensing Scheme“
7.3 Trondheim - City-Maut
7.4 Bewertung
Fazit
Die Arbeit untersucht, wie Lärmemissionen aus dem Straßenverkehr ökonomisch und ingenieurtechnisch korrekt bewertet und durch geeignete Internalisierungskonzepte in das Entscheidungskalkül der Verkehrsteilnehmer integriert werden können, um Wohlfahrtsverluste zu minimieren.
3.2 Straßenverkehrslärm als externer Effekt
Den Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit bildet der negative externe Effekt Straßenverkehrslärm. Die Belästigungsreaktionen betroffener Individuen sind dabei, wie in Kapitel 2.4 erläutert, auf objektiv ermittelbaren Einflussgrößen und psychologischen Faktoren zurückzuführen. Aus ökonomischer Sicht weist somit die Lärmbelastung sowohl auf die Existenz einer technischen Externalität als auch auf das Vorhandensein eines psychologischen externen Effektes hin (Geßner & Weinreich, 1998, S. 29). Prinzipiell ist es aber ein Zusammenwirken beider Kategorien, die die Komplexität dieser schädlichen Umweltauswirkung kennzeichnet.
Um die ökonomische Wirkung der Externalität Straßenverkehrslärm auf die Effizienz des Infrastruktursystems zu veranschaulichen, wird im Folgenden ein stark vereinfachtes Wirtschaftsmodell zugrunde gelegt, welches vollkommene Konkurrenz bei der Infrastrukturnutzung unterstellt. Dabei soll davon ausgegangen werden, dass psychologische im selben Maß wie technische externe Effekte marktinkonform wirken und demnach auch zu Marktversagen führen können. Weiterhin wird ein linearer Zusammenhang zwischen jeder Fahrt und den daraus hervorgehenden Lärmschäden angenommen. Der Straßenverkehrslärm wird zudem isoliert von anderen Lärmarten und generell anderen einflussnehmenden Externalitäten betrachtet. (Geßner & Weinreich, 1998, S. 30)
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Straßenverkehrslärms als soziales und umweltpolitisches Problem ein und formuliert das Ziel der Arbeit, Internalisierungskonzepte zu analysieren und zu bewerten.
2 Straßenverkehrslärm: Hier werden die Grundlagen der Lärmerzeugung, die Einflussgrößen der Lärmempfindung, die gesundheitlichen Wirkungen sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und Berechnungsmethoden beschrieben.
3 Externe Effekte: Dieses Kapitel erläutert die ökonomische Theorie der externen Effekte und verdeutlicht anhand eines Modells die Ineffizienz des Infrastruktursystems durch den unberücksichtigten Straßenverkehrslärm.
4 Monetarisierung: Hier werden Verfahren vorgestellt, um Umweltschäden in Geldeinheiten auszudrücken, wobei insbesondere der Schadenskostenansatz und der Vermeidungskostenansatz im Fokus stehen.
5 Internalisierung: In diesem Kapitel werden private und staatliche Lösungsansätze diskutiert, um die durch Straßenverkehrslärm verursachten Wohlfahrtsverluste in das Kalkül der Verursacher einzubeziehen.
6 Internalisierungsstrategien für Straßenverkehrslärm: Dieser Hauptteil analysiert theoretische Grundkonzepte und konkrete Maßnahmen, wie Auflagen und abgabenbasierte Systeme, hinsichtlich ihrer Eignung zur Lärmminderung.
7 Praxisbeispiele: Dieses Kapitel untersucht die Anwendung von Road-Pricing-Systemen in London, Singapur und Trondheim und bewertet deren Wirksamkeit bei der Internalisierung von Lärmkosten.
Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und empfiehlt eine Kombination aus verschiedenen ordnungspolitischen und ökonomischen Maßnahmen für eine zielgerichtete Lärminternalisierung.
Straßenverkehrslärm, Internalisierung, externe Effekte, Monetarisierung, Pigou-Steuer, Road-Pricing, Wohlfahrtsverlust, Lärmminderung, Infrastrukturnutzung, Umweltpolitik, Grenzkosten, Emissionsgrenzwerte, Verkehrsökologie, Verkehrsmanagement, Lärmschutz.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der wirtschaftlichen und technischen Internalisierung der externen Kosten von Straßenverkehrslärm.
Die Schwerpunkte liegen bei der ökonomischen Theorie der Externalitäten, Methoden der Monetarisierung von Lärmbelastungen sowie der kritischen Bewertung verschiedener politischer Steuerungsinstrumente.
Ziel ist es, die Anwendbarkeit und Effektivität verschiedener Internalisierungskonzepte für den Straßenverkehrslärm zu diskutieren und zu bewerten.
Es wird eine theoretische Analyse auf Basis ökonomischer Modelle durchgeführt, ergänzt durch eine kritische Evaluierung konkreter internationaler Praxisbeispiele für Mautsysteme.
Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse von Internalisierungsstrategien, unterteilt in Grundkonzepte wie Steuern und Auflagen sowie deren konkrete Umsetzung im Verkehrssektor.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Internalisierung, externer Effekt, Road-Pricing, Pigou-Steuer und Lärmminderung.
Die Problematik liegt in der räumlich begrenzten Wirkung von Lärm sowie der komplexen Vielzahl an physikalischen und psychologischen Einflussfaktoren, die eine exakte Zuordnung von Lärmschäden pro Fahrzeug schwierig machen.
Es zeichnet sich durch einen sehr hohen Differenzierungsgrad des Tarifsystems nach Ort, Zeit und Fahrzeugeigenschaften aus, wodurch eine zielgerichtete Beeinflussung der Lärmemissionen möglich ist.
Dieses Kriterium prüft, ob ein Instrument ökologische Ziele wie die Lärmminderung tatsächlich effektiv, treffsicher und zeitnah erreichen kann.
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