Masterarbeit, 2012
129 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung und Aufbau
1.2 Forschungsfrage und Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise in der Arbeit
2 DAS INDUSTRIEDORF
2.1 Von der Gründung zur Fabrik
2.2 Die prosperierende Gemeinschaft
2.2.1 Frühe Errungenschaften
2.2.2 Beschäftigung und Entlohnung
2.3 Der Niedergang
2.3.1 Verfall von Strukturen
2.3.2 Defizite und Konsequenzen
2.3.3 Besinnung auf Vergangenes
3 GRUNDLAGEN
3.1 Definitionen und Abgrenzungen
3.2 Forschungsstand
3.3 Hypothesen
4 ARBEITSMÄRKTE - NEU ORIENTIERT
4.1 Der Wohlfahrtsstaat
4.1.1 Österreich im Blickpunkt
4.1.2 Die europäischen Länder
4.1.3 Globale Situation
4.2 Der veränderte Arbeitsmarkt
4.2.1 Beschäftigungsangebote
4.2.2 Megatrend unternehmerische Verantwortung
4.2.3 Human Asset – wichtigste Ressource
4.2.4 Konsequente Weiterbildung
4.2.5 Leistung auch ohne Entgelt
4.2.6 Überalternde Gesellschaft
4.2.7 Geplanter Ruhestand oder jobben bis zum Umfallen
4.2.8 Migration als Schlüssel
4.2.9 Wandel der Rolle der Frau
4.2.10 Intelligente Technologien versus Humankapital
4.3 Globalisierung der Arbeitsmärkte
4.3.1 Energie der Zukunft
4.3.2 Nachhaltigkeit der Rohstoffbeschaffung
4.3.3 Die neuen Arbeitsplätze
4.3.4 Leben, wohnen, arbeiten schrankenlos
4.3.5 Digitalisierte Information
4.3.6 Gesteigerte Flächeneffizienz
4.3.7 Ende von Fließband, Kollektivvertrag und Gewerkschaft
4.3.8 Neue Formen sozialer Sicherung
4.3.9 Working Poor
4.3.10 Allheilmittel Grundsicherung
4.4 Diskontinuität der Beschäftigungssituation
4.4.1 Multiple Arbeitsmärkte
4.4.2 Fraktale Biografien
4.4.3 Chancengleichheit durch New Economy
4.5 Gefordertes Entrepreneurship
4.5.1 Geschaffene Märkte
4.5.2 Abhängige Selbständigkeit
4.5.3 Glück statt Geld
4.5.4 Verwischte Grenzen
4.5.5 Arbeit als Falltür zu Erkrankung
4.6 Zukünftige Beschäftigung bedingt Kreativität
4.6.1 Ressource Kreativität
4.6.2 Creative Economy
4.7 Kooperative Gesellschaft
4.7.1 Erfordernis Wirtschaftswachstum
4.7.2 Prävention militärischer Konflikte
5 DIE DRUCKINDUSTRIE IM FOKUS
5.1 Erreichtes und Angewandtes
5.1.1 Gutenbergs Erben
5.1.2 Boomender Buchmarkt
5.1.3 Printmedien allerorts - der überquellende Postkasten
5.2 Lernprozess und Zukunftsorientierung
5.2.1 Allheilmittel Expansion
5.2.2 Marktteilnehmer unter Zwang
5.2.3 Ende der Zeitungsproduktion
5.2.4 Smartphone, PC und Co.
5.2.5 Neue digitale Medienwelt
5.2.6 Versöhnung mit dem Unvermeidlichen
6 SCHLUSSFOLGERUNG
6.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
6.2 Formulierung erkenntnisorientierter Aussagen
6.3 Ausblick
6.4 Nicht erreichte Ziele und Ergebnisse, Schwächen der Arbeit
Die Masterthesis „Zukunft der Arbeit – Arbeit der Zukunft“ untersucht die Transformation der Arbeitswelt unter dem Einfluss technologischer Innovationen und globaler ökonomischer Verschiebungen. Das zentrale Ziel ist es, unter Einbeziehung historischer Lehren – insbesondere anhand der Fallstudie „Die Arbeitslosen von Marienthal“ – Trends und Aufgabenstellungen künftiger Beschäftigungsformen auszuloten und mögliche Lösungsansätze zu formulieren, um den Herausforderungen einer sich wandelnden Erwerbslandschaft zu begegnen.
2.2.2 Beschäftigung und Entlohnung
„Das durchschnittliche Jahreseinkommen eines Arbeiterhaushaltes beträgt anfangs der dreißiger Jahre 293,67 (nach heutiger Kaufkraft etwa 7.000,–). Die durchschnittliche Unterstützung einer Arbeitslosenfamilie (wenn man das Glück hat unterstützt zu werden) beträgt ca. 145,– (entspricht heute einer Kaufkraft von ca. 3.500,–), diese Arbeitslosen Unterstützung wird in der Regel zur Gänze für Lebensmittel ausgegeben“ (Seeberg, 2011, S. 14).
Eine Fußstunde im Umkreis befinden sich einige kleine Dörfer, mit Marienthal in Geschichte und Struktur vergleichbar. Nachfolgend einige Wochenlöhne in Schilling: Stickerei in Velm 13,– bis 18,–, Baumwollspinnerei in Götzendorf 28,– bis 32,–, Spinnereien in Ober- und Unterwaltersdorf mit ähnlichem Lohnniveau, Steinbruch in Mannersdorf bis 32,–, die Glasfabrik in Moosbrunn steht seit geraumer Zeit still (vgl. Jahoda, 1980, S. 32).
Die Entlohnung in Marienthal war an regional üblichem Niveau orientiert.
Obwohl die Löhne knapp bemessen waren, sogar Kinder täglich in drei Schichten zu 8 Stunden beschäftigt wurden, war der Standort aufgrund guter sozialer, Wohn- und stabiler Beschäftigungsverhältnisse nachgefragt, und Kinderarbeit in damaligen Zeiten durchaus üblich (vgl. ebd., S. 33).
1 EINLEITUNG: Der Autor stellt die Transformation der Arbeitswelt durch technologischen Fortschritt dar und hinterfragt vor dem Hintergrund historischer Krisen die zukünftige Beschäftigungssituation.
2 DAS INDUSTRIEDORF: Anhand der historischen Fallstudie des Industriedorfes Marienthal analysiert der Autor die sozioökonomischen Auswirkungen von Betriebsschließungen und Massenarbeitslosigkeit.
3 GRUNDLAGEN: Hier werden zentrale Begriffe der Arbeitswelt definiert und der Forschungsstand zu zukünftigen Entwicklungen in der Dienstleistungsgesellschaft beleuchtet.
4 ARBEITSMÄRKTE - NEU ORIENTIERT: Das Kapitel analysiert den Wandel hin zu einer Dienstleistungsgesellschaft, Themen wie Demografie, Migration, Digitalisierung und neue Beschäftigungsformen stehen im Fokus.
5 DIE DRUCKINDUSTRIE IM FOKUS: Der Autor transferiert die allgemeinen Erkenntnisse auf die spezifische Situation der Druckbranche, die durch den Technologiewechsel und digitale Medien stark unter Druck geraten ist.
6 SCHLUSSFOLGERUNG: Zusammenfassend wird betont, dass trotz der Unvorhersehbarkeit der Zukunft die Gestaltung durch Innovation und Bildung entscheidend bleibt, wobei die Druckbranche mit einer Marktbereinigung und neuen Geschäftsmodellen reagiert.
Arbeitswelt, Digitalisierung, Dienstleistungsgesellschaft, Beschäftigung, Industriegeschichte, Marienthal, Automatisierung, Zukunft der Arbeit, Innovation, Unternehmertum, Human Asset, Grundeinkommen, Globalisierung, Druckindustrie, Strukturwandel
Die Arbeit befasst sich mit der Transformation der modernen Arbeitswelt, dem technologischen Wandel und dessen Auswirkungen auf Beschäftigungsmodelle, unter besonderer Berücksichtigung der Druckindustrie.
Die Schwerpunkte liegen auf den Megatrends des Arbeitsmarktes, der Digitalisierung, den demografischen Herausforderungen und der notwendigen Anpassung von Qualifikationsprofilen.
Die Arbeit untersucht, wie sich Märkte und Techniken entwickeln und wie dieser Wandel Kosten, Einkommen, Wertschöpfung und die Beschäftigungssituation für die Bevölkerung beeinflusst.
Der Autor stützt sich auf eine Analyse historischer Ereignisse (soziografische Studie Marienthal), die Interpretation aktueller literarischer Quellen und eine kritische Reflexion der Entwicklungen innerhalb der grafischen Industrie.
Der Hauptteil analysiert den Wandel von industriellen Produktionsprozessen zur Dienstleistungsgesellschaft, diskutiert Zukunftsmodelle und betrachtet kritisch die strukturellen Veränderungen in der Druckbranche.
Die zentralen Begriffe umfassen Arbeitswelt, Strukturwandel, Digitalisierung, Beschäftigungssituation und die spezifische wirtschaftliche Transformation der Druckindustrie.
Marienthal dient als historisches Referenzbeispiel, um die sozialen und wirtschaftlichen Folgen von Massenarbeitslosigkeit und dem Zusammenbruch industrieller Strukturen aufzuzeigen und in Bezug zur heutigen Situation zu setzen.
Der Autor sieht im technologischen Fortschritt eine treibende Kraft, die zwar alte Berufsbilder vernichtet, aber auch Raum für neue, kreative Tätigkeiten schafft, sofern eine stetige Weiterbildung erfolgt.
Die Druckindustrie befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Sie überlebt durch Konsolidierung (Fusionen), die Integration digitaler Angebote und durch die Erkenntnis, dass Qualität und Flexibilität entscheidend für das Bestehen am Markt sind.
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