Bachelorarbeit, 2011
30 Seiten, Note: sehr gut
Der Text befasst sich mit der Scheidung von Sein und Werden im Proömium zu Platons Timaios (27d 6-28a 4) und analysiert die Argumentation Platons in Bezug auf die Natur des Seins und Werdens. Die Arbeit zeichnet die Entwicklung von Platons Gedanken nach und beleuchtet die zentrale Rolle der Ideenlehre und der Erkenntnis in der Philosophie Platons.
Der Text beginnt mit einer Analyse der Scheidung von Sein und Werden im Proömium zu Platons Timaios. Die zentrale These des Textes ist, dass das immer Seiende durch das an der Vernunft orientierte Denken erfassbar ist, während das immer Werdende durch auf vernunftlose Wahrnehmung bezogene Meinung erfahrbar ist.
In einem weiteren Schritt untersucht der Text die Bedeutung der Ideenlehre für Platons Philosophie. Der Autor argumentiert, dass Platons Ideenlehre die Grundlage für seine gesamte Philosophie bildet. Die Ideen sind für Plato unveränderliche und zeitlose Muster, die die Grundlage für die Welt des Werdens bilden.
Schließlich befasst sich der Text mit dem Verhältnis von Sein und Erkennen. Der Autor argumentiert, dass das Erkennen des Seins durch das Denken erfolgt, während das Erkennen des Werdens durch die Sinne geschieht. Der Mensch kann das Seiende nicht direkt wahrnehmen, sondern nur durch das Denken zu ihm gelangen.
Die wichtigsten Schlüsselwörter des Textes sind: Sein, Werden, Ideenlehre, Erkenntnis, Zeitlichkeit, Physis, Techne, Eidos, Timaios, Plato.
Das "Sein" (ontos on) ist das immer Seiende, das durch vernünftiges Denken erfassbar ist, während das "Werden" (gignomenon) der Welt der Sinne und der veränderlichen Meinung (doxa) angehört.
Die Ideen dienen als zeitlose und unveränderliche Muster (Eidos), nach denen die Welt des Werdens geformt ist. Sie sind die Grundlage für Platons gesamtes philosophisches System.
Wahre Erkenntnis ist nur in Bezug auf das unwandelbare Sein möglich (noesei meta logou). Das Werden hingegen kann nur Gegenstand von unsicherer Wahrnehmung und Meinung sein.
Physis bezieht sich im Timaios auf die Naturphilosophie und wird im Verhältnis zum neuzeitlichen Naturverständnis sowie zu den Begriffen Techne (Handwerk/Kunst) und Eidos untersucht.
Das Techne-Modell hilft, das Verhältnis zwischen dem ewigen Vorbild (Sein) und dem geschaffenen Abbild (Werden) durch die Analogie eines göttlichen Handwerkers zu erklären.
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