Bachelorarbeit, 2013
67 Seiten, Note: 2,5
1. Einleitung
2. Grundlagen der Musikrezeption
2.1 Adornos Theorie der Industriediktatur
2.2 Der Rezipient als kreativer Part der Musikkultur
2.3 Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Theorien in Bezug auf das Künstler-Image
3. Strategien der Musikindustrie
3.1 One-Hits-Wonders – Das schnelle Kapital
3.2 Dekaden-Stars – So werden Legenden gemacht
4. Die Böhsen Onkelz – „Gehasst, Verdammt, Vergöttert!“
4.1 Die Onkelz und die Presse
4.2 Der Mythos „Böhse Onkelz“
4.3 Die Onkelz und der Prollrock
4.4 Legenden sterben nie? „Vaya con tioz“
4.5 Das Ende der Onkelz
4.6 Die Onkelz – Ein Medienphänomen
5. Überprüfung der Thesen an vier ausgewählten Werken
5.1 Erinnerungen
5.2 Onkelz 2000
5.3 Danke für nichts
5.4 Ihr hättet es wissen müssen
6. Das Image macht die Musik?
Die Arbeit analysiert, inwiefern ein selbst konstruiertes oder von außen zugeschriebenes Image eine Band beeinflussen kann, und untersucht die Wechselwirkungen zwischen musikalischer Ausgestaltung und medialer Wahrnehmung am Beispiel der Band Böhse Onkelz.
4.1 Die Onkelz und die Presse
„Die Band sah sich auch nach ihrem Ausstieg aus der rechtsextremen Szene weiterhin in einem Kampf –gegen "die da oben", gegen Journalisten und gegen alle, von denen sie sich unverstanden fühlten, auch wenn aus der "Kanakenwelt" der Vergangenheit nun ein "Meer der Lüge" geworden war. Unverstandene selbsternannte Underdogs, immer kämpfend – ohne jedoch sagen zu können, wofür da gekämpft wird: "rebels without a cause".“ (Netz gegen Nazis 2008)
Wie von der Internetinitiative Netz gegen Nazis richtig analysiert wurde, legten sich die Böhsen Onkelz ein Image der Underdog-Band zu, welches sie bis zum Schluss aufrechterhielten. Jenes Image samt dem implizierten Kampf gegen Alles und Jeden ist dabei nicht neu. Es war schon in den 60er und 70er Jahren in den Jugendkulturen und ihren Musiken ein unverzichtbarer Bestandteil. (Vgl. Frith 2007) Und so auch bei den Böhsen Onkelz. Auf nahezu jedem Album lassen sich Lieder finden, welche textlich Menschen und Institutionen anfeinden, welche die Onkelz als Gegner empfanden.
1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung von Images für Musiker und Skizzierung der Problematik anhand von Beispielen wie den Rolling Stones und den Toten Hosen.
2. Grundlagen der Musikrezeption: Auseinandersetzung mit Adornos Theorie der Industriediktatur und der Gegenposition der Cultural Studies zum aktiven Rezipienten.
3. Strategien der Musikindustrie: Untersuchung der Vermarktungsmechanismen von kurzlebigen "One-Hit-Wonders" gegenüber langfristig aufgebauten "Dekaden-Stars".
4. Die Böhsen Onkelz – „Gehasst, Verdammt, Vergöttert!“: Detaillierte Analyse der Image-Konstruktion, des Mythos, des Prollrocks und der Abgrenzung zur Presse am Beispiel der Böhsen Onkelz.
5. Überprüfung der Thesen an vier ausgewählten Werken: Exemplarische Untersuchung von vier spezifischen Songs ("Erinnerungen", "Onkelz 2000", "Danke für nichts", "Ihr hättet es wissen müssen") auf ihre Rolle im Gesamtgefüge der Band.
6. Das Image macht die Musik?: Fazit über das Wechselspiel zwischen künstlicher Inszenierung und musikalischem Inhalt, ergänzt um aktuelle Fallbeispiele.
Böhse Onkelz, Imagekonstruktion, Musikrezeption, Kulturindustrie, Adorno, Musikindustrie, Subkultur, Authentizität, Mythos, Fanbindung, Deutschrock, Medienboykott, Rezeption, Popkultur, Identitätskonstruktion.
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen einem gezielt konstruierten oder extern zugeschriebenen Band-Image und dem tatsächlichen musikalischen Erfolg am Beispiel der Böhsen Onkelz.
Zu den zentralen Themen gehören die Musikrezeptionstheorie, die Vermarktungsstrategien der Musikindustrie und die diskursive Imagebildung subkultureller Bands.
Das primäre Ziel ist die Analyse, wie die Böhsen Onkelz ihr Image als unangepasste Underdogs trotz massiver medialer Boykott-Kampagnen zur Stärkung ihrer Fanbindung und ihres Legendenstatus nutzen konnten.
Der Autor nutzt eine emische Betrachtungsweise, also die Perspektive eines Kenners der Szene, gepaart mit einer Analyse theoretischer Diskurse und exemplarischen Werkanalysen.
Der Hauptteil analysiert die strategische Imagebildung der Band, den Mythos "Böhse Onkelz", die Rolle der Presse und die musikalische Entwicklung anhand ausgewählter Songs, die für die Historie der Band entscheidend waren.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Imagekonstruktion, Kulturindustrie, Authentizität, Fanbindung, Medienboykott und Identitätskonstruktion.
Der Autor argumentiert, dass die Band bewusst Klischees des unangepassten "Underdogs" bediente, um sich in der Musiklandschaft zu positionieren und eine treue Fan-Familie aufzubauen.
Das Abschiedskonzert diente als "Homecoming" und inszeniertes Finale, das den Mythos der Band für die Nachwelt konservierte und als Teil der "Legendenbildung" festigte.
Er argumentiert, dass neutrale, von außen betrachtende Analysen die gelebte Realität und Faszination der Band-Fan-Beziehung oft verfehlen und daher für dieses spezifische Thema unzureichend sind.
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