Bachelorarbeit, 2013
96 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Vom traditionellen zum modernen Kostenmanagement
2.1 Grenzen traditioneller Kostenrechnungsmethoden
2.2 Japans Einfluss auf die westlichen Märkte
2.3 Moderne Kostenmanagementansätze im Vergleich
2.3.1 Prozesskostenrechnung
2.3.2 Product Lifecycle Costing
2.3.3 Target Costing
2.4 Zusammenfassung
3. Das Target Costing als strategisch-marktorientiertes Kostenmanagementkonzept
3.1 Historische Entwicklung und Begriff des Target Costing
3.2 Charakteristika und Zielsetzung des Target Costing
3.3 Target Costing als notwendige Folge gegebener Umweltbedingungen
3.4 Zusammenfassung
4. Der Target Costing Prozess und seine Anwendung
4.1 Marktinformationen als Ausgangspunkt des Target Costing Prozesses
4.1.1 Traditionelle Instrumente der Absatzmarktforschung
4.1.2 Absatzmarktforschung im Rahmen des Target Costing: Die Conjoint-Analyse
4.2 Methoden der Zielkostenfindung
4.3 Instrumente zur Zielkostenspaltung
4.4 Maßnahmen zur Zielkostenerreichung
4.4.1 Design-to-Cost
4.4.2 Quality Function Deployment
4.4.3 Simultaneous Engineering
4.5 Zusammenfassung
5. Die Rolle des Controllings im Zielkostenmanagement
5.1 Controlling als Koordinationsorgan im Zielkostenmanagement
5.1.1 Systembildendes Controlling
5.1.2 Systemkoppelndes Controlling
5.2 Controlling als Rationalitätssicherungsorgan im Zielkostenmanagement
5.2.1 Umweltorientiertes Controlling
5.2.2 Ergebniszielorientiertes Controlling
5.3 Zusammenfassung
6. Empirische Untersuchung
6.1 Untersuchungsdesign
6.2 Ergebnisse und Diskussion
7. Fazit, abschließende Anmerkungen und Ausblick
Die Arbeit untersucht das Target Costing als strategisch-marktorientiertes Kostenmanagementkonzept, das den Konflikt zwischen Kostensenkungsanforderungen und Marktorientierung lösen soll. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, welche Rolle das Controlling als ganzheitliches Steuerungsinstrument in diesem technisch geprägten Prozess einnimmt und wie es sich in der österreichischen Industrie in der Praxis darstellt.
Die Rolle des Controllings im Zielkostenmanagement
Wie Koufteros betont auch Tani (1995: 402), dass die Kostenverantwortung keinesfalls zwischen den Abteilungen hin und her gespielt werden darf, da „Simultaneous Engineering emphasizes that at least two departments should engage in every stage of product development activities” und „[…] drastic cost reduction will not be realized without cooperative efforts between departments. It is too late if production engineering discovers the layout of parts is inappropriate for efficient manufacturing.” (ebd.)
Das Simultaneous Engineering ist dem Target Costing Konzept – welches eine ebenso gesamtheitliche Betrachtung der (Kosten-)Strukturen vorsieht – an sich sehr ähnlich und lässt sich demzufolge sehr gut in das Target Costing integrieren, um eine marktorientierte Preisgestaltung und zudem kürzere Produktentwicklungsphasen zu forcieren (Buggert/Wielpütz 1995: 106).
Vor diesem Hintergrund und aufgrund der allgemeinen Entwicklung hin zu immer kurzlebigeren wettbewerbsintensiven Produkten, ist eine Tendenz zur Einführung von Simultaneous Engineering Methoden festzustellen (Shabnam 1998: 113; Koufteros et al. 2001: 97ff), weshalb im weiteren Verlauf verstärkt auf diesen Ansatz Bezug genommen wird.
1. Einleitung: Beschreibt die historische Notwendigkeit für marktorientiertes Kostenmanagement aufgrund von Wettbewerbsdruck und führt in die Fragestellung zur Rolle des Controllings ein.
2. Vom traditionellen zum modernen Kostenmanagement: Analysiert die Schwächen der klassischen Kostenrechnung und beleuchtet Ansätze wie Prozesskostenrechnung und Product Lifecycle Costing als Vorstufen zu modernen Strategien.
3. Das Target Costing als strategisch-marktorientiertes Kostenmanagementkonzept: Erläutert die Grundlagen, Definitionen und die strategische Bedeutung des Target Costing als Antwort auf veränderte Umweltbedingungen.
4. Der Target Costing Prozess und seine Anwendung: Detailliert die methodische Umsetzung von der Marktanalyse über die Zielkostenfindung bis hin zu spezifischen Instrumenten wie Design-to-Cost und Simultaneous Engineering.
5. Die Rolle des Controllings im Zielkostenmanagement: Untersucht die Funktion des Controllings als Koordinator und Rationalitätssicherungsorgan sowie die Schnittstellen zwischen Controlling, Entwicklung und Produktion.
6. Empirische Untersuchung: Dokumentiert das Design und die Ergebnisse der Experteninterviews in österreichischen Industrieunternehmen zur praktischen Anwendung und den gelebten Controlling-Prozessen.
7. Fazit, abschließende Anmerkungen und Ausblick: Fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass Target Costing in der Praxis stark adaptiert wird und das Controlling oft eine konventionelle Rolle als Informationslieferant behält.
Target Costing, Zielkostenmanagement, Controlling, Kostenmanagement, Produktentwicklung, Marktorientierung, Simultaneous Engineering, Design-to-Cost, Kostensenkung, Wettbewerbsfähigkeit, Prozessorientierung, Industriebetriebe, Produktlebenszyklus, Strategisches Kostenmanagement, Experteninterviews.
Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung und praktischen Ausgestaltung des Target Costing in Unternehmen sowie der spezifischen Rolle, die das Controlling dabei einnimmt.
Der Fokus liegt auf der Entwicklung moderner Kostenmanagementansätze, der marktorientierten Produktentwicklung und den Herausforderungen bei der Koordination zwischen verschiedenen Fachabteilungen.
Die Untersuchung zielt darauf ab, zu klären, welche Rolle das Controlling als ganzheitliches Steuerungsinstrumentarium in den technisch orientierten Prozessen des Target Costing tatsächlich spielt.
Neben einer umfassenden Literaturanalyse wurde eine qualitative empirische Studie durchgeführt, die auf problemzentrierten Interviews mit Experten aus fünf österreichischen Industrieunternehmen basiert.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des Target Costing, Prozessschritte zur Zielkostenerreichung und die detaillierte Analyse der Controlling-Funktionen in Bezug auf Strategie, Koordination und Rationalitätssicherung.
Die Keywords spiegeln die Schnittmenge zwischen theoretischer Kostenmanagement-Methodik, operativer Prozessgestaltung in der Produktion und der strategischen Rolle des Controllings wider.
Die Experteninterviews zeigen, dass die Komplexität und Individualität heutiger Produkte sowie bestehende Konzernstrukturen oft dazu führen, dass die strikte retrograde Kalkulation an Bedeutung verliert oder nur eingeschränkt umsetzbar ist.
In der Praxis fungiert das Controlling in den befragten Betrieben primär als Datenlieferant und Informationsversorger, während die aktive Prozesssteuerung und Kostenverantwortung meist in den technischen Abteilungen wie dem Engineering oder Produktmanagement liegt.
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