Hausarbeit, 2011
29 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Leuchtende Südsee!
2.1 Das Gelände
2.1.1 Größe und Standort
2.1.2 Statik und Bauweise
2.1.3 Gebäude und Funktionen
2.1.3.1 Die Fassade/Haupteingang
2.1.3.2 Restaurant/Bar
2.1.3.3 Attraktionen in der Völkerschau Hawaii
2.2 Die Hawaiianer
2.3 “Hula-Hula-Mädchen“ und Musiker
2.4 Das Programm
2.5 Kritik und Bewertung
3 Fazit
Diese Arbeit untersucht die als „Leuchtende Südsee“ bekannte hawaiianische Völkerschau auf dem Münchner Oktoberfest 1959, um ein bisher in der wissenschaftlichen Literatur vernachlässigtes Kapitel der Schaustellergeschichte zu beleuchten und mittels einer Spurensuche in Archiven sowie durch Zeitzeugenaussagen historisch einzuordnen.
2.1.3 Gebäude und Funktionen
Für die äußere Gestaltung der Leuchtenden Südsee zeichnete sich Ludwig Reiber verantwortlich, wie Betty Feldl sich erinnert „der damals als Ausstatter in den Ateliers der Bavaria-Film-Studios beschäftigt war“. Die Entscheidung, einen professionellen Dekorateur zu engagieren und nicht nach eigenen Entwürfen zu arbeiten, zahlte sich für Rudolf Feldl aus, denn die Fachpresse äußerte sich beinahe lyrisch:
Davor steht das Publikum, staunt und fotographiert (sic) die schilfgedeckten Häuser mit den geschwungenen Dächern und den Göttermasken an den Giebeln.
Besonders hervorgehoben wurde auch die Verwendung von „natürlichen Materialien“ wie Holz, Schilf und Farben, welche „nicht schreiend, aber lachend, anmutig spiegelnd wie die Südsee“ beschrieben wurden, und tatsächlich zeugen die erhaltenen Farbfotos vom ganz eigenen Flair der Anlage. Den vorderen, zur Schaustellerstraße weisenden Bereich des Geländes nahm das bereits erwähnte Hawaii-Dorf ein. Der Gebäudekomplex war beinahe komplett Quadratisch angelegt und maß ca. 50 x 50 m, also ungefähr 2500 m², nahm also etwas mehr als die Hälfte des zur Verfügung stehenden Raumes ein. Direkt daran anschließend stand ein Zelt, in welchem „die Vorführungen stattfanden“. Das Geviert selbst bestand aus überdachten Arkaden, die durch ihre einheitliche Strohdeckung zusammen mit den Häusern eine geschlossene Architektur bildeten.
1 Einleitung: Die Einleitung verortet das Thema im Kontext des Oktoberfestes 1959 und beschreibt die methodische Vorgehensweise als archivarische Spurensuche zur Schließung einer Forschungslücke.
2 Leuchtende Südsee!: Dieses Kapitel analysiert detailliert die räumliche, bauliche und organisatorische Struktur der Völkerschau inklusive ihrer Attraktionen und personellen Besetzung.
3 Fazit: Das Fazit resümiert die Ergebnisse der Untersuchung und ordnet die Völkerschau als Meilenstein der späten Schaustellergeschichte sowie als wichtigen Teil der Münchner Festkultur ein.
Oktoberfest, Völkerschau, Leuchtende Südsee, Rudolf Feldl, Hawaii, Schaustellergeschichte, Architektur, Südseekultur, München, Unterhaltung, Historische Analyse, 1959, Fremdkultur, Folklore, Eventmanagement.
Die Arbeit behandelt die „Leuchtende Südsee“, eine hawaiianische Völkerschau, die 1959 auf dem Münchner Oktoberfest stattfand und heute als letzte ihrer Art auf diesem Fest gilt.
Im Fokus stehen die bauliche Konstruktion des „Hawaii-Dorfes“, die organisatorische Planung, die Gestaltung des Unterhaltungsprogramms sowie die ökonomische und mediale Bewertung.
Das primäre Ziel ist es, eine Lücke in der geschichtswissenschaftlichen Forschung zu schließen, da bisher keine Literatur zu dieser speziellen Völkerschau existierte.
Es handelt sich um eine qualitative Archivrecherche und Spurensuche, die durch die Auswertung ungedruckter Quellen, Presseberichte und Zeitzeugengespräche gestützt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Geländes, der Gebäude, der hawaiianischen Akteure, des Unterhaltungsprogramms sowie der öffentlichen und polizeilichen Kritik.
Wichtige Begriffe sind Oktoberfest 1959, Völkerschau, Hawaii-Dorf, Rudolf Feldl und die historische Einordnung exotischer Ausstellungen in Deutschland.
Der Autor bezeichnet sie als Experiment, da er ohne vorliegende Fachliteratur auskommen musste und auf eine offene, explorative Suche nach Quellen angewiesen war.
Sie waren als Hauptanziehungspunkt essenziell für die Bühnenshow, dienten zur Animation des Publikums und blieben den Besuchern als zentraler Bestandteil der Attraktion im Gedächtnis.
Ja, es mussten strenge Auflagen hinsichtlich Feuersicherheit und sanitärer Anlagen erfüllt werden, und es gab Konflikte mit der Schutzpolizei bezüglich der Parkplatzsituation.
Trotz hoher Investitionskosten und unternehmerischem Risiko erwies sie sich als großer Erfolg, begünstigt durch eine gute Witterung und ein hohes Besucheraufkommen auf dem Oktoberfest.
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