Diplomarbeit, 2013
190 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Einführung und Eingrenzung
2.1 Literatur zum Thema pädagogischer Umgang mit Sterben, Tod und Trauer
2.2 Notwendigkeit von Pädagogik und der pädagogischen Felder im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer
2.3 Pädagogische Felder - ihre Fundierung und Inhalte
2.3.1 Das Feld der Vermittlung / WISSEN
2.3.2 Das Feld der Beratung / ERFAHRUNG
2.3.3 Das Feld der Begleitung / AUSHALTEN
3 Zusammenstellung
3.1 Zweites Inhaltsverzeichnis
3.1.1 Die gesellschaftliche und historische Themenbreite in Bezug auf Sterben, Tod und Trauer
3.1.2 Die bisher pädagogisch affinen Bereiche im Thema Sterben, Tod und Trauer
3.1.3 Der geschichtliche Umgang mit Sterben, Tod und Trauer und die daraus resultierende Begründung von Pädagogik
3.1.4 Die pädagogischen Felder
3.1.4.1 Die Selbstreflexion und Offenheit des Lehrenden, Beratenden oder Begleiters
3.1.4.2 Das Feld der Vermittlung
3.1.4.3 Das Feld der Beratung
3.1.4.4 Das Feld der Begleitung
4 Ausarbeitung
4.1 Gesellschaftliche und historische Themenbreite in Bezug auf Sterben, Tod und Trauer
4.1.1 Die Themenbreite als Chance der Pädagogik
4.2 Bisher pädagogisch affine Bereiche im Thema Sterben, Tod und Trauer
4.2.1 Death Education
4.2.2 Thanatagogik/Sterbeerziehung
4.2.3 Trauerberatung
4.2.4 Friedhofspädagogik
4.2.5 USTT (Unterricht Sterben Trauer Tod)
4.2.6 UBB/STT und Friedhofspädagogik als Leitbegriffe für den pädagogischen Umgang mit Sterben, Tod und Trauer
4.3 Geschichtlicher Umgang mit Sterben, Tod und Trauer und die daraus resultierende Begründung von Pädagogik
4.3.1 Sterben, Tod und Trauer „früher“
4.3.1.1 „Der gezähmte Tod“
4.3.1.2 „Der eigene Tod“
4.3.1.3 „Der nahe und der lange Tod“
4.3.1.4 „Der Tod des Anderen“
4.3.1.5 „Der ins Gegenteil verkehrte Tod“
4.3.1.6 Antikes Friedhofs- und Bestattungswesen
4.3.1.7 Frühchristliches Friedhofs- und Bestattungswesen
4.3.1.8 Mittelalterliches Friedhofs- und Bestattungswesen
4.3.1.9 Die Konfessionalisierung des Friedhofs in der frühen Neuzeit
4.3.1.10 Die Enteignung der kirchlichen Friedhöfe in der Neuzeit
4.3.1.11 Die Säkularisierung des Friedhofs im 20. Jahrhundert
4.3.2 Sterben, Tod und Trauer „heute“
4.3.3 Die Begründung und die Ziele pädagogischer Arbeit aus dem geschichtlichen Umgang
4.4 Pädagogische Felder
4.4.1 Die Selbstreflexion und Offenheit des Lehrenden, Beratenden oder Begleiters
4.4.2 Das Feld der Vermittlung
4.4.2.1 Vermittlung / WISSEN
4.4.2.2 Der Lehrberuf
4.4.2.3 Der Unterricht
4.4.2.3.1 Planung des Unterrichts
4.4.2.3.2 Lernziele der Unterrichtung
4.4.2.3.3 Lernprozess und Sprachkompetenz
4.4.2.3.4 Methoden und Unterrichtsformen
4.4.2.3.5 Teilnehmer und Betroffenheit
4.4.2.4 Zusammenfassung
4.4.3 Das Feld der Beratung
4.4.3.1 Beratung / ERFAHRUNG
4.4.3.2 Allgemeines Beratungswissen
4.4.3.2.1 Beratung - Definition, Einordnung und Abgrenzung
4.4.3.2.2 Gesellschaftliche Rahmenbedingungen von Beratung
4.4.3.2.3 Ziel von Beratung
4.4.3.2.4 Methoden der Beratung
4.4.3.2.5 Der Berater
4.4.3.2.6 Der Beratungsprozess
4.4.3.2.7 Pädagogik und Beratung
4.4.3.3 Handlungsspezifisches Wissen
4.4.3.3.1 Trauerberatung
4.4.3.3.2 Inhalte von handlungsspezifischem Wissen
4.4.3.4 Zusammenfassung
4.4.4 Das Feld der Begleitung
4.4.4.1 Begleitung / AUSHALTEN
4.4.4.2 Die Todes- und Trauererfahrung und ihre allgemein menschlichen Konsequenzen
4.4.4.3 Der Trauerweg / Die Wegentscheidung
4.4.4.4 Die Arten der Begleitung
4.4.4.4.1 Die konsolatorisch-verstehende Begleitung
4.4.4.4.2 Die stimulierend-provokative Begleitung
4.4.4.4.3 Die reflektierend-verstehende Begleitung
4.4.4.4.4 Die evaluierend-nachgehende Begleitung
4.4.4.4.5 Die eisagogisch-hinführende Begleitung
4.4.4.5 Der Begleiter
4.4.4.6 Der Pädagoge als Begleiter / die Pädagogik als Begleitung
4.4.4.7 Zusammenfassung
5 Zusammenfassung
5.1 Pädagogik im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer Thesenhafte Zusammenfassung
Ziel der Arbeit ist es, die Rolle der Pädagogik im Bereich von Sterben, Tod und Trauer theoretisch zu fundieren, ihr eine professionelle Kontur zu verleihen und sie auf Augenhöhe mit der Psychologie als eigenständige Profession zu etablieren, wobei insbesondere die Felder Vermittlung, Beratung und Begleitung in den Fokus rücken.
4.4.2 Das Feld der Vermittlung
Die Vermittlung von Inhalten in Unterricht, Seminar und Weiterbildung stellt eine der häufigsten pädagogischen Aufgaben dar. Dies gilt auch für die Themen von „Sterben, Tod und Trauer“, im folgenden „STT“ genannt. Auf den historischen Hintergrund und damit auf eine inhaltliche Grundlage bei der Vermittlung von STT sowie zur Begründung dieser Tätigkeit im Bereich der Pädagogik ist schon im Kapitel 4.3 hingewiesen worden.
Allgemeines zur besonderen Haltung der Lehrenden im Bereich von STT wurde im Abschnitt 4.4.0 erwähnt.
In diesem Abschnitt soll nun von grundsätzlichen Elementen oder Annahmen im Bereich der Vermittlung, der Didaktik und der Methodik ausgegangen werden, wie sie für Schulunterricht und Weiterbildung entwickelt wurden. Im Anschluss daran soll jeweils die Gültigkeit oder die Besonderheit für die Themen von STT betrachtet und in einem kurzen Resümee zusammengefasst werden.
Einleitung: Der Autor beschreibt seinen persönlichen Annäherungsprozess an das Thema und definiert das Ziel, die Pädagogik als eigenständige Profession neben der Psychologie im Bereich Sterben, Tod und Trauer zu verorten.
Einführung und Eingrenzung: Es wird die Literaturrecherche dargelegt, die verdeutlicht, dass das Thema lange Zeit primär psychologisch besetzt war und die Pädagogik erst spät eigene Begrifflichkeiten und Arbeitsfelder entwickelte.
Zusammenstellung: Die Ergebnisse der Literaturanalyse werden systematisiert und in einem „zweiten Inhaltsverzeichnis“ gegliedert, das als Grundlage für die weitere Ausarbeitung dient.
Ausarbeitung: Dieser Hauptteil analysiert die gesellschaftliche Themenbreite, die historischen Entwicklungsphasen des Todesverständnisses und des Bestattungswesens sowie die pädagogischen Arbeitsfelder Vermittlung, Beratung und Begleitung im Detail.
Zusammenfassung: Eine thesenhafte Aufbereitung fasst die zentralen Erkenntnisse über die Notwendigkeit, Historizität und Professionalisierung der Pädagogik im Themenfeld zusammen.
Sterben, Tod, Trauer, Pädagogik, Vermittlung, Beratung, Begleitung, Thanatagogik, Death Education, Friedhofspädagogik, Trauerbegleitung, Trauerberatung, Sterbeerziehung, Selbstreflexion, Didaktik
Die Arbeit untersucht die Rolle und Aufgaben der Pädagogik im Bereich Sterben, Tod und Trauer und plädiert für eine eigenständige professionelle Positionierung der Erziehungswissenschaft in diesem Feld.
Die zentralen Themenfelder sind die Vermittlung von Wissen, die Beratung von Betroffenen und die Begleitung in Trauerprozessen, eingebettet in einen historischen und soziologischen Kontext.
Das Ziel ist es, dem pädagogischen Handeln in diesem Bereich Begründung, Rechtfertigung und Kontur zu verleihen, damit Pädagogen auf Augenhöhe mit Psychologen tätig werden können.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse, einer historischen Betrachtung der „Phasen des Todes“ sowie einer systematischen Ableitung pädagogischer Interventionsformen aus bestehenden erziehungswissenschaftlichen Didaktik- und Beratungsmodellen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der gesellschaftlichen Themenbreite, die Analyse historischer Wandlungsprozesse im Bestattungswesen und die detaillierte Darstellung der drei pädagogischen Felder Vermittlung, Beratung und Begleitung.
Neben den zentralen Begriffen der Trauerbegleitung und -beratung stehen „Death Education“, „Friedhofspädagogik“ und das neu vorgeschlagene Kürzel „UBB/STT“ für das pädagogische Fachspektrum.
Der Autor sieht durch die alleinige Psychologisierung des Themas die Gefahr einer Pathologisierung, während die Pädagogik als professionelle Lebensbegleitung die menschliche Ressource Trauer stützen kann, ohne sie als Krankheit zu definieren.
Die historische Entwicklung zeigt, dass der Verlust traditioneller Rituale und die Verlagerung des Sterbens in Institutionen eine Lücke hinterlassen haben, die heute durch formelle pädagogische Lernprozesse und Begleitung gefüllt werden muss.
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