Bachelorarbeit, 2013
47 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
a. Untersuchungsgenstand und Begriffsdefinitionen
i. EU
ii. Kosovo
b. Leitfragen
c. Forschungsrahmen
i. Der Kosovo-Konflikt
ii. Die Balkanpolitik der EU seit 1999
d. Untersuchungshypothese
e. Aufbau und Methodik
2. Die Akteursqualitäten der Europäischen Union
3. Die Position der EU zum Status des Kosovos
a. Die EU-Mitglieder
b. Die EU-Kommission
i. EULEX Kosovo
1. Rechtlicher Rahmen
2. Zwischenfazit
ii. Neuere Maßnahmen der Kommission
1. Visaliberalisierung
2. Machbarkeitsstudie
3. Dialog zwischen Kosovo und Serbien
4. Schlussteil
a. Überprüfung der Hypothese
i. Die Haltung der kosovarischen Regierung zur EU
ii. Die Haltung der serbischen Regierung zur EU
b. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die Akteursqualitäten der Europäischen Union im Kontext des Kosovokonflikts, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, inwieweit die uneinheitliche Haltung der EU-Mitgliedstaaten den Handlungsspielraum der EU als Akteur beschränkt oder gar zur Handlungsunfähigkeit führt und welche Auswirkungen diese Position auf den Konfliktverlauf zwischen Kosovo und Serbien hat.
1. Einleitung
Die Europäische Union wird in der wissenschaftlichen Diskussion öfters für ihre Heterogenität kritisiert, was aus ihrer Konstruktion als sui generis folgt. In vielen Politikfeldern hat es aber eine positive Entwicklung hinsichtlich der Kohärenz gegeben. Auch im Bereich der Außenpolitik durch die Schaffung der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik. Allerdings wird dieses Feld immer noch von den Mitgliedsstaaten dominiert und so ist die Außenpolitik der EU, wenn man sie so nennen kann, weiterhin schwierig zu erfassen. Ein aktuelles Beispiel, wo die Schwierigkeiten einer europäischen Außenpolitik sichtbar werden, zeigt sich am Status des Kosovos. Denn obwohl europäische Politiker immer wieder die Beitrittsperspektive des Westbalkans, einschließlich des Kosovos, betonen und die EU außerdem seit Jahren sehr engagiert im Wiederaufbau des Kosovos ist, kann man nicht sagen, dass die EU den Kosovo als Staat anerkannt hat. Das liegt an der Konstruktion der EU, die es der Union nicht erlaubt Staaten völkerrechtlich anzuerkennen. Dies bleibt den Mitgliedsstaaten vorbehalten, die supranationalen Organe sind in diesem Bereich weiterhin untergeordnet. Daraus ergab sich, dass fünf der 27 EU-Mitgliedsstaaten den Kosovo auch fünf Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovos nicht anerkannt haben.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, definiert zentrale Begriffe, umreißt den Forschungsrahmen und formuliert die Untersuchungshypothese zur uneinheitlichen Haltung der EU im Kosovokonflikt.
2. Die Akteursqualitäten der Europäischen Union: Hier werden theoretische Grundlagen des „Actorness“-Ansatzes dargelegt, um die Handlungsfähigkeit der EU als internationaler Akteur anhand von Kriterien wie Kohärenz und Autonomie messbar zu machen.
3. Die Position der EU zum Status des Kosovos: Das Kapitel analysiert die unterschiedlichen Anerkennungspositionen der EU-Mitglieder sowie die spezifischen Maßnahmen der Kommission und der EULEX-Mission zur Unterstützung des Kosovos.
4. Schlussteil: Im letzten Abschnitt werden die gewonnenen Erkenntnisse zur Hypothese zusammengeführt, die Haltungen der betroffenen Regierungen diskutiert und ein Fazit über die Entwicklung der EU als Akteur im Kosovokonflikt gezogen.
Europäische Union, Kosovo, Kosovokonflikt, EU-Außenpolitik, Actorness, EULEX, Serbien, Anerkennung, Statusfrage, Visaliberalisierung, Machbarkeitsstudie, Institutionenaufbau, Kohärenz, Erweiterungsperspektive, Westbalkan.
Die Arbeit analysiert die Rolle und die Akteursqualitäten der Europäischen Union im Rahmen des Kosovokonflikts, insbesondere im Hinblick auf die Herausforderungen, die sich aus der fehlenden Einigkeit der EU-Mitgliedstaaten ergeben.
Im Zentrum stehen die Außenpolitik der EU, die theoretische Erfassung der EU als kollektiver Akteur, der institutionelle Aufbau im Kosovo sowie die diplomatischen Bemühungen zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Kosovo und Serbien.
Das Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit die uneinheitliche Position der EU-Mitglieder den Handlungsspielraum der EU einschränkt und welche Auswirkungen dies auf den Konflikt zwischen Kosovo und Serbien hat.
Die Arbeit nutzt den „Actorness“-Ansatz als theoretischen Rahmen, um die Handlungsfähigkeit der EU anhand von vier Kriterien zu prüfen: Recognition, Cohesion, Authority und Autonomy.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Analyse der EU-Position gegenüber dem Kosovo, der EULEX-Mission, den neueren Maßnahmen der Kommission wie der Visaliberalisierung und den direkten Verhandlungsdialogen zwischen Kosovo und Serbien.
Wichtige Begriffe sind unter anderem EU-Außenpolitik, Kosovo, Actorness, EULEX, Kohärenz, Beitrittsperspektive und die Statusfrage.
Die Kommission wird als treibende Kraft identifiziert, die trotz der fehlenden völkerrechtlichen Anerkennung durch einige Mitgliedstaaten den Kosovo durch spezifische Instrumente wie die Machbarkeitsstudie in den europäischen Integrationsprozess einbindet.
Die Statusneutralität wird als notwendiger Kompromiss beschrieben, der es der Mission ermöglichte, trotz der Uneinigkeit der Mitgliedstaaten im Kosovo präsent zu sein, jedoch gleichzeitig als Bremse für eine effektivere und autonomere Arbeit fungierte.
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