Magisterarbeit, 2002
117 Seiten, Note: sehr gut
1. Einleitung
2. Late Night Show - Definition und äußerer Rahmen
2.1. Sendeplatz
2.2. Vorspann
2.3. Monolog
2.4. Dekoration
2.5. Live-Musik
2.6. Publikum
2.7. Ansager
2.8. Sidekick
2.9. Gäste
2.10. Comedy-Elemente
2.11. Wechsel des Aufzeichnungsortes
3. THE TONIGHT SHOW - Eine Programmgeschichte
3.1. Der Vorläufer: BROADWAY OPEN HOUSE
3.2. Die Anfänge der TONIGHT SHOW
3.3. Der erste Flop: TONIGHT: AMERICA AFTER DARK
3.4. „The most imitated personality in broadcasting” - Jack Paar
3.5. TONIGHT - die Übergangslösung
3.6. „Here’s Johnny!“ - Legende der Late Night
3.6.1. „It’s lonely at the night!“ - (K)eine Konkurrenz für Carson
3.7. Exkurs: NIGHTLINE
4. Ausbau der Nachtschiene - Die Late Late Night
4.1. THE TOMORROW SHOW
4.2. LATE NIGHT WITH DAVID LETTERMAN
4.3. LATER und THE LAST CALL WITH CARSON DALY
5. Der Kampf um Carsons Nachfolge
5.1. THE TONIGHT SHOW in der Krise
5.2. Big chin entertainment - Jay Leno
5.3. Krieg der Networks - Die Entwicklung hinter den Kulissen
5.4. „This is CBS!” - THE LATE SHOW
5.4.1. THE LATE LATE SHOW
5.5. Neue Entwicklungen und imaginärer Ausblick
6. Late Night Shows in Deutschland
6.1. GOTTSCHALK und DIE NACHTSHOW
6.2. DIE HARALD SCHMIDT SHOW
7. Persönliche Stellungnahme und Schlussbemerkungen
Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung des Fernsehgenres „Late Night Show“, mit einem besonderen Fokus auf die TONIGHT SHOW als dessen Urform. Es wird analysiert, wie sich das Genre in den USA etablierte, welche strukturellen Merkmale es prägen und wie sich die Wettbewerbssituation zwischen den großen amerikanischen Networks auf die Formatgestaltung und die Moderatorenwahl auswirkte.
3.1. Der Vorläufer: BROADWAY OPEN HOUSE
Ein erster Vorläufer der (wochen-) täglichen Late Night Show war BROADWAY OPEN HOUSE. Die Sendung wurde am 29. Mai 1950 zum ersten Mal von NBC ausgestrahlt.
Im Gegensatz zu den meisten aktuellen Shows wurde die Moderation dieser Sendung zwischen zwei Gastgebern nach Wochentagen aufgeteilt. Der Sender hatte Bedenken, ob ein Moderator mit der täglichen Präsentation nicht überfordert sein könnte. Jerry Lester moderierte deshalb die Show am Dienstag, Donnerstag und Freitag. Morey Amsterdam war am Montag und Mittwoch für die Präsentation der Sendung verantwortlich. Der Produzent von BROADWAY OPEN HOUSE war der spätere NBC Programmchef Sylvester „Pat“ Weaver. Er bezeichnete die Sendung als „a zany light hearted show on every night in same time for people in the mood for staying up“.
In BROADWAY OPEN HOUSE waren bereits viele Elemente zu finden, die auch heute noch fester Bestandteil der diversen Late Night Shows sind: Es gab Charaktere, die nur ihren Rollen entsprechend agierten. Außerdem wurden Prominente zu einer kurzen Plauderei gebeten und eine Band sorgte im Studio für Live-Musik. Der Bandleader war Milton Delugg, der als Akkordeonspieler und Komponist auch eigene Stücke in der Show präsentierte.
Die Sendung war im Studio 6B von NBC in New York beheimatet; dem gleichen Studio, aus dem Johnny Carson einige Jahre später die TONIGHT SHOW präsentierte. NBC wollte durch den Erfolg der Sendung aber auch außerhalb der Stadt auf den eigenen Network aufmerksam machen. Daher wurde die Show auch oft aus anderen Städten (z.B. Detroit) live ausgestrahlt.
1. Einleitung: Darstellung der Ausgangslage des Genres Late Night Show in den USA und Deutschland sowie die medienwissenschaftliche Verortung.
2. Late Night Show - Definition und äußerer Rahmen: Definition des Genres durch formale Elemente wie Sendeplatz, Moderation, Dekoration und die Rolle der Gäste.
3. THE TONIGHT SHOW - Eine Programmgeschichte: Detaillierte historische Analyse der Entwicklung der TONIGHT SHOW von ihren Anfängen bis zur Ära Johnny Carson.
4. Ausbau der Nachtschiene - Die Late Late Night: Untersuchung der Erweiterung der nächtlichen Sendeformate durch Shows wie THE TOMORROW SHOW und LATE NIGHT WITH DAVID LETTERMAN.
5. Der Kampf um Carsons Nachfolge: Analyse der internen und externen Konflikte bei NBC und CBS um die Moderation und inhaltliche Ausrichtung der Late Night Formate.
6. Late Night Shows in Deutschland: Vergleich der Adaption des amerikanischen Formats durch deutsche Sendungen wie die von Gottschalk und Harald Schmidt.
7. Persönliche Stellungnahme und Schlussbemerkungen: Reflektion über die Beständigkeit und Zukunftsperspektiven des Genres.
Late Night Show, TONIGHT SHOW, Johnny Carson, David Letterman, Jay Leno, NBC, CBS, Fernsehgenre, Programmgeschichte, Talkshow, Unterhaltungsfernsehen, Moderation, Einschaltquoten, Medientheorie, Comedy.
Die Arbeit analysiert die Entstehung, Entwicklung und den Wettbewerb der Late Night Shows, vorrangig in den USA, und untersucht, wie dieses Genre die Fernsehlandschaft geprägt hat.
Die zentralen Felder sind die strukturellen Elemente von Late Night Shows, die Programmhistorie von NBC und CBS sowie der mediale Kampf um Marktanteile und Moderatoren.
Das Ziel ist eine medienwissenschaftliche Gesamtdarstellung der Geschichte dieses Fernsehgenres und die Verortung seiner historischen Dimension.
Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Methode unter Einbeziehung von Fachliteratur, Primärquellen und einer Bestandsaufnahme relevanter Programmformate.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des Genres, die detaillierte Historie der TONIGHT SHOW, die Ausweitung der Nachtschiene, den Nachfolgekampf nach Carson und die Analyse deutscher Late Night Konzepte.
Neben den Hauptdarstellern der Late Night, wie Carson, Letterman und Leno, sind Begriffe wie Programmgeschichte, Unterhaltungsfernsehen und Medienwettbewerb entscheidend.
Johnny Carson wird als „Urform“ und prägende Figur der Late Night dargestellt, dessen Show über Jahrzehnte den Standard für das Genre setzte und deren Erfolg den Kampf um die Sendeplätze maßgeblich auslöste.
Die Arbeit beleuchtet die deutsche Adaption des Genres und stellt fest, dass deutsche Formate oft das visuelle Erscheinungsbild kopieren, aber Schwierigkeiten bei der Etablierung der typischen Genre-Standards hatten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

