Diplomarbeit, 2012
63 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Klassische Budgetierung als zentraler Bestandteil der Unternehmensführung
2.1 Begriffliche Grundlegung
2.1.1 Begriffe „Controlling“ und „Planung“
2.1.2 Begriffe „Budget“ und „Budgetierung“
2.2 Klassische Budgetierung im Überblick
2.2.1 Funktionen der herkömmlichen Budgetierung
2.2.2 Koordination der Budgetierung
2.3 Grenzen der klassischen Budgetierung
3 Beyond Budgeting
3.1 Entstehung des Beyond Budgeting Konzepts
3.2 Definition und Ziele
3.3 Prinzipien
3.3.1 Struktur und Kultur der Dezentralisation und Delegation
3.3.1.1 Steuerungsrahmen
3.3.1.2 Hochleistungsklima
3.3.1.3 Entscheidungsfreiheit
3.3.1.4 Verantwortlichkeit der Teams
3.3.1.5 Verantwortlichkeit für die Kunden
3.3.1.6 Offene und ethische Informationsstruktur
3.3.2 Anpassungsfähiger Managementprozess
3.3.2.1 Strategie und Aktionsplanung
3.3.2.2 Zieldefinition
3.3.2.3 Motivation und Vergütung
3.3.2.4 Ressourcenmanagement
3.3.2.5 Koordination
3.3.2.6 Leistungsbemessung und Kontrolle
3.4 Managementinstrumente
3.4.1 Benchmarking
3.4.2 Balanced Scorecard (BSC)
3.4.3 Customer Relationship Management (CRM)
4. Anwendungen von Beyond Budgeting in der betrieblichen Praxis
4.1 Vorstellung des Unternehmens
4.2 praktische Umsetzbarkeit des Beyond Budgeting Modell
4.2.1 Herausforderungen vor der Umsetzung
4.2.1.1 Träger des Wandels identifizieren
4.2.1.2 Management überzeugen
4.2.1.3 Ausgangssituation beschreiben
4.2.1.4 Implementierungsvision formulieren
4.2.1.5 Projektumfang bestimmen
4.2.2 Implementierungsphase
4.2.2.1 Beginn der Modellumsetzung
4.2.2.2 Ablauf der Implementierung
4.2.2.3 Umsetzung der Prinzipien
4.2.2.4 Anwendung von Instrumenten
4.2.2.4.1 Benchmarking
4.2.2.4.2 Balanced Scorecard (BSC)
4.2.2.4.3 Customer Relationship Management (CRM)
4.3 Kritische Schlussbetrachtung der Modellumsetzung
5 Fazit
Die Arbeit untersucht die Eignung des "Beyond Budgeting"-Konzepts als zweckmäßige Alternative zum traditionellen Budgetierungsmodell, insbesondere für Handelsunternehmen, um in einem dynamischen Marktumfeld flexibler und effizienter steuern zu können.
3.3.1 Struktur und Kultur der Dezentralisation und Delegation
Der herkömmliche Budgetierungsprozess weist aufgrund seines starren Reglements die Entscheidungsfreiheit der Führungskräfte immer wieder in ihre Grenzen. Mangelndes Vertrauen in die Führungsqualität der Mitarbeiter behindert nicht nur die freie Entscheidungsfindung, sondern lässt eine Übertragung von Verantwortung kaum zu. Mit der Schaffung klarer Richtlinien und Begrenzungen kann ein Ansatz für Delegation gefunden werden. Das Management kann in Form des couch and support-Führungsstils dazu beitragen, dass sich diese Vorgaben im Unternehmen manifestieren (vgl. Hope, Fraser 2003: 126).
Die Grundlage des Steuerungsrahmens ist das Vertrauen in die dezentralen Organisationseinheiten. Gemeinsame Werte und eindeutige Handlungsgrenzen helfen Bürokratie auf ein Maß zu reduzieren, welches dem operativen Management ermöglicht, schnell auf das Marktgeschehen reagieren zu können und effektiv Entscheidungen zu treffen. Das oberste und auch mittlere Management treten dabei als Mentoren und Trainer und nicht wie Kommandeure und Kontrolleure auf (vgl. Leyk, Kopp 2004: 41). Wenn beispielsweise ein Fehler auf der operativen Ebene von einer Führungskraft entdeckt wird, wird nur Kontakt zum Mitarbeiter aufgenommen. Darauf zu reagieren ist dann die Aufgabe des Mitarbeiters selbst. Als Führungskraft nicht einzugreifen gilt als eines der schwierigsten Elemente im neuen Führungsprozess (vgl. Hope, Fraser 2003: 128).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen im modernen Handel und stellt die Kritik an der klassischen Budgetierung sowie die Motivation für die Untersuchung des Beyond Budgeting Modells dar.
2 Klassische Budgetierung als zentraler Bestandteil der Unternehmensführung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, Funktionen und Verfahren der Budgetierung sowie deren Grenzen in einem dynamischen Marktumfeld.
3 Beyond Budgeting: Hier werden die Entstehung, Definition, die zwölf Prinzipien sowie die relevanten Managementinstrumente des Beyond Budgeting Konzepts detailliert beschrieben.
4 Anwendungen von Beyond Budgeting in der betrieblichen Praxis: Dieses Kapitel stellt die konkrete Implementierung des Modells bei einer Lebensmittel-Unternehmensgruppe dar, unterteilt in Voraussetzungen, Herausforderungen und die Anwendung spezifischer Instrumente.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bewertet die Eignung des Modells für die Unternehmenssteuerung unter kritischer Würdigung des hohen Implementierungsaufwands.
Beyond Budgeting, Klassische Budgetierung, Unternehmenssteuerung, Controlling, Dezentralisierung, Delegation, Leistungsmanagement, Benchmarking, Balanced Scorecard, Customer Relationship Management, Handelsmanagement, Strategische Planung, Adaptive Prozesse, Führungskultur, Effizienzsteigerung
Die Arbeit analysiert Beyond Budgeting als alternatives Steuerungsmodell zur klassischen Budgetierung, um Unternehmen in dynamischen Märkten handlungsfähiger zu machen.
Zu den Kernbereichen gehören die Kritik am Budgetierungsmodell, die Prinzipien von Beyond Budgeting und die praktische Umsetzung dezentraler Steuerungsansätze im Handel.
Das Ziel ist es zu untersuchen, ob und unter welchen Voraussetzungen Beyond Budgeting eine zweckmäßige Alternative zur Budgetierung darstellt, um Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer Untersuchung der praktischen Anwendbarkeit anhand eines konkreten Fallbeispiels eines Lebensmittel-Konzerns.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen beider Ansätze, die detaillierten Prinzipien von Beyond Budgeting und die praxisorientierte Implementierung des Modells im Handelskontext.
Beyond Budgeting, Unternehmenssteuerung, Dezentralisierung, Benchmarking, Balanced Scorecard und strategische Unternehmensführung.
Die N-Form steht für eine netzwerkartige, dezentrale Struktur, während die M-Form eine klassische, multidivisionale Struktur mit zentraler Entscheidungs- und Informationsgewalt beschreibt.
Im Beyond Budgeting ist der Kunde der kritische Faktor, da eine dezentrale Organisation schnell auf individuelle Kundenwünsche reagieren muss, um profitabel zu wachsen.
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