Hausarbeit, 2012
24 Seiten
1. Introduction
2. In theory: regulatory patterns in the European Union
2.1 Regulation by networks in the European Community– the origins
2.2 Regulation by information – a functionalist logic
3. Financial services regulation in Europe – an institutional analysis
3.1 Four-level approach of financial services regulation
3.2 Regulation with ‘teeth’ – the creation of supervisory authorities
3.3 The consequences of enhanced powers
4. Process tracing: the power of belief systems
4.1 Advocacy Coalition Framework – the basic principles
4.2 Advocacy coalitions in financial services regulation
4.3 A qualitative leap?
5. Conclusion
6. References
Die Arbeit untersucht den institutionellen Wandel der europäischen Finanzmarktregulierung von 1999 bis 2011. Dabei wird analysiert, wie sich der Regulierungsansatz infolge der Finanzkrise von einer "Regulierung durch Information" hin zu Aufsichtsbehörden mit verbindlichen gesetzlichen Befugnissen entwickelte, und ob dieser Wandel als qualitativer Sprung zu bewerten ist.
3.2 Regulation with ‘teeth’ – the creation of supervisory authorities
The eruption of the financial crisis in 2007 substantially changed the political terrain upon which the representatives of member states and Commission officials had operated. Those shifts altered not only the way particular regulatory issues were dealt with but also the institutional architecture of regulation at the European level. The crisis revealed the fact that the EU had reached the limits of what can be done with the present status of level 3 committees. It became clear that the two-tier legislative approach of nationally-based supervisory models had lagged behind the integrated and interconnected reality of European financial markets, in which the majority of financial firms operate across borders. In consequence and contrary to the former belief system of the ‘market-making coalition’, a huge amount of market-shaping measures were adopted, intended to focus more strongly on consumer protection and financial stability than on market liberalization. In November 2008, the Commission mandated a High Level Group to propose recommendations on how to strengthen European supervisory arrangements to better protect its citizens and rebuild trust in the financial system. The final report presented on 25 February 2009 set out a new system of European financial supervision in order to strengthen cooperation and coordination between national supervisors through the creation of three new European Supervisory Authorities, and, for the first time, a European level body charged with overseeing risk in the financial system as a whole.
1. Introduction: Die Einleitung umreißt die Entwicklung des europäischen Regulierungsstaates und formuliert die Forschungsfrage bezüglich des Wandels europäischer Finanzmarktregulierungsinstanzen nach der Finanzkrise.
2. In theory: regulatory patterns in the European Union: Dieses Kapitel untersucht die theoretischen Hintergründe europäischer Regulierungsmuster und erklärt das Konzept der "Regulierung durch Information" als Reaktion auf den Bedarf an Einheitlichkeit bei gleichzeitiger Ablehnung von Zentralisierung.
3. Financial services regulation in Europe – an institutional analysis: Die Analyse beschreibt den Übergang von beratenden "Level 3"-Ausschüssen hin zu eigenständigen Aufsichtsbehörden wie der ESMA, die nun über definierte rechtliche Befugnisse verfügen.
4. Process tracing: the power of belief systems: Unter Anwendung des Advocacy Coalition Frameworks wird erklärt, wie konkurrierende politische Überzeugungssysteme (marktgestaltend vs. marktschaffend) den institutionellen Wandel der Finanzaufsicht vorangetrieben haben.
5. Conclusion: Das Fazit fasst zusammen, dass die Schaffung neuer Aufsichtsbehörden zwar einen fundamentalen Schritt zur Europäischen Integration darstellt, die Unabhängigkeit dieser Institutionen jedoch durch institutionelle Einschränkungen und Finanzierungsstrukturen limitiert bleibt.
6. References: Dieses Kapitel enthält das vollständige Verzeichnis der in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Internetdokumente.
Europäische Union, Finanzmarktregulierung, Regulierungsstaat, Regulierung durch Information, Finanzkrise, ESMA, Aufsichtsbehörden, Advocacy Coalition Framework, Marktstabilität, Verbraucherschutz, Institutioneller Wandel, Europäische Integration, Finanzmarktaufsicht, Governance, Kompetenzdelegation.
Die Arbeit analysiert die institutionellen Veränderungen in der europäischen Finanzmarktregulierung und die Entwicklung von der bloßen Informationsbereitstellung hin zu weitreichenden Aufsichtsbefugnissen.
Die zentralen Themen sind der Wandel des europäischen Regulierungsstaates, die Rolle unabhängiger Behörden in der Finanzmarktstabilität und die politische Steuerung durch Advocacy-Koalitionen.
Das Ziel ist es, die Entwicklung der europäischen Aufsichtsstruktur nach der Finanzkrise von 2007 theoretisch zu kontextualisieren und zu prüfen, ob es sich dabei um einen echten qualitativen Sprung in der Machtausübung handelt.
Die Arbeit verwendet eine institutionelle Analyse sowie das "Process Tracing"-Verfahren, gestützt auf das Advocacy Coalition Framework (ACF), um die politischen Beweggründe der Akteure zu beleuchten.
Im Hauptteil wird der Wandel von der "Regulierung durch Information" (Level 3 Komitees) hin zur ESMA detailliert beschrieben und anhand der Ressourcen-Typologie nach Sabatier und Weible auf ihre tatsächliche Machtwirkung hin untersucht.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie ESMA, europäische Regulierungsverwaltung, Finanzkrisenbewältigung, Advocacy Coalition Framework und Governance definieren.
Die Finanzierung durch nationale Behörden zu 60 % gilt als fundamentale Schwäche für die Unabhängigkeit der ESMA, da sie die Behörde anfällig für Einflussnahmen durch Mitgliedsstaaten macht.
Die Krise diente als externer Schock, der das Scheitern des alten Systems der "Regulierung durch Information" aufdeckte und den nötigen politischen Raum für die Schaffung einer mit echten Durchgriffsrechten ausgestatteten Aufsichtsbehörde schuf.
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