Masterarbeit, 2013
57 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
1.1 Problem- und Interessenstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Methode und Gegenstand
2 Theoretische Perspektiven auf das Verhältnis von Lehrer und Schüler
2.1 Didaktisch- erziehungswissenschaftliche Perspektive
2.2 Theaterwissenschaftliche Perspektive
2.3 Psychoanalytische Perspektive
3 Filmische Perspektive auf das pädagogische Verhältnis von Lehrer und Schüler am Beispiel von Peter Weirs „Der Club der toten Dichter“
3.1 Inhaltliche Zusammenfassung des Films „Der Club der toten Dichter“
3.2 Beziehungsverhältnis des Lehrers zu seinen Schülern im Film »Club der toten Dichter«
3.3 Szeneninterpretation nach Oevermann
4 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung der Lehrpersönlichkeit für die Lernprozesse von Schülern, wobei sie kritisch dem Trend zur reinen Rollenreduktion des Lehrers auf einen reinen Lernbegleiter entgegensteht. Anhand einer interdisziplinären theoretischen Fundierung und einer filmischen Analyse von „Der Club der toten Dichter“ wird die Forschungsfrage beantwortet, wie sich die Beziehungsebene und die individuelle Inszenierung des Unterrichts durch die Lehrkraft auf den Lernerfolg und die Persönlichkeitsentwicklung der Lernenden auswirken.
3.3 Szeneninterpretation nach Oevermann
Der Film spielt 1959 in einer Vorbereitungsschule, der Welton-Akademie, für Eliteuniversitäten. Die Schule besinnt sich auf »Tradition«, »Ehre«, »Disziplin«, »Leistung«. Diese Tugenden, mit denen man die Schüler zu beruflichem Erfolg führen und zur kommenden Elite machen will, werden von den angehenden Mitgliedern des Clubs der toten Dichter zu Travestie und Dekadenz verspottet. Der klassische Generationenkonflikt zwischen der Autorität der Erwachsenen und den unmündigen Jungen wird gleich zu Beginn des Films deutlich. Bei der eingangs gezeigten Feier werden gleich zwei Protagonisten vorgestellt. Zum einen der neue Englischlehrer Keating, selbst ehemaliger Absolvent der Welton-Akademie und der neue Schüler Todd Anderson, dessen Bruder als Jahrgangsbester auch die Welton-Akademie besucht hatte (vgl. WIMMER 2011, S. 82).
Nr.:1, Titel: Schulbeginn Zeremonie, Sequenzlänge: 01:45 – 04:13
Die Kamera zeigt eine Treppe durch einen spitzen Torbogen hindurch, auf der Schüler hinuntersteigen. Links und rechts stehen weitere Schüler in gleicher Schuluniform wartend. Die Szene wird mit Musik auf einem Dudelsack, der in der Szene ebenfalls gezeigt wird, hinterlegt. Die Schüler betreten den Saal und werden dabei von vielen Eltern und Angehörigen angeschaut. Zu erkennen sind vier große Banner die von verschiedenen Schülern hochgehalten werden. Die Kamera zeigt den Einmarsch aus der seitlichen Perspektive. Es gehen zwei Jüngere Schüler voran, gefolgt von einem älteren Schüler und noch einem weiteren Schüler, der auf dem Dudelsack spielt. Dieser wiederum wird von einem Herrn höheren Alters gefolgt, der eine brennende Kerze in seinen Händen hält. Zum Schluss folgen Schüler, die Banner mit verschiedenen Aufschriften tragen. Auf dem ersten Banner steht TRADITION, auf dem zweiten HONOR, auf dem dritten DISCIPLINE und auf dem vierten EXCELLENCE. Die Schüler gehen durch den sehr großen Saal bis nach Vorne und stellen sich links und rechts neben den Direktor der Schule auf. Dieser befindet sich um zwei Stufen etwas erhöht und steht etwas weiter hinten.
1 Einleitung: Diese Einleitung begründet das persönliche und fachliche Interesse an der Lehrerpersönlichkeit im Kontext aktueller pädagogischer Trends und führt in das Forschungsinteresse ein.
2 Theoretische Perspektiven auf das Verhältnis von Lehrer und Schüler: Dieses Kapitel verknüpft didaktische, theaterwissenschaftliche und psychoanalytische Ansätze, um das komplexe Gefüge der Lehrer-Schüler-Interaktion theoretisch zu fundieren.
3 Filmische Perspektive auf das pädagogische Verhältnis von Lehrer und Schüler am Beispiel von Peter Weirs „Der Club der toten Dichter“: Hier erfolgt die inhaltliche Einführung in den Film sowie die praktische Anwendung der Objektiven Hermeneutik auf ausgewählte Schlüsselszenen zur Analyse der Lehrerrolle.
4 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der theoretischen und filmischen Analyse zusammen und reflektiert die Rolle des Lehrers als im Zwiespalt handelnde Figur zwischen traditionellen Erwartungen und reformerischem Anspruch.
Lehrpersönlichkeit, Unterrichtsinszenierung, Der Club der toten Dichter, pädagogisches Verhältnis, Objektive Hermeneutik, Lehrer-Schüler-Interaktion, Didaktik, Theaterwissenschaft, Psychoanalyse, Erziehung, Schulentwicklung, Selbststeuerung, Autorität, Persönlichkeitsentwicklung, Übertragung
Die Masterarbeit befasst sich mit der zentralen Bedeutung der Lehrpersönlichkeit für den Lernprozess von Schülern und hinterfragt kritisch die moderne Tendenz, den Lehrer lediglich als Moderator oder Lernbegleiter zu sehen.
Zentrale Themen sind das pädagogische Verhältnis zwischen Lehrkraft und Lernenden, die Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit sowie die filmische Analyse von Unterrichtsprozessen im Kontext von Tradition und Innovation.
Das Ziel ist es, die Wirkung der Lehrperson auf die Lernprozesse der Schüler zu untersuchen und dabei aufzuzeigen, dass der Lernerfolg maßgeblich von der Beziehungsebene und der Persönlichkeit der Lehrkraft abhängt.
Die Autorin verwendet einen interdisziplinären theoretischen Rahmen und wendet für die Analyse der filmischen Szenen die Methode der Objektiven Hermeneutik nach Ulrich Oevermann an.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil mit didaktischen, theaterwissenschaftlichen und psychoanalytischen Perspektiven sowie einen filmischen Teil, der Schlüsselszenen aus „Der Club der toten Dichter“ interpretierend analysiert.
Wichtige Schlagworte sind Lehrerpersönlichkeit, Unterrichtsinszenierung, pädagogische Beziehung, psychoanalytische Übertragung sowie die Methode der Szeneninterpretation.
Der Film dient als anschauliches Fallbeispiel, da er den Konflikt zwischen traditionellen Schulstrukturen und dem reformerischen, auf Individualität setzenden Ansatz des Lehrers John Keating ideal darstellt.
Sie ermöglichen eine mehrdimensionale Betrachtung: Während die Erziehungswissenschaft die Planungsebene fokussiert, bietet die Theaterwissenschaft Instrumente zur Analyse der „Aufführung“ von Unterricht, und die Psychoanalyse beleuchtet unbewusste Beziehungsdynamiken.
Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Lehrpersonen sich in einem ständigen Antinomien-Zwiespalt befinden und trotz gesellschaftlicher oder struktureller Restriktionen durch ihre Persönlichkeit maßgebliche Spuren bei den Lernenden hinterlassen können.
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