Masterarbeit, 2013
143 Seiten, Note: 1,5
0 Kurzbeschreibung
1 Einleitung
1.1 Kontext der Untersuchung
1.2 Problematik
1.3 Zielsetzung und Aufbau
2 Äußerer Bezugsrahmen: Gründerqualifizierung an Hochschulen
2.1 Wirtschafts- und hochschulpolitische Bedeutung
2.2 Rahmenbedingungen
2.2.1 Ebenenanalyse
2.2.2 Institutionenebene
2.2.3 Managementebene
2.2.4 Makroebene
2.2.5 Individualebene
2.3 Mikroebene
2.4 Kritische Betrachtung des äußeren Bezugsrahmens
3 Innerer Bezugsrahmen: Die Gründungsidee
3.1 Bedeutung und Definition von Gründungsideen
3.2 Quellen von Gründungsideen
3.3 Informell erworbenes Wissen – begriffliche Abgrenzung
3.4 Generierung von Gründungsideen aus informell erworbenem Wissen
3.5 Grenzen des inneren Bezugsrahmens
4 Zwischenfazit
5 Die Wissenswerkstatt
5.1 Begriffliche, historische und inhaltliche Abgrenzung
5.1.1 Zukunftswerkstatt
5.1.2 Lernstatt
5.1.3 Wissenswerkstatt
5.1.4 Abschließende Betrachtung
5.2 Ablauforganisation
5.2.1 Vorbereitungsphase
5.2.2 Beschwerde- und Kritikphase
5.2.3 Utopie- und Phantasiephase
5.2.4 Realisierungs- und Verwirklichungsphase
5.2.5 Nachbereitungsphase
5.3 Implementierung
5.3.1 Implementierungsphasen
5.3.2 Erfolgskontrolle
6 Abschließende Betrachtung
6.1 Kernpunkte der Konzeption
6.2 Grenzen der Konzeption
6.3 Schlussfolgerungen
Die Arbeit untersucht, wie die geringe Selbständigkeitsquote von Akademikern in Deutschland durch gezielte Verbesserungen der hochschulischen Existenzgründerqualifizierung erhöht werden kann. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob und wie die Einführung einer „Wissenswerkstatt“ als innovative Veranstaltungsform dazu beitragen kann, informelles Wissen von Studenten effektiv in tragfähige Gründungsideen zu transformieren.
3.1 Bedeutung und Definition von Gründungsideen
Der Gründungsidee wird in der Fachliteratur eine gewichtige Bedeutung beigemessen. Schließlich ist es nur mit einer guten Idee möglich, ein langfristig erfolgreiches Unternehmen aufzubauen (vgl. Vahs 2003, S. 1). Dass nicht jede Gründungsidee eine gute Idee ist, konnte bereits in Ansätzen bei der Verbleiberate von Unternehmen erahnt werden. Nach nur drei Geschäftsjahren hat sich statistisch gesehen die Zahl der noch existierenden Unternehmen nahezu halbiert (vgl. BMWi 2008, S. 14). Ein anderes Beispiel aus dem Bereich Forschung und Entwicklung zeigt ein noch drastischeres Bild. Demnach belegen empirische Untersuchungen, dass von 100 Produktideen nur durchschnittlich 3,7 Ideen zu Markterfolgen werden (vgl. Vahs & Burmester 1999, S. 74).
Ist eine Gründungsidee hingegen gut, besteht die Möglichkeit, dass mit dem Unternehmen alle erwünschten wirtschaftspolitischen Ziele erreicht werden. Doch was genau ist eine (Gründungs-)Idee? Und was zeichnet eine gute Gründungsidee aus?
Eine Idee wird in der Fachliteratur meist mit den Begriffen Einfall, Gedanke, Vorstellung oder Konzept gleichgesetzt (vgl. Quadbeck-Seeger 1998, S. 100/ Vahs & Burmester 1999, S. 141). Dieses Gleichnis entspricht auch sinngemäß der griechischen Herkunft des Begriffes. So steht „idein“ ursprünglich für „erkennen“ oder „erblicken“ (vgl. Köbler 1995, S. 194). Vor allem durch die Gelehrten Seckendorff (1685) und Descartes (1641) gelangte der Begriff „Idee“ im 17. Jahrhundert zu neuer Blüte und steht seit dem für Vorstellung oder Gedanke (vgl. Köbler 1995, S. 194).
Ein Begriff, der in der Fachliteratur in diesem Zusammenhang sehr eng neben der Idee steht, ist die „Innovation“. Im Gegensatz zur „Idee“ handelt es sich bei der „Innovation“ um einen eher jungen Begriff, der erst in der Renaissance in die europäische Sprache Einzug nahm (vgl. Quadbeck-Seeger 1998, S. 101). Mittlerweile sind sich aufgrund einer bisher fehlenden wissenschaftlichen Innovationstheorie viele unterschiedliche Definitionen des Begriffs (vgl. Reichert 1994, S. 38).
0 Kurzbeschreibung: Einführung in das Problem der geringen Gründungsaktivitäten unter Akademikern und Skizzierung des Lösungsansatzes der Wissenswerkstatt.
1 Einleitung: Darstellung des Kontextes, der Problematik und der Zielsetzung der Forschungsarbeit im Bereich der Gründungsqualifizierung.
2 Äußerer Bezugsrahmen: Gründerqualifizierung an Hochschulen: Analyse der wirtschafts- und hochschulpolitischen Bedeutung sowie der Ebenen, die Rahmenbedingungen für Gründungsangebote definieren.
3 Innerer Bezugsrahmen: Die Gründungsidee: Untersuchung der Bedeutung und Quellen von Gründungsideen sowie der Rolle von informellem Wissen bei deren Generierung.
4 Zwischenfazit: Zusammenfassende Betrachtung der ersten Forschungserkenntnisse zu Rahmenbedingungen und Ideenprozessen.
5 Die Wissenswerkstatt: Detaillierte begriffliche Abgrenzung und Konzeption der Wissenswerkstatt sowie Darstellung ihrer Ablauf- und Implementierungsorganisation.
6 Abschließende Betrachtung: Zusammenfassung der Kernergebnisse, Diskussion der Grenzen der Konzeption und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Existenzgründung, Hochschulen, Wissenswerkstatt, Gründungsqualifizierung, informelles Wissen, Gründungsidee, Ideenprozess, Innovationsmanagement, Wissensmanagement, Didaktik, Entrepreneurship Education, Selbständigkeit, Rahmenbedingungen, Implementierung, Erfolgskontrolle
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung der akademischen Existenzgründerqualifizierung an deutschen Hochschulen durch die Einführung einer neuen, praxisorientierten Veranstaltungsform.
Zentrale Felder sind die Gründungsforschung, die Wirtschaftspädagogik und das Wissensmanagement, deren Schnittstellen zur Verbesserung von Gründungsprozessen genutzt werden.
Das Ziel ist es, Defizite bei der Ausbildung von Gründern aufzudecken und ein theoretisch fundiertes Konzept (die Wissenswerkstatt) zu entwickeln, um Gründungsideen besser generieren zu können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretisch-analytischen Literaturrecherche und der Synthese bestehender Modelle (z. B. Berliner Modell, Innovationsprozess-Schema, SECI-Modell) zur Entwicklung einer neuen methodischen Konzeption.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der äußeren Rahmenbedingungen, eine Untersuchung des internen Ideenprozesses und die detaillierte Vorstellung des Wissenswerkstatt-Konzepts inklusive seiner Implementierung.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Existenzgründung, Wissenswerkstatt, Gründungsqualifizierung, informelles Wissen und Entrepreneurship Education aus.
Sie adressiert die Notwendigkeit, informelles Wissen der Studierenden durch soziale Interaktion und kreative Techniken in reale Geschäftskonzepte zu überführen, was klassische frontale Lehrmethoden oft nicht leisten.
Es dient dazu, den Wissensumwandlungsprozess (Sozialisation, Externalisierung, Kombination, Internalisierung) zu systematisieren, um implizites Wissen in explizite Gründungskonzepte zu transformieren.
Es wird als handlungsorientiertes Werkzeug in der Realisierungsphase vorgeschlagen, um komplexe Geschäftskonzepte visuell einfach und strukturiert für Studenten planbar zu machen.
Im Gegensatz zu dozentenzentrierten Vorlesungen ist die Wissenswerkstatt handlungsorientiert, themenflexibel und basiert auf der aktiven Mitarbeit der Teilnehmer, um deren intrinsische Motivation und Gründungskompetenz zu stärken.
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