Bachelorarbeit, 2013
86 Seiten, Note: Sehr gut
1 EINLEITUNG
1.1 Zielsetzung und Fragestellungen
1.2 Methodenteil
2 EPIDEMIOLOGISCHE DATEN ÖSTERREICH
3 HOSPIZ- UND PALLIATIVE CARE
3.1 Begriffserklärungen im Kontext von Palliative Care
3.1.1 Palliative Care
3.1.2 Sterbende
3.1.3 Lebensqualität
3.1.4 Die Qualität des Sterbens
3.2 Strukturen in Österreich
3.2.1 Der Hospizverband Österreich
3.2.2 Die Entwicklung palliativer Kultur im Krankenhaus
4 SPEZIFISCHE BETRACHTUNG VON CARE PATHWAYS
4.1 Care Pathway
4.2 Pflege- und Behandlungspfad
4.3 Liverpool Care Pathway
5 IMPLEMENTIERUNG DES LCP IM DEUTSCHSPRACHIGEN RAUM
6 INTERPRETATION DER DISKUSSIONEN ZUM LCP
6.1 Interpretation der Diskussionen im deutschen Sprachraum
6.1.1 Qualitativ-explorative Studie Krankenhaus Oldenburg
6.1.2 SIK-Studie
6.1.3 Behandlungspfade in der Sterbebegleitung
6.1.4 Zum Sterben verurteilt durch Palliative Care
6.1.5 Der LCP als Navigationshilfe
6.1.6 Datenerhebung Krankenhaus St. Gallen Schweiz
6.2 Interpretation der Diskussionen im internationalen Raum
6.2.1 Effect of the Liverpool Care Pathway for the dying
6.2.2 End-of-Life Care Pathways in Acute and Hospice Care
6.2.3 Palliative Care in Overdrive: Patients in Danger
6.2.4 The Truth Will Out: Britain’s Euthanasia Scandal
6.2.5 The NHS kills off 130.000 patients every year
6.2.6 The effectiveness of the LCP in improving end of life care
6.2.7 End-of-life care pathways for improving outcomes in caring for the dying
6.2.8 The implementation of an end-of-life care pathway in China
7 ABSCHLIEßENDE DISKUSSION UND SCHLUSSFOLGERUNGEN
7.1 Die Implementierung des LCP im Krankenhaus
7.2 Der LCP im Kontext der Lebensqualität
8 PERSÖNLICHE REFLEXION
Die Bachelorarbeit untersucht, was der Liverpool Care Pathway (LCP) ist, wie er in deutschsprachigen Krankenhäusern implementiert werden kann und welchen Beitrag dieser Behandlungspfad zur Verbesserung der Lebensqualität sterbender Patienten leisten kann.
4.3 Liverpool Care Pathway
Der LCP wird Ende der 90er vom „Palliative Care Team des Royal Liverpool and Broadgreen University Hospitals NHS Trust“ gemeinsam dem „Marie Curie Hospice“ in Liverpool entwickelt. Er soll dazu dienen, Sterbende in den letzen Stunden ihres Lebens und ihre Angehörigen zu begleiten, um im Zuge dieser Begleitung einen hohen Standard durch pflegerische und medizinische Versorgung zu erhalten (Henkelmann, 2010, S. 144).
Er ist in drei Abschnitte gegliedert. Erstens hilft er bei der Feststellung der Ausgangslage der PatientenInnen, zweitens dient er der Kontrolle des Verlaufs und drittens hilft er bei der Begleitung der Angehörigen vor und nach dem Tod der PatientenInnen.
Als Hilfsmittel der praktischen Anwendung des LCP dient eine Art Checkliste, die versendet wird, um eine möglichst optimale Versorgung für Sterbende zu finden. Regelmäßig werden von allen beteiligten Betreuungspersonen Fakten erhoben (wenn möglich abgefragt), beurteilt und auf einem Verlaufsbogen dokumentiert. Der Behandlungspfad wird im stationären (Langzeitpflegeeinrichtungen, Krankenhäuser) und auch im ambulanten Sektor (Hauskrankenpflege, Mobile Hospiz- und Palliativeinrichtungen) eingesetzt. Rund 1.200 Einrichtungen in England und 230 Einrichtungen in 17 anderen Ländern weltweit verwenden den LCP in ihrer täglichen Praxis (Simon et al., 2009, S.1400).
Als Hauptaspekte der Begleitung und Betreuung von Sterbenden sieht der LCP:
• die Kontrolle von Symptomen,
• Interventionen, die zur Verbesserung der Lebensqualität führen,
• das Bereitstellen von Bedarfsmedikamenten,
• das Unterlassen unnötiger Interventionen,
• die psychologische und spirituelle Betreuung
• und die Betreuung der Angehörigen vor und nach dem Tod der PatientenInnen (Henkelmann, 2010, S. 144).
1 EINLEITUNG: Die Autorin erläutert ihre Motivation, sich mit dem LCP auseinanderzusetzen, und stellt ihre Forschungsfragen zur Implementierung und zum Nutzen des Modells für die Lebensqualität sterbender Patienten dar.
2 EPIDEMIOLOGISCHE DATEN ÖSTERREICH: Dieses Kapitel liefert eine statistische Übersicht zur Sterblichkeit in Österreich und verdeutlicht die institutionelle Einbindung von Sterbeprozessen in Krankenhäusern.
3 HOSPIZ- UND PALLIATIVE CARE: Hier werden grundlegende Begrifflichkeiten definiert und die Strukturen der Hospiz- und Palliativlandschaft in Österreich sowie die Bedeutung palliativer Kultur beleuchtet.
4 SPEZIFISCHE BETRACHTUNG VON CARE PATHWAYS: Es erfolgt eine detaillierte Erläuterung des Konzepts der "Care Pathways" und des "Liverpool Care Pathway" als spezialisierte Behandlungspfade.
5 IMPLEMENTIERUNG DES LCP IM DEUTSCHSPRACHIGEN RAUM: Die Voraussetzungen, Kriterien und organisatorischen Abläufe für eine erfolgreiche Einführung des LCP in Krankenhäusern werden beschrieben.
6 INTERPRETATION DER DISKUSSIONEN ZUM LCP: Dieses zentrale Kapitel analysiert die wissenschaftliche Studienlage sowie öffentliche Diskussionen über den LCP im deutschsprachigen und internationalen Raum kritisch.
7 ABSCHLIEßENDE DISKUSSION UND SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Ergebnisse der Arbeit werden zusammengeführt, wobei die Schwierigkeiten bei der Messung von Lebensqualität und die Bedeutung einer patientenzentrierten Versorgung betont werden.
8 PERSÖNLICHE REFLEXION: Die Autorin reflektiert ihren persönlichen Lernprozess und zieht ein Fazit hinsichtlich der Notwendigkeit weiterer Forschung.
Liverpool Care Pathway, LCP, Palliative Care, Sterbebegleitung, Lebensqualität, Krankenhaus, Behandlungspfad, Sterbequalität, Symptomkontrolle, Implementierung, multiprofessionelles Team, End-of-Life Care, Ethik, Palliativversorgung, Versorgungsqualität.
Die Arbeit untersucht den "Liverpool Care Pathway" (LCP) als Behandlungspfad für die Sterbebegleitung. Sie beleuchtet dessen theoretische Grundlagen, die praktischen Anforderungen an eine Implementierung im Krankenhaus und hinterfragt kritisch den wissenschaftlichen Nachweis für eine Steigerung der Lebensqualität Sterbender.
Zentrale Themen sind die Strukturen der österreichischen Hospiz- und Palliativversorgung, die Definition von Care Pathways, die spezifische methodische Umsetzung des LCP sowie die kritische Interpretation internationaler Studienergebnisse und öffentlicher Debatten über diesen Pfad.
Das primäre Ziel ist es festzustellen, wie der LCP im deutschsprachigen Krankenhaus implementiert werden kann und ob die Anwendung dieses Modells die Lebensqualität von Patienten in ihrer letzten Lebensphase tatsächlich nachweisbar verbessert.
Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literatursuche und einer hermeneutisch-interpretativen Analyse vorhandener Forschungsarbeiten, Journalartikel und aktueller Publikationen zum LCP.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des theoretischen Rahmens (Palliative Care), die Analyse von Behandlungspfaden, die Darstellung des LCP-Implementierungsprogramms sowie eine detaillierte Diskussion und kritische Auswertung zahlreicher nationaler und internationaler Studien.
Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Palliative Care, Liverpool Care Pathway, Lebensqualität, Sterbebegleitung und die Herausforderungen der klinischen Implementierung von Behandlungspfaden charakterisiert.
Die Autorin stellt fest, dass fundierte, evidenzbasierte Literatur – insbesondere im Hinblick auf eine direkte Verbesserung der subjektiven Lebensqualität – kaum vorhanden ist, was die Beantwortung der zentralen Forschungsfrage signifikant erschwert.
Aufgrund des Mangels an randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) greift die Autorin auch auf Medienberichte und Expertenmeinungen zurück, um die aktuelle öffentliche Kontroverse um den LCP – besonders in Großbritannien – abzubilden und eine objektive Pro- und Contra-Perspektive einzunehmen.
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