Masterarbeit, 2013
109 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
2. KOORDINATIONSTRAINING IN DER SCHULE
2.1. BEGRIFFSABGRENZUNG UND DEFINITION „BEWEGUNGSKOORDINATION“
2.2. KOORDINATIONSSCHULUNG IM SPORTUNTERRICHT
2.2.1. DRUCKBEDINGUNGEN
2.2.2. METHODEN
2.2.3. ORGANISATIONSFORMEN
3. IMPLIZIT-FUNKTIONALES UND EXPLIZIT-INTENTIONALES TRAINIEREN
4. DAS LERNFELD „KRÄFTE MESSEN UND MITEINANDER KÄMPFEN“ IN DER GRUNDSCHULE
5. DARSTELLUNG DER BEWEGUNGSAUFGABEN
5.1. DEFINITION BEWEGUNGSAUFGABEN
5.2. BESCHREIBUNG DER STATIONEN
5.2.1. HUNDEHÜTTENLAUF
5.2.2. SPIEGELBILD
5.2.3. DREIERROLLEN AUF EINER MATTENFLÄCHE
5.2.4. FANGSPIELE
5.2.5. SCHILDKRÖTEN FANGEN
5.2.6. KAMPF AUF DER LINIE
6. ERPROBUNG DER BEWEGUNGSAUFGABEN
6.1. VORSTELLUNG DER SCHULE
6.2. BESCHREIBUNG DES VORGEHENS
6.3. DURCHFÜHRUNG IN DEN KLASSEN
6.3.1. KLASSE 1 B
6.3.1.1. Lerngruppenbeschreibung
6.3.1.2. Lehrversuch explizit
6.3.1.3. Lehrversuch implizit
6.3.2. KLASSE 1 C
6.3.2.1. Lerngruppenbeschreibung
6.3.2.2. Lehrversuch implizit
6.3.2.3. Lehrversuch explizit
6.3.3. KLASSE 2 B
6.3.3.1. Lerngruppenbeschreibung
6.3.3.2. Lehrversuch implizit
6.3.3.3. Lehrversuch explizit
6.3.4. KLASSE 2 C
6.3.4.1. Lerngruppenbeschreibung
6.3.4.2. Lehrversuch explizit
6.3.4.3. Lehrversuch implizit
6.3.5. KLASSE 3 A
6.3.5.1. Lerngruppenbeschreibung
6.3.5.2. Lehrversuch implizit
6.3.5.3. Lehrversuch explizit
6.3.6. KLASSE 3 C
6.3.6.1. Lerngruppenbeschreibung
6.3.6.2. Lehrversuch explizit
6.3.6.3. Lehrversuch implizit
6.3.7. KLASSE 4 A
6.3.7.1. Lerngruppenbeschreibung
6.3.7.2. Lehrversuch implizit
6.3.7.3. Lehrversuch explizit
6.3.8. KLASSE 4 C
6.3.8.1. Lerngruppenbeschreibung
6.3.8.2. Lehrversuch explizit
6.3.8.3. Lehrversuch implizit
7. REFLEXION DER ERPROBUNG
7.1. HUNDEHÜTTENLAUF
7.2. SPIEGELBILD
7.3. DREIERROLLE AUF EINER MATTENFLÄCHE
7.4. FANGSPIELE
7.5. KAMPF AUF DER LINIE
7.6. SCHILDKRÖTENFANGEN
7.7. ZWISCHENFAZIT
8. VORSCHLAG ZUR MODIFIKATION DER BEWEGUNGSAUFGABEN
9. FAZIT
Die Arbeit untersucht die Eignung von Bewegungsaufgaben zur implizit-funktionalen Schulung der Bewegungskoordination im Sportunterricht der Grundschule, insbesondere innerhalb des Lernfeldes "Kräfte messen und miteinander kämpfen". Das primäre Forschungsziel ist die Erprobung und Modifikation dieser Aufgaben in acht Grundschulklassen, um Erkenntnisse über deren motorische Wirksamkeit, die Bedeutung von Druckbedingungen sowie altersspezifische Unterschiede und methodische Reihenfolgen zu gewinnen.
3. Implizit-funktionales und explizit-intentionales Trainieren
Das Erreichen einer Automatizität ist das Ziel eines jeden Sportlers, dabei gibt es zwei Wege um diese zu erreichen: Automatisierung durch Üben und Automatizität durch automatisch ablaufende mentale Prozesse, die durch nicht bewusst wahrgenommene oder bereits aus dem Gedächtnis verschwundene Reize ausgelöst werden (vgl. Becker, 2006, 78). Bei der zweiten Variante geschieht „der Prozess der Wissensaufnahme inzidentell, also ohne die Beteiligung intentionaler, reflektiver Prozesse“ und zudem „resultiert aus diesen unbewussten Aktivitäten eine abstrakte, ebenfalls nicht bewusste Wissensbasis“ (Buchner, 1993, 5). Sogenannte Priming4 Effekte können auch bei motorischen Reaktionen, die auf visuelle Reize oder Reizkonfigurationen folgen, beobachtet werden.
Man geht davon aus, dass diese Reaktionen in einem vorangegangenen impliziten Lernprozess aufgebaut wurden, was bedeutet, dass Reize auch dann verhaltensrelevant verarbeitet werden können, wenn sie nicht bewusst repräsentiert sind (vgl. Kibele, 2002, 56f.). Der Forschungszweig zum impliziten Lernen hat seinen Ausgangspunkt 1967 mit Untersuchungen von Reber (vgl. Kibele, 2001, 57). Beim impliziten Lernen wird davon ausgegangen, dass Personen Wissen während einer Problembearbeitung erwerben und dieses während der Problemlösung berücksichtigen können. Die Existenz des Wissens ist ihnen jedoch nicht bewusst und kann auch nicht verbalisiert werden (vgl. Haider-Hasebrink, 1990, 8f.). Diese Unbewusstheit erkennt auch Kibele, der aufführt, dass die implizite Nutzung von Gedächtnisinhalten immer dann erfolgt, wenn sich die gegenwärtigen kognitiven Prozesse einer Person auf vergangene Ereignisse beziehen, ohne dass sich die Person dieser Tatsache bewusst ist (vgl. 2001, 59).
1. EINLEITUNG: Die Einleitung thematisiert die zunehmende Bewegungsarmut und die damit verbundenen Koordinationsschwächen bei Grundschulkindern, was die Notwendigkeit einer verstärkten koordinativen Schulung im Sportunterricht unterstreicht.
2. KOORDINATIONSTRAINING IN DER SCHULE: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Bewegungskoordination, erläutert die wichtigsten koordinativen Fähigkeiten für den Sportunterricht und stellt methodische Ansätze sowie Druckbedingungen vor, die den Sportler an seine Leistungsgrenzen führen sollen.
3. IMPLIZIT-FUNKTIONALES UND EXPLIZIT-INTENTIONALES TRAINIEREN: Hier werden die theoretischen Konzepte des expliziten Lernens durch strukturierte Anweisungen und des impliziten Lernens durch offene Bewegungsaufgaben gegenübergestellt, wobei das Potenzial für langfristigen Kompetenzerwerb im Vordergrund steht.
4. DAS LERNFELD „KRÄFTE MESSEN UND MITEINANDER KÄMPFEN“ IN DER GRUNDSCHULE: Dieses Kapitel begründet die pädagogische Bedeutung des Kämpfens in der Schule als Mittel zur Persönlichkeitsentwicklung, sozialen Interaktion und zur Förderung grundlegender koordinativer und konditioneller Fähigkeiten.
5. DARSTELLUNG DER BEWEGUNGSAUFGABEN: Hier werden die methodischen Hintergründe von Bewegungsaufgaben definiert und die sechs für die Untersuchung konzipierten Stationen detailliert vorgestellt, inklusive ihrer spezifischen Zielsetzungen und Druckbedingungen.
6. ERPROBUNG DER BEWEGUNGSAUFGABEN: In diesem umfangreichen Kapitel werden die praktischen Unterrichtsversuche in den verschiedenen Klassenstufen detailliert dokumentiert, um den Erfolg bzw. Misserfolg der Aufgabenstellung nachvollziehbar zu machen.
7. REFLEXION DER ERPROBUNG: Die Ergebnisse der Unterrichtsversuche werden hier kritisch reflektiert, wobei die Eignung der einzelnen Stationen für die Druckbedingungen sowie das Lernverhalten der SuS im Vordergrund stehen.
8. VORSCHLAG ZUR MODIFIKATION DER BEWEGUNGSAUFGABEN: Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen werden konkrete Verbesserungsvorschläge und modifizierte Formulierungen für die Bewegungsaufgaben erarbeitet, um die Umsetzbarkeit im Sportunterricht zu optimieren.
9. FAZIT: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und bestätigt, dass die Bewegungsaufgaben und die Auswahl der Übungen mehrheitlich geeignet sind, um koordinative Fähigkeiten in der Grundschule spielerisch zu fördern.
Bewegungskoordination, Grundschule, Sportunterricht, Bewegungsaufgaben, implizites Lernen, explizites Lernen, Koordinationsschulung, Lernfeld Kämpfen, Druckbedingungen, motorische Entwicklung, Sozialkompetenz, Bewegungsfreude, Unterrichtsplanung, Grundschulsport, motorisches Lernen.
Die Arbeit untersucht die praktische Erprobung und Modifikation von speziellen Bewegungsaufgaben, die darauf abzielen, die koordinativen Fähigkeiten von Grundschulkindern im Sportunterricht zu schulen.
Die zentralen Themen umfassen die Koordination im Schulsport, den Vergleich zwischen impliziten und expliziten Lernmethoden sowie die Anwendung des Lernfeldes "Kräfte messen und miteinander kämpfen" in der Primarstufe.
Das Hauptziel ist herauszufinden, ob durch offene Bewegungsaufgaben motorische Ziele erreicht werden können und ob diese Aufgaben für verschiedene Altersstufen der Grundschule geeignet sind oder modifiziert werden müssen.
Die Arbeit basiert auf der praktischen Erprobung in acht verschiedenen Grundschulklassen sowie einer anschließenden detaillierten Dokumentation und Reflexion des Unterrichtsgeschehens.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die detaillierte Vorstellung der Bewegungsaufgaben und eine umfangreiche, klassenweise Dokumentation der Unterrichtsversuche.
Die Aufgaben sind vage formuliert, um die Schüler zur eigenständigen Problemlösung zu animieren und ihren Lernprozess selbstständig durch Ausprobieren und Suchen zu gestalten.
Das Lernfeld bietet vielfältige Gelegenheiten zur Persönlichkeitsentwicklung, fördert soziale Kompetenzen und ermöglicht Kindern, körperliche Nähe und eigene Grenzen in einem kontrollierten, sicheren Rahmen zu erproben.
Einige Stationen, insbesondere die "Dreierrolle", erwiesen sich als komplex in der Durchführung, da die Kinder oft Schwierigkeiten hatten, die Aufgabenstellungen ohne intensive Anleitung durch die Lehrkraft umzusetzen.
Druckbedingungen (wie Zeitdruck oder Präzisionsdruck) dienen dazu, den Sportler an seine Leistungsgrenzen zu führen und dadurch Selbstorganisationsprozesse in der Bewegungssteuerung zu initiieren.
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