Diplomarbeit, 2013
75 Seiten, Note: 2,6
1 Hintergrund der Arbeit
2 Entwicklung der Palliativpflege und deren Definition
2.1 Die Anfänge der Palliativpflege
2.2 Die Entwicklung von Palliative Care in Deutschland
2.3 Definitionen und Formen der Palliativpflege
2.4 Organisationsformen palliativer Pflege
3 Grundlagen der Palliativpflege
3.1 Schmerzen
3.2 Fatigue
3.3 Ernährung
3.4 Atemnot
3.5 Wunden
3.6 Gastrointestinale Probleme
3.7 Obstipation
4 Möglichkeiten und Grenzen der Palliativpflege
4.1 Rechtliche Grundlagen
4.2 Umsetzbarkeit palliativer Pflegemaßnahmen
4.3 Grenzen palliativer Pflegemaßnahmen
5 Zusammenfassung der Möglichkeiten und Grenzen
6 Fazit und Anregungen für eine zukünftige Entwicklung
Diese Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der Integration von Palliative Care in der stationären Altenhilfe. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, inwiefern eine den Bedürfnissen und Wünschen sterbender Bewohner angepasste Palliativpflege unter den aktuellen rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen realisiert werden kann.
3.1 Schmerzen
Hauptaugenmerk in der Palliativmedizin liegt nicht in der Behandlung akuter sondern vielmehr in der Behandlung chronischer Schmerzen, die vor allem als Begleiterscheinung vieler Alterskrankheiten (z. B. Arthrose, Tumorleiden u. ä.) auftreten, wobei hier Schmerzen als „… ganzheitliches Phänomen verstanden und behandelt“ (SCHMITZ, SCHULZ 2012:60) werden. Bei diesem Schmerzverständnis, welches unter dem Begriff ‚Total Pain‘ zusammengefasst wird, ist die Schmerzursache nur teilweise körperlich begründet. Hier „… wird psychischen, sozialen oder spirituellen Faktoren eine ebenso wichtige Rolle im Schmerzerleben von Palliativpatienten beigemessen. Trauer, Abschied, Angst, Depression und Hoffnungslosigkeit sind gerade in der Palliativsituation Faktoren, die Teil des Schmerzes sein können.“ (SCHMITZ, SCHULZ ebd.)
Dabei handelt es sich bei chronischen Schmerzen um Schmerzen, die über einen Zeitraum von mehreren Monaten (in der Fachliteratur zumeist mindestens 3 bis 6 Monate (vgl. BÜCHE 2007:157; DIENER, ROLKE, MAIER 2009:3) andauern bzw. über die erwartete normale Heilungszeit hinausgehen (vgl. BÜCHE ebd.).
Prinzipiell orientiert sich die Schmerztherapie in der Palliativpflege an der allgemeinen Therapie von akuten aber auch chronischen Schmerzen. Aufbauend auf einer Schmerzersteinschätzung mittels geeigneter Messinstrumente wie beispielsweise einer Visuellen Analogskala (VAS, siehe Anlage 2), einer Nummerischen Rangskala (NRS, siehe Anlage 2), einem ECPA-Bogen (siehe Anlage 3) oder einem Testbogen zur Beurteilung von Schmerzen bei Demenz (BeSD-Bogen siehe Anlage 4), sollte anschließend sowohl eine medikamentöse Schmerzbekämpfung, als auch eine nicht-medikamentöse Therapie, gestützt von einer regelmäßig wiederkehrenden Schmerzbeurteilung, erfolgen. Dabei orientiert sich die medikamentöse Therapie am WHO-Stufenschema, welches nachfolgend dargestellt ist, wobei die analgetischen Medikamenten in ihrer Wirkung durch Koanalgetika (vgl. NAUCK, RADBRUCH 2012:191) und eine Begleitmedikation (vgl. NAUCK, RADBRUCH 2012:176) unterstützt werden kann.
1 Hintergrund der Arbeit: Diese Einführung beleuchtet die aktuelle Situation der Sterbebegleitung in Pflegeheimen und begründet die wachsende Bedeutung palliativer Ansätze.
2 Entwicklung der Palliativpflege und deren Definition: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Hospizbewegung nach und definiert zentrale Begriffe der Palliative Care.
3 Grundlagen der Palliativpflege: Hier werden die wichtigsten Symptome (Schmerz, Fatigue, Ernährung, Atemnot, Wunden, gastrointestinale Probleme, Obstipation) und deren therapeutische Grundsätze dargestellt.
4 Möglichkeiten und Grenzen der Palliativpflege: Untersucht wird die praktische Umsetzbarkeit der zuvor genannten Pflegemaßnahmen sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland.
5 Zusammenfassung der Möglichkeiten und Grenzen: Eine Synthese der Herausforderungen bei der Implementierung von Maßnahmenkomplexen, insbesondere bezüglich Personal und Finanzierung.
6 Fazit und Anregungen für eine zukünftige Entwicklung: Das Kapitel reflektiert den aktuellen Stand und formuliert Forderungen an Politik, Träger und Praxis zur Verbesserung der Palliativversorgung.
Palliativpflege, Palliative Care, stationäre Altenhilfe, Sterbebegleitung, Symptomkontrolle, Schmerztherapie, Dekubitusprophylaxe, Pflegeheim, multidisziplinäres Team, Lebensqualität, Angehörigenarbeit, Pflegeausbildung, Finanzierung, Symptommanagement, Ethik
Die Arbeit befasst sich mit der Integration und Umsetzung palliativer Pflegemaßnahmen innerhalb stationärer Pflegeeinrichtungen (Pflegeheimen) in Deutschland.
Die Arbeit thematisiert die Symptomkontrolle bei chronischen Leiden, die rechtlichen Rahmenbedingungen für Sterbebegleitung, sowie die organisatorischen und finanziellen Herausforderungen für das Pflegepersonal und die Heimträger.
Das Ziel ist es zu analysieren, wie eine an den Bedürfnissen sterbender Bewohner orientierte Palliativpflege trotz bestehender struktureller Hürden in der Praxis umgesetzt werden kann.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf einer fundierten Recherche aktueller Fachliteratur, Expertenstandards und rechtlicher Quellen basiert, um einen Überblick über den aktuellen Wissensstand zu geben.
Im Hauptteil werden zunächst die klinischen Grundlagen der Symptombehandlung (Schmerz, Wunden, Fatigue, etc.) erörtert und anschließend kritisch auf ihre Umsetzbarkeit in Pflegeheimen geprüft.
Zentrale Begriffe sind Palliativpflege, Palliative Care, Symptommanagement, Lebensqualität am Lebensende, stationäre Altenpflege und interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Die Arbeit zeigt auf, dass stationäre Einrichtungen im Gegensatz zu spezialisierten Hospizen oft unter schwierigeren Finanzierungsbedingungen arbeiten, da die Kosten primär über Pflegesätze gedeckt werden müssen, die palliative Zusatzleistungen oft nicht abdecken.
Der Autor argumentiert, dass bestehende Ausbildungsinhalte in der Altenpflege oft nicht ausreichen, um den komplexen Anforderungen einer professionellen Sterbebegleitung gerecht zu werden, und fordert daher eine Stärkung dieser Kompetenzen.
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