Examensarbeit, 2012
80 Seiten, Note: 1,3
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
I. Einleitung
1. Vorstellung der Thematik
2. Vorgehensweise
3. Forschungsstand
4. Begrifflichkeiten
II. Gewaltfreie Kommunikation nach Marschall B. Rosenberg
1. Zum Aufbau des Buches „Gewaltfreie Kommunikation – Eine Sprache des Lebens“
2. Marshall B. Rosenberg
Die Theorie Rosenbergs
3. Der Begriff „gewaltfrei“ bei Rosenberg
4. Die vier Komponenten der GFK
4.1 Beobachtung
4.2 Gefühle
4.3 Bedürfnisse
4.4 Bitten
5. Empathie
6. Zusammenfassung
III. Theoretischer Teil
1. Erving Goffman – interaction Order
2. Pragmatik
2.1 H. Paul Grice – Theorie der Implikaturen
2.2 John L. Austin/John Searle – Sprechakttheorie
3. Zusammenfassung
IV. Analyse
1. Beobachtung
1.1 Syntax
1.2 Sprechakttheorie
1.3 Theorie der Implikaturen
1.4 Face-work
1.5 Fazit
2. Gefühle
2.1 Syntax
Lexeme in Verbindung mit fühlen/Gefühl
2.2 Sprechakttheorie
2.3 Theorie der Implikaturen
2.4 Fazit
3. Bedürfnisse
3.1 Syntax
3.2 Sprechakttheorie
3.3 Theorie der Implikaturen
3.4 Fazit
4. Bitten
Sprechakttheorie
5. Zusammenfassung/Fazit
V. Praktisches Beispiel
1. Einleitung/Ziel
1.1 Kontext
1.2 Vorgehen
2. Analyse
2.1 Teil I
2.2 Teil II
3. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) von Marshall B. Rosenberg aus sprachwissenschaftlicher Perspektive, insbesondere unter Einbeziehung pragmatischer Theorien, um die sprachliche Struktur und das Potenzial für gewaltfreie Interaktionen zu analysieren.
1. Vorstellung der Thematik
Die Gewaltfreie Kommunikation (GFK)1, entwickelt von Marshall B. Rosenberg, soll Möglichkeiten bieten, den Erfolg in (schwierigen) kommunikativen Situationen zu verbessern und zwar hinsichtlich des Umgangs miteinander, bei der Aufrechterhaltung eines positiven sozialen Umfeldes. Rosenberg nutzt dazu Sprache. Er hat sich im Laufe von mittlerweile über 40 Jahren mit diesem Thema beschäftigt, sein Konzept in dieser Zeit mehrfach erprobt und immer wieder verbessert. In seinem Buch „Gewaltfreie Kommunikation – Eine Sprache des Lebens“2 nutzt er verschiedene sprachliche Formen, die seiner Meinung nach, zu einer allgemeinen Verbesserung des Umfeldes eines Menschen führen sollen. Ich habe mich, im Rahmen dieser Examensarbeit, dazu entschieden, mich auf die Analyse der sprachlichen Aspekte zu konzentrieren, die Rosenberg als Mittel für die GFK sieht, und diese hinsichtlich ihrer möglichen Wirkung eines gewaltfreien kommunikativen Umgangs hin zu hinterfragen.
Rosenberg gibt in insgesamt drei Kapiteln seines Werkes viele Beispiele für seiner Meinung nach angemessenen sprachlichen Umgangsformen, die es Menschen ermöglichen sollen, sich auch in schwierigen Situationen gegenseitig zu respektieren. Ebendiese sprachlichen Umgangsformen möchte ich einer genaueren Untersuchung unterziehen. Dabei wird es im Folgenden um die Fragen gehen:
- Wie kennzeichnet sich die dargestellte „Gewaltfreie Kommunikation“?
- Welche Merkmale müssen für eine GFK nach Rosenberg gegeben sein? (grammatisch-stilistisch/pragmatisch)
- Durch welche Sprechhandlungen wird die GFK verwirklicht bzw. durch welche Sprechhandlungen kann sie verwirklicht werden?
I. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der GFK ein, umreißt die Forschungsfragen und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie den Forschungsstand.
II. Gewaltfreie Kommunikation nach Marschall B. Rosenberg: Hier erfolgt eine theoretische Einführung in das Werk Rosenbergs, die vier Komponenten der GFK (Beobachtung, Gefühle, Bedürfnisse, Bitten) und die zentralen Begrifflichkeiten.
III. Theoretischer Teil: Dieses Kapitel stellt die pragmatischen Theorien (Goffman, Grice, Austin/Searle) vor, die als Analyseinstrumentarium für die Untersuchung dienen.
IV. Analyse: Der Hauptteil analysiert die vier Komponenten der GFK unter den Aspekten Syntax, Sprechakttheorie und Implikaturen, um die sprachliche Realisierbarkeit zu hinterfragen.
V. Praktisches Beispiel: Hier wird das theoretische Modell der GFK anhand einer aufgenommenen Unterrichtssequenz aus einer Montessori-Schule auf seine praktische Anwendbarkeit geprüft.
Gewaltfreie Kommunikation, GFK, Marshall B. Rosenberg, Sprechakttheorie, Pragmatik, Sprachanalyse, Illokution, Bedürfnisse, Gefühle, Beobachtung, Kommunikation, Indirekte Sprechakte, Kooperationsprinzip, Face-work, Pädagogik
Die Arbeit untersucht das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg unter linguistischen, insbesondere pragmatischen Gesichtspunkten.
Die Arbeit fokussiert sich auf die sprachliche Struktur der GFK, ihre theoretische Fundierung in der Pragmatik und ihre Anwendbarkeit im schulischen Kontext.
Das Ziel ist es, die sprachlichen Mittel der GFK auf ihre Eignung für eine „gewaltfreie“ Kommunikation zu analysieren und deren Alltagstauglichkeit kritisch zu hinterfragen.
Es werden Ansätze der Sprechakttheorie (Austin/Searle), die Theorie der Implikaturen (Grice) sowie gesprächsanalytische Konzepte von Goffman angewandt.
Der Hauptteil ist in eine detaillierte Analyse der vier Komponenten (Beobachtung, Gefühle, Bedürfnisse, Bitten) unter Berücksichtigung von Syntax und pragmatischen Merkmalen unterteilt.
Zentrale Begriffe sind GFK, Pragmatik, Sprechakttheorie, Kommunikation und die vier Komponenten der gewaltfreien Kommunikation.
Der Autor erkennt den Sinn des Konzepts an, sieht jedoch große praktische Herausforderungen in der sprachlichen Umsetzung, insbesondere bei der Vermeidung von Kontextverlusten.
Die Übernahme von Verantwortung für eigene Gefühle und Bedürfnisse wird als ein zentraler, jedoch sprachtheoretisch komplexer Pfeiler der GFK-Methode identifiziert.
Die Unterrichtssequenz dient als empirische Basis, um die GFK in einem realen, sozialen Gefüge zu beobachten, das über das abstrakte Modell der Lehrbücher hinausgeht.
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