Hausarbeit, 2013
13 Seiten, Note: 1,3
0. Einleitung
1. Wohnungslosigkeit
2. Soziale Probleme
2.1. Was sind soziale Probleme?
2.2. Wohnungslosigkeit als soziales Problem
2.2.1. Armut
2.2.2. Psychische Erkrankungen
2.2.3. Alkoholismus
2.2.4. Kriminalität
3. Weibliche Wohnungslosigkeit
3. Wohnungslose Frauen und Männer im Vergleich
4. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifischen Lebensumstände und Herausforderungen von Frauen in der Wohnungslosigkeit. Ziel ist es, die Unterschiede in den Biografien und sozialen Rahmenbedingungen zwischen wohnungslosen Frauen und Männern herauszuarbeiten und die gesellschaftliche Relevanz der Thematik zu verdeutlichen.
3. Weibliche Wohnungslosigkeit
Die weibliche Wohnungslosigkeit ist noch nicht lange Thema in der Fachöffentlichkeit. Dies liegt daran, dass bislang unbekannt war, wie stark Frauen von der Obdachlosigkeit betroffen sind. Seit den 1980er Jahren gilt die weibliche Wohnungslosigkeit als eigenes Problemfeld. (Vgl. Rosenke) Die Frauen wenden meistens eine „Verschleierungstaktik“ an und täuschen dabei eine äußerliche Normalität vor. Sie sind nicht als Wohnungslose zu erkennen, weshalb statistische Zahlen deutlich unter dem wahren Wert liegen. Frauen meiden, wenn sie wohnungslos sind, vor allem die Orte, die als Treffpunkte von Wohnungslosen bekannt sind, sowie den Kontakt zu diesen. Das tun sie, um Auseinandersetzungen mit der Polizei zu vermeiden, aber auch um von Bürgern nicht als gesellschaftlicher Außenseiter behandelt zu werden. (van den Brink & Strasser, 2003)
Wohnungslosigkeit gilt als Männerphänomen. Diese alltägliche Wahrnehmung wird bestätigt durch Statistiken und zeigt sich auch in der Infrastruktur des Hilfesystems. Die obdachlosen Frauen leben schon lange vorher in ungesicherten Verhältnissen, wie auch Petra Mann. Sie lebte schon als Kind bei Bekannten und Großeltern, statt zu Hause, da ihre Mutter dies so für sie entschied. Auch als Erwachsene kam sie immer bei Freunden unter oder lebte in der Wohnung ihres Bruders, in der es keinen Strom gab. All die wohnungslosen Frauen haben irgendwann schon einmal Armut und Gewalt erfahren. Der Anteil der wohnungslosen Frauen ist in den letzten Jahren gestiegen. 2009 waren es schon 25% der gesamten Wohnungslosen, die weiblich waren. (BAG W, 2009) Die meisten von ihnen sind zwischen 30 und 45 Jahren alt, doch auch der Anteil der Jüngeren, der bis zu 29 jährigen, nimmt zu. Meistens sind die Gründe für die Wohnungslosigkeit der Frauen beziehungsorientiert durch das Scheitern einer Ehe oder Partnerschaft beziehungsweise dem Ausbruch aus gewaltgeprägten Lebenszusammenhängen. Auch ein durch die traditionelle Rollenverteilung erzeugte Abhängigkeit in einem Familienverbund, kann Auslöser dieses Problems sein.
0. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik ein und stellt anhand eines Interviews mit einer Betroffenen die Dringlichkeit der Auseinandersetzung mit weiblicher Wohnungslosigkeit dar.
1. Wohnungslosigkeit: Dieses Kapitel definiert Wohnungslosigkeit als weitgehende Problematik, die über den reinen Wohnraummangel hinausgeht und soziale Isolation umfasst.
2. Soziale Probleme: Hier wird der soziologische Begriff des sozialen Problems theoretisch hergeleitet und als Herausforderung an die Sozialpolitik identifiziert.
2.1. Was sind soziale Probleme?: Dieses Unterkapitel erörtert Definitionen und Kriterien, die soziale Probleme charakterisieren.
2.2. Wohnungslosigkeit als soziales Problem: Es wird analysiert, wie Armut, Krankheit und Gewalt bei Wohnungslosen in Wechselwirkung stehen.
2.2.1. Armut: Fokus auf Ressourcenknappheit und Arbeitsmarktintegration als zentrale Ursachen.
2.2.2. Psychische Erkrankungen: Untersuchung der überproportionalen Belastung von Wohnungslosen durch psychische Traumata.
2.2.3. Alkoholismus: Analyse von Alkohol als Bewältigungsstrategie und Ausdruck sozialer Not.
2.2.4. Kriminalität: Darstellung der Wohnungslosen als Opfer statt als Täter von Kriminalität.
3. Weibliche Wohnungslosigkeit: Behandlung der spezifischen Strategien und Ursachen für Obdachlosigkeit bei Frauen.
3. Wohnungslose Frauen und Männer im Vergleich: Gegenüberstellung der unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten und Rollenbilder der Geschlechter.
4. Zusammenfassung: Fazit zur Notwendigkeit politischer Lösungsansätze und persönlicher Reflektion der Autorin.
Wohnungslosigkeit, soziale Probleme, weibliche Obdachlosigkeit, Armut, soziale Isolation, Traumatisierung, Geschlechterrollen, Arbeitsmarkt, Hilfesysteme, Diskriminierung, soziale Ungleichheit, Prävention, Lebensweise, Wohnungsprostitution, Biografieforschung
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Hintergründen, Erscheinungsformen und speziellen Problemlagen von Frauen, die von Wohnungslosigkeit betroffen sind.
Zentrale Themen sind soziologische Definitionen sozialer Probleme, die Auswirkungen von Armut, psychische Erkrankungen, Sucht sowie der geschlechtsspezifische Vergleich von Lebensumständen auf der Straße.
Ziel ist die Analyse, warum Frauen von Wohnungslosigkeit betroffen sind und inwiefern sich ihre Situation von der männlicher Betroffener unterscheidet.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse und einer qualitativen Fallstudie, basierend auf einem persönlichen Interview mit einer betroffenen Frau.
Der Hauptteil gliedert sich in die soziologische Einordnung des Problems, die Untersuchung von Risikofaktoren wie Armut und Krankheit sowie die spezifische Betrachtung der Lebenssituation von wohnungslosen Frauen.
Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie soziale Ungleichheit, weibliche Obdachlosigkeit, Traumata und Geschlechterstereotype charakterisiert.
Frauen versuchen aus Scham und Sicherheitsgründen oft, ihre Obdachlosigkeit durch äußerliche Normalität zu verbergen, was dazu führt, dass sie in offiziellen Statistiken unterrepräsentiert sind.
Das Interview dient als Fallbeispiel, um die theoretischen Aspekte der Arbeit mit der Realität zu verknüpfen und das Schicksal hinter den statistischen Zahlen sichtbar zu machen.
Laut der Arbeit verfügen Frauen häufiger als Männer über soziale Netzwerke, die ihnen kurzfristig ermöglichen, das Leben auf der Straße hinauszuzögern, bevor sie ihre Wohnung verlieren.
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