Bachelorarbeit, 2013
79 Seiten, Note: 2
1. Einführung in die Problemstellung
1.1 Die Bedeutung eines Markteintrittes in den südafrikanischen Windenergiemarkt für deutsche Unternehmen
1.2 Ziel und Struktur der Untersuchung
2. Theoretische Grundlagen der strategischen Marktanalyse
2.1 Ansätze der strategischen Analyse
2.2 Externe Umweltanalyse und Branchenstrukturanalyse
2.2.1 Marktorientierter Ansatz als Grundlage der externen Umweltanalyse und Branchenstrukturanalyse
2.2.2 Branchenstrukturanalyse
2.2.3 Globale Rahmenbedingungen
2.3 Interne Unternehmensanalyse
2.3.1 Ressourcenorientierter Ansatz als Grundlage der internen Unternehmensanalyse
2.3.2 Strategische Analyse der Unternehmensressourcen
3. Herausforderungen bei der Analyse von Emerging Markets und Wahl einer geeigneten Markteintrittsstrategie
3.1 Begriffsabgrenzung und Besonderheit der Emerging Markets
3.2 Institutionentheoretischer Ansatz
3.2.1 Markteintrittsformen
3.2.2 Markteintrittszeitpunkt
4. Marktanalyse und Markteintrittsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen in Südafrikas Windenergiemarkt
4.1 Externe Analyse des Windenergiemarktes in Südafrika
4.1.1 Globale Rahmenbedingungen
4.1.1.1 Geographische und ökologische Faktoren
4.1.1.2 Demographische und soziokulturelle Faktoren
4.1.1.3 Ökonomische Faktoren
4.1.1.4 Politisch-rechtliche Faktoren
4.1.2 Branchenstrukturanalyse
4.1.2.1 Lieferanten
4.1.2.2 Abnehmer
4.1.2.3 Wettbewerber
4.1.2.4 Ersatzprodukte
4.2 Erforderliche Ressourcenausstattung für einen Markteintritt
4.2.1 Materielle Ressourcen
4.2.2 Immaterielle Ressourcen
4.2.3 Finanzielle Ressourcen
4.3 Überblick und Bewertung der Markteintrittsformen in den südafrikanischen Windenergiemarkt
4.3.1 Export
4.3.2 Lizenzvergabe
4.3.3 Joint Venture
4.3.4 Niederlassung
4.3.5 Tochtergesellschaft
5. Schlussbetrachtung
Das Ziel der Arbeit besteht darin, den südafrikanischen Windenergiemarkt fundiert zu analysieren und für deutsche Unternehmen in diesem Sektor maßgeschneiderte Markteintrittsstrategien zu entwickeln, unter Berücksichtigung spezifischer Rahmenbedingungen wie der institutionellen Umwelt und des Black Economic Empowerment.
4.3.3 Joint Venture
Erfahrungen haben gezeigt, dass die Zusammenarbeit bzw. Kooperation mit einem lokalen Partner in Südafrika empfehlenswert ist. Studien bestätigen, dass bei hohen Local Content Vorgaben, großem institutionellen Risiko und Unsicherheiten, ein Joint Venture die erfolgreichste Eintrittsstrategie ist.113
Ein erfolgreiches Beispiel eines Joint Venture ist das Unternehmen Cennergi, eine Kooperation zwischen dem südafrikanischen Unternehmen Exxaro und dem indischen Unternehmen Tata Power. Exxaro ist Eskoms größter Kohlelieferant und hat langjährige Erfahrung im Umgang mit öffentlichen Ausschreibungen und Geschäften mit der Regierung. Tata Power ist das größte private Elektrizitätsunternehmen in Indien und hat Erfahrung im Bereich der Energieerzeugung, -verteilung und -übertragung. Das Joint-Venture-Unternehmen Cennergi beteiligte sich sehr erfolgreich an Ausschreibungsrunden und erhielt den Preferred Bidder Status für die zwei größten Windenergieprojekte.114
Besonders für Projektentwickler ist die Wahl eines Joint Venture empfehlenswert. Das vom Department of Energy veröffentliche Request for Proposal verlangt, dass Projektunternehmen mindestens eine 40prozentige Beteiligung eines südafrikanischen Unternehmens vorweisen. Zusätzlich kommen die Anforderungen zur Unterstützung der historisch benachteiligten Bevölkerung, so dass ein bestimmter Anteil des Managements schwarzafrikanischer Herkunft sein muss. Dieser Anteil kann in diesem Fall vom lokalen Partner geleistet werden.115
Ein weiterer Erfolgsfaktor der Joint-Venture-Alternative sind die durch den etablierten lokalen Geschäftspartner bestehenden Marktkenntnissen und Kontakte zu Behörden, Lieferanten und Kunden. Ein guter lokaler Geschäftspartner kann einen einfachen und schnellen Markteintritt ermöglichen.116 Das Beispiel von Cennergi zeigt, dass die Kooperation zwischen Tata Power und Exxaro sehr erfolgreich ist, Exxaros Erfahrungen mit den südafrikanischen Rahmenbedingungen und Tatas Erfahrung im Energiebereich haben Cennergi einen erfolgreichen Markteintritt gesichert.
1. Einführung in die Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die Beweggründe für deutsche Windenergieunternehmen, aufgrund der gesättigten Heimatmärkte in den südafrikanischen Markt zu expandieren.
2. Theoretische Grundlagen der strategischen Marktanalyse: Es werden zentrale Konzepte wie der marktorientierte Ansatz (Porter) und der ressourcenorientierte Ansatz zur Analyse von Unternehmen und Branchen vorgestellt.
3. Herausforderungen bei der Analyse von Emerging Markets und Wahl einer geeigneten Markteintrittsstrategie: Hier werden die Besonderheiten und Risiken von aufstrebenden Schwellenländern thematisiert und der institutionentheoretische Ansatz als notwendiges Analyseinstrument eingeführt.
4. Marktanalyse und Markteintrittsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen in Südafrikas Windenergiemarkt: Das Kernkapitel analysiert das Umfeld in Südafrika, definiert notwendige Ressourcen und bewertet konkrete Markteintrittsstrategien wie Export, Lizenzvergabe und Joint Ventures.
5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Marktchancen und Handlungsempfehlungen für deutsche Unternehmen bezüglich ihrer Expansionsstrategien.
Windenergie, Südafrika, Markteintrittsstrategie, Emerging Markets, Branchenstrukturanalyse, Ressourcenorientierter Ansatz, Local Content, Joint Venture, Export, Black Economic Empowerment, Erneuerbare Energien, Institutionentheorie, Wettbewerbsvorteil, Strategisches Management, Energiewende.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des südafrikanischen Windenergiemarktes und erarbeitet Strategien für den erfolgreichen Markteintritt deutscher Unternehmen aus der Windindustrie.
Die zentralen Themen sind die strategische Marktanalyse, die Berücksichtigung spezifischer Herausforderungen in Emerging Markets sowie die Bewertung verschiedener Eintrittsformen unter den Bedingungen lokaler Regulierungen.
Das Ziel ist es, deutschen Unternehmen fundierte Handlungsempfehlungen für den Markteintritt in den südafrikanischen Sektor zu geben, um langfristig erfolgreich an den dortigen Ausschreibungsprogrammen teilzunehmen.
Die Arbeit nutzt den marktorientierten Ansatz (Market-Based View), den ressourcenorientierten Ansatz (Resource-Based View) sowie den institutionentheoretischen Ansatz des "Strategy Tripod".
Im Hauptteil werden sowohl externe Rahmenbedingungen (geographisch, politisch, ökonomisch) und die Branchenstruktur als auch die interne Ressourcenausstattung von Unternehmen analysiert, gefolgt von einer detaillierten Bewertung der Markteintrittsformen.
Die Arbeit ist geprägt von Begriffen wie Windenergie, Emerging Markets, Local Content, Joint Venture, Markteintrittsstrategie und Black Economic Empowerment.
Das BBE fungiert als wesentliche Rahmenbedingung, da ausländische Unternehmen bei Ausschreibungen gefordert sind, durch Beteiligungen und Managementquoten für historisch benachteiligte Bevölkerungsgruppen zu punkten.
Aufgrund des hohen institutionellen Risikos und strenger Local Content Vorgaben ermöglicht ein lokaler Joint-Venture-Partner den Zugang zu notwendigen Netzwerken, Marktkenntnissen und behördlichen Beziehungen.
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