Diplomarbeit, 2008
108 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Begriffserläuterung
2.1 Begriff der Jugend
2.2 Jugendkriminalität
2.3 Begriff der Jugendstrafe im Vergleich zur Erwachsenenstrafe
2.4 Deliktbereiche der Körperverletzung und des Diebstahls
2.5 Sozialisation / Resozialisierung
3. Untersuchungsbeschreibung
3.1 Auswahl und Beschreibung der Stichprobe
3.2 Die Methode des Fragebogens
4. Ursachen von straffällig gewordenen Jugendlichen
4.1 Familiäre Rahmenbedingungen
4.1.1 Unvollständige Familien
4.1.1.1 Aktueller Forschungsstand
4.1.1.2 Eigene Ergebnisse
4.1.1.3 Zusammenfassung
4.1.2 Gewalt in Familien
4.1.2.1 Aktuelle Forschung
4.1.2.2 Eigene Ergebnisse
4.1.2.3 Zusammenfassung
4.1.3 Erziehungsverhalten
4.1.3.1 Aktueller Forschungsstand
4.1.3.2 Eigene Ergebnisse
4.1.3.3 Zusammenfassung
4.2 Schule
4.2.1 Aktueller Forschungsstand
4.2.2 Eigene Ergebnisse
4.2.3 Zusammenfassung
5. Strafvollzug
5.1 Einleitung
5.1.1 Allgemeines zur JVA Wriezen
5.2 Schule
5.2.1 Erfolg
5.3 Berufsvorbereitung und Ausbildung
5.3.1 Berufsvorbereitung
5.3.1.1 Erfolg
5.3.2 Ausbildung
5.3.2.1 Erfolg
5.4 Disziplinarischen Maßnahmen und Außenkontakte
5.5 Therapiemöglichkeiten und Betreuung
5.5.1 Entlassungsvorbereitung
6. Sozialisierung nach der Entlassung in Form der Bewährungshilfe
6.1 Untersuchungsbeschreibung
6.2 Untersuchungsmethoden
6.2.1 Befragung
6.2.2 Fallstudie
6.3 Ergebnisse der Befragung
6.3.1 Einleitung
6.3.2 Methoden der Sozialisierung
6.3.2.1 Ziele der Bewährungshilfe
6.3.2.2 Betreuungsmöglichkeiten und Betreuungsausmaß
6.3.2.3 Erfolge der Beratungen und Vermittlungen
6.3.3 Spezielle Probleme in der Bewährungshilfe
6.4 Auswertung der Falldokumentation
6.4.1 Vorgeschichte
6.4.2 Interpretation der Ergebnisse
7. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen Beitrag zur Verständnisentwicklung für jugendliche Straftäter seitens der Bundespolizei zu leisten, indem Sozialisierungsmaßnahmen innerhalb der tertiären Prävention analysiert und deren Wirksamkeit bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft untersucht werden.
3.2 Die Methode des Fragebogens
Die vorliegenden Untersuchungen zur Ursachenforschung von Jugendkriminalität und der Wirksamkeit der Sozialisierungsmaßnahmen im Strafvollzug wurden, abgesehen von den gesammelten Erfahrungen und Unterhaltungen während der einwöchigen Praktikumszeit in der JVA Wriezen, in Form eines Fragebogens durchgeführt. Der Fragebogen wurde mit den zuvor beschrieben ausgewählten Jugendlichen in einem abgetrennten Raum durchgeführt. Die Befragungen wurden einzeln durchgeführt und dauerten ca. 20 – 25 Minuten. Die Fragen wurden den Jugendlichen einheitlich vorgelesen und durch den Interviewenden angekreuzt. Der Fragebogen wurde in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil umfasst im Allgemeinen die familiären und schulischen Ausgangslagen der inhaftierten Jugendlichen. Der zweite Teil soll die Haftbedingungen und die Sozialisierungsmaßnahmen und deren Teilnahme durch die inhaftierten Jugendlichen näher beschreiben. Der Proband sollte in dem Fragebogen zu den dargestellten Aussagen ankreuzen ob es auf ihn zustimmt, teilweise zustimmt oder gar nicht zustimmt.
Die Methode des Fragebogens hat Vorteile, sowie auch Nachteile. Der entscheidende Vorteil ist, dass die Erhebungen durch einen Fragebogen und die Eingrenzung der Antworten genaue statistische Bewertungen möglich machen. Ein großer Nachteil ist die Subjektivität der Fragebögen. Dadurch unterliegt er oftmals Verfälschungen. Tatsachen werden oft durch Betroffene aus Scham und Protest verschleiert, dadurch werden falsche Aussagen gemacht und die Untersuchung teilweise verfälscht. Gerade bei jugendlichen Inhaftierten kann es dazu führen, dass sie Angst haben ihr „Gesicht“, bzw. Anerkennung zu verlieren, wenn sie die Wahrheit sagen und tätigen dadurch Aussagen, die sie in einem besseren Licht stehen lassen. Ein weiterer Nachteil ist die begrenzte Beantwortungsmöglichkeit, gerade wenn es besondere Abweichungen, z.B. in den Lebensläufen gibt. Das heißt durch einen Fragebogen, der Bewertungskategorien vorgibt sind keine individuellen Antworten möglich.
1. Einleitung: Zusammenfassung der Problematik von Jugendkriminalität und Formulierung des Ziels, die Verständnisentwicklung der Bundespolizei zu fördern.
2. Begriffserläuterung: Definition zentraler Begriffe wie Jugend, Jugendkriminalität, Jugendstrafe, spezifische Delikte sowie theoretische Ansätze zur Sozialisation.
3. Untersuchungsbeschreibung: Darstellung der qualitativen Studienmethodik, der Stichprobenauswahl jugendlicher Inhaftierter der JVA Wriezen sowie die Anwendung des Fragebogens.
4. Ursachen von straffällig gewordenen Jugendlichen: Analyse familiärer Rahmenbedingungen und schulischer Einflüsse auf delinquentes Verhalten bei Jugendlichen.
5. Strafvollzug: Untersuchung der Strukturen und Sozialisierungsangebote in der JVA Wriezen, einschließlich Schule, Ausbildung, Therapie und Entlassungsvorbereitung.
6. Sozialisierung nach der Entlassung in Form der Bewährungshilfe: Analyse der Rolle, Methoden und Probleme der Bewährungshilfe bei der sozialen Wiedereingliederung.
7. Zusammenfassung: Synthese der Untersuchungsergebnisse hinsichtlich der Ursachenkette und der Wirksamkeit von Sozialisierungsinstanzen.
Jugendkriminalität, Strafvollzug, JVA Wriezen, Resozialisierung, Sozialisation, tertiäre Prävention, Bewährungshilfe, Körperverletzung, Diebstahl, Erziehungsverhalten, Gewalt in der Familie, Schulabschluss, Delinquenzrisiko, Entlassungsvorbereitung, Jugendstrafe
Die Arbeit untersucht die Ursachen von Jugendkriminalität und die Wirksamkeit von Sozialisierungsmaßnahmen innerhalb der tertiären Prävention, mit Fokus auf die Delikte Körperverletzung und Diebstahl.
Die Untersuchung deckt die familiären Rahmenbedingungen, das Erziehungsverhalten, schulische Einflüsse sowie die Bedingungen im Strafvollzug und der nachfolgenden Bewährungshilfe ab.
Das Hauptziel ist es, einen Beitrag zur Entwicklung des Verständnisses für jugendliche Straftäter auf Seiten der Polizeibeamten des Bundes zu leisten.
Es wurde eine qualitative Untersuchung durchgeführt, die primär auf der Befragung von jugendlichen Inhaftierten in der JVA Wriezen mittels eines strukturierten Fragebogens basiert.
Der Hauptteil analysiert Ursachen (Familie, Schule) sowie die Praxis der tertiären Prävention im Strafvollzug und durch die Bewährungshilfe.
Wesentliche Begriffe sind Jugendkriminalität, Resozialisierung, Sozialisation, Strafvollzug, Bewährungshilfe und das familiäre bzw. schulische Erziehungsumfeld.
Die JVA Wriezen dient als empirischer Untersuchungsort, um die Auswirkungen von Erziehungs- und Bildungsmaßnahmen auf inhaftierte Jugendliche praxisnah zu analysieren.
Die Autorin argumentiert gestützt auf verschiedene Fachmeinungen, dass bei straffälligen Jugendlichen häufig gar keine Sozialisierung stattgefunden hat, die man wiederherstellen (Resozialisierung) könnte, weshalb der Begriff „Sozialisierung“ treffender ist.
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