Bachelorarbeit, 2013
36 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Rahmen
2.1 Analyse der Hörbehinderung
2.1.1 Formen der Hörbehinderung
2.1.2 Medizinische und technische Hilfsmittelversorgung
2.1.3 „Funktionale Gesundheit“ und „Beeinträchtigung der Teilhabe“ nach ICF
2.2 Inklusion in Bildungssystem
3 Fragestellung
4 Methodik
4.1 Literaturrecherche
4.2 Ein- und Ausschlusskriterien
5 Ergebnisse
5.1 Gesetzliche Grundlagen und Studienverordnungen
5.1.1 Deutschland
5.1.2 Österreich
5.2 finanzielle, personelle und technische Hilfen
5.2.1 Deutschland
5.2.2 Österreich
5.3 Initiativen / Projekte
5.3.1 Deutschland
5.3.2 Österreich
5.4 Barrieren
5.4.1 Deutschland
5.4.2 Österreich
6 Zusammenfassung
7 Diskussion & Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Inklusionssituation von Studierenden mit Hörbehinderung im Hochschulsystem von Deutschland und Österreich, um Hindernisse und Chancen sowie bestehende Ansätze zur Förderung der Chancengleichheit zu identifizieren.
2.1.1 Formen der Hörbehinderung
Der Deutsche Schwerhörigenbund gibt an, dass rund 19 Prozent der deutschen Bevölkerung eine Beeinträchtigung im Hören aufweisen, das entspricht knapp 15Millionen Menschen (vgl. Mitterhuber, 2013).
Hörstörungen, Schwerhörigkeit und Gehörlosigkeit sind Behinderungen, die nicht immer auf den ersten Blick erkannt werden. Die fortgeschrittenen medizinischen Hilfen sind sehr unauffällig und auch Sprache und Artikulation können, durch Frühförderung in der Sprachentwicklung, gut entwickelt sein. Dies führt oft zu Missverständnissen in der gesellschaftlichen Interaktion. Die kommunikativen Probleme des Hörgeschädigten können beim Gegenüber als Desinteresse oder Ablehnung verstanden werden, während das „outen“ vielen Betroffenen schwer fällt (vgl. BHSA, 2007, S.23-24).
Es werden verschiedene Stufen der Hörbehinderung definiert, dazu gibt es unterschiedliche medizinische Modelle. Im Folgenden werden die Formen anhand einer Publikation der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BHI) dargestellt, jeweils zusammen mit einem typischen gesellschaftlichen Vorurteil.
1. Die Gehörlosigkeit - „Wer nicht hören kann, muss halt lesen!“. Menschen die ohne die Fähigkeit zum Hören geboren werden, oder diese noch vor dem Erwerb der Lautsprache in den ersten Lebensjahren verlieren, werden als Gehörlose bezeichnet. Als Ursache für den Verlust werden meist genetische Ursachen oder schädigende Einflüsse während der Schwangerschaft sowie Kinderkrankheiten, wie Mittelohr- oder Hirnhautentzündungen, genannt. Das Erlernen der Lautsprache ist ohne das Hörvermögen sehr schwer, darum verfügen diese Menschen oft nur über einen sehr geringen Wortschatz. Die Schriftsprache wird über die Lautsprache erlernt, daher sind auch geschriebene Texte schwer zugänglich. Die Kontrolle der eigenen Stimme ist ohne Gehör schwierig, die Folge ist häufig eine fremdartige oder schwer zugängliche Lauartikulation. Die natürliche Sprache der Gehörlosen ist daher die Gebärdensprache (vgl. BHI, 2005).
1 Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht die Relevanz der Kommunikation im Bildungsbereich und stellt die besondere Stresssituation sowie die Barrieren für Studierende mit Hörbehinderung heraus.
2 Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel definiert die verschiedenen Formen der Hörbehinderung und erläutert medizinische sowie technische Hilfsmittelversorgung sowie das ICF-Modell der funktionalen Gesundheit.
3 Fragestellung: Hier wird das Ziel der Arbeit formuliert, die Inklusionsansätze und auftretenden Barrieren im deutschsprachigen Raum zu analysieren.
4 Methodik: Der methodische Teil beschreibt die Literaturrecherche in wissenschaftlichen Datenbanken und die Anwendung von Ein- und Ausschlusskriterien zur Selektion der Daten.
5 Ergebnisse: Dieser Hauptteil vergleicht die gesetzlichen Grundlagen, Unterstützungsleistungen und spezifische Projekte in Deutschland und Österreich sowie die Barrieren, auf die Inklusionsansätze stoßen.
6 Zusammenfassung: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse über die rechtliche Lage und die Hindernisse bei der Umsetzung von Inklusion zusammen.
7 Diskussion & Ausblick: Eine kritische Reflexion des Vorgehens und eine Einschätzung der zukünftigen Forschungsmöglichkeiten werden hier dargelegt.
Hörbehinderung, Inklusion, Studierende, Hochschulsystem, Deutschland, Österreich, UN-Behindertenrechtskonvention, Barrierefreiheit, Gebärdensprache, Nachteilsausgleich, Teilhabe, Unterstützungsangebote, Studienverordnungen, Eingliederungshilfe, Bildung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Bedürfnissen, Hindernissen und Chancen von Studierenden mit Hörbehinderung im Hochschulwesen von Deutschland und Österreich.
Zentrale Themen sind die rechtlichen Rahmenbedingungen, die materielle und personelle Unterstützung sowie der Stand von Inklusionsprojekten an Hochschulen.
Die Arbeit untersucht, welche Ansätze zur Inklusion hörbehinderter Studenten es im deutschsprachigen Raum gibt und auf welche Barrieren diese Ansätze in der Praxis stoßen.
Die Autorin führte ein systematisches Review durch, basierend auf Literaturrecherche und der Analyse von Gesetzen, Verordnungen und Berichten einschlägiger Institutionen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Darstellung gesetzlicher Grundlagen, finanzieller und technischer Hilfen, einen Überblick über Inklusionsinitiativen sowie die Analyse spezifischer Barrieren in beiden Ländern.
Wichtige Begriffe sind Inklusion, Hörbehinderung, Barrierefreiheit, Chancengleichheit, Studienbedingungen und gesetzliche Eingliederungshilfe.
Sie fungieren als entscheidende Kommunikationsbrücke, deren Mangel jedoch eine der größten Barrieren für gehörlose Studierende in Seminaren und bei Prüfungen darstellt.
Das Projekt GESTU gilt als beispielgebende Vorarbeit, deren Grundprinzipien für das Ziel eines zeitgerechten und erfolgreichen Studiums stärker an anderen Universitäten etabliert werden sollten.
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