Magisterarbeit, 2000
86 Seiten, Note: 1,7
Einleitung und Eingrenzung des Themas
1. Walter Benjamins Aufsatz „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“
2. Die Musiktechnologien
2.1. Die verwendeten Medien
2.2. Die Aufnahme- und Produktionstechniken
2.3. Die Aufführungstechnik
3. Musik im Internet
3.1. Musik machen übers Internet
3.2. Das Internet als Werbefläche
3.3. Das Internet als Vertriebsweg
3.4. Das Internet als Wissensquelle
4. Musiktechnologie und Gesellschaft
4.1. Musik(-technologie) als rationales System
4.2. (Musik-)Technologie und Mythos
4.3. Musiktechnologie und Techniksoziologie
Schlußfolgerungen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Demokratisierungspotenzial musiktechnologischer Entwicklungen im Kontext der populären Musik. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwieweit moderne Technologien die traditionelle Rollenverteilung zwischen Musiker und Publikum verändern und ob eine technologisch bedingte Demokratisierung der Musikproduktion tatsächlich stattfindet.
Die Notwendigkeit der technischen Reproduzierbarkeit für die neuen Kunstformen
Wie Benjamin sehr richtig bemerkt, könnten einige dieser neuen Kunstformen ohne die Vervielfältigung eines Werkes auch gar nicht überleben. Prominentestes Beispiel ist der Film. Filmproduktionen sind meist dermaßen teuer, dass sie ohne ein Massenpublikum finanziell nicht realisierbar wären. Der technische Größenwahn des Machbaren, das schnell gelangweilte Publikum und der enorme Konkurrenzdruck führten zu einer Spirale des Sich-ewig-steigermüssens, die auch heute noch die Filmindustrie beherrscht.
Mit dem Film kommt Benjamin auf ein Medium zu sprechen, das wie kein anderes mit dem, was Adorno als Kulturindustrie bezeichnet, assoziiert wird. Ein wesentlicher Kritikpunkt Adornos ist übrigens, dass der Film die Musik funktionalisiert und sie überwiegend zur emotionalen Steuerung des Zuschauers missbraucht wird. Erstaunlicherweise gelingt dies auch mit Klängen und Werken aus der Neuen Musik, die Adorno so favorisiert. Nur ist nicht Emotionalität, sondern Autonomie der Leitbegriff des Adornoschen Kunstverständnisses.
Einleitung und Eingrenzung des Themas: Hinführung zum Thema und Begründung des Fokus auf den Musiker im Kontext des technologischen Wandels.
1. Walter Benjamins Aufsatz „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“: Besprechung der zentralen Thesen Benjamins, insbesondere des Aura-Verlusts, als theoretische Grundlage.
2. Die Musiktechnologien: Detaillierte Betrachtung der verschiedenen technischen Medien, Aufnahme- und Aufführungsverfahren sowie deren Einfluss auf das Musizieren.
3. Musik im Internet: Analyse der neuen Möglichkeiten der Musikproduktion, Vermarktung und Distribution durch das Internet.
4. Musiktechnologie und Gesellschaft: Soziologische Reflexion über das Verhältnis von Musiktechnologie, Rationalisierung und Mythenbildung.
Schlußfolgerungen: Zusammenfassende Bewertung des Demokratisierungspotenzials und der soziologischen Bedeutung der modernen Musiktechnologie.
Populäre Musik, Musiktechnologie, Technische Reproduzierbarkeit, Walter Benjamin, Musiksoziologie, Digitaltechnik, Internet, Musikproduktion, Aura, Homerecording, Musikindustrie, Demokratisierung, Techniksoziologie, Musiker, Kulturindustrie
Die Arbeit beschäftigt sich mit der soziologischen Untersuchung des Einflusses moderner Musiktechnologien auf die populäre Musik und den Musikschaffenden selbst.
Zentrale Felder sind die technologische Entwicklung von der analogen zur digitalen Produktion, die Rolle der Musikindustrie, die kulturelle Bedeutung von Medientechnologien und die Frage nach der künstlerischen Autonomie.
Ziel ist es, das sogenannte Demokratisierungspotenzial neuer Musiktechnologien kritisch zu hinterfragen und zu prüfen, ob der technologische Wandel die Produktionsbedingungen für Musiker tatsächlich verbessert.
Die Arbeit basiert auf einer soziologischen Analyse, die Benjamins Thesen zur technischen Reproduzierbarkeit auf die Musikbranche überträgt und durch techniksoziologische Ansätze ergänzt.
Im Hauptteil werden die verschiedenen Technologien wie Mikrofone, Mischpulte, Sequenzer und das Internet sowie deren spezifische Auswirkungen auf den Produktionsprozess und das Berufsbild des Musikers detailliert erläutert.
Neben Begriffen wie Populäre Musik und Musiktechnologie spielen besonders der Aura-Verlust, Digitalisierung und das Internet eine zentrale Rolle für die Argumentation.
Der Produzent nimmt eine zentrale Mittlerrolle ein, der sowohl technische als auch künstlerische Aspekte steuert und dessen Bedeutung mit dem kollektiven Charakter der modernen Musikproduktion massiv gestiegen ist.
Das Internet wird als ambivalentes Werkzeug betrachtet: Einerseits ermöglicht es eine kostengünstige Selbstdarstellung und Distribution, andererseits führt es zu einem unübersichtlichen Markt, der die Bedeutung professioneller Werbung weiter verstärkt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

