Examensarbeit, 2004
50 Seiten, Note: 14 Punkte
1. Einleitung
1.1. Hinführung zum Thema
1.2. Problemstellung
1.3. Ziele und Abgrenzung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Begriffsbestimmungen
2.1.1. Gemeinde
2.1.2. Magistratsverfassung
2.2. Handlungsorientierung
2.2.1. Ursprünge des Prinzips „Handlungsorientierung“
2.2.1.1. Deutsche Reformpädagogik
2.2.1.2. Amerikanische Pädagogik des Pragmatismus
2.2.2. Handlungsbegriff
2.2.2.1. Psychologische Perspektive
2.2.2.2. Kognitive Handlungstheorie
2.2.2.3. Handlungstypen nach J. Habermas
2.2.3. Politisches Handeln
2.2.3.1. Handlungsbegriff aus politikdidaktischer Perspektive
2.2.4. Handlungsorientierter Unterricht
2.3. Mündigkeit
2.4. Partizipation
2.5. Emanzipation
3. Planung der Unterrichtseinheit
3.1. Darstellung der vollständigen Einheit
3.2. Situation der Lerngruppe
3.3. Didaktische Überlegungen zur Unterrichtseinheit
3.3.1. Zukunftswerkstatt
3.4. Zielsetzungen der Einheit
3.5. Methodische Überlegungen zur Unterrichtseinheit
3.5.1. Außerschulische Lernorte
4. Durchführung der Unterrichtseinheit (konkrete Beispiele)
4.1. Vorbemerkung
4.2. Durchführung
4.2.1. „Stadtplan für Kids“
4.2.1.1. Sachanalyse
4.2.1.2. Didaktische Überlegungen und Lernziele
4.2.1.3. Methodische Überlegungen
4.2.1.4. Reflexion
4.2.2. „Organisation einer Gemeindeverwaltung“
4.2.2.1. Sachanalyse
4.2.2.2. Didaktische Überlegungen und Lernziele
4.2.2.3. Methodische Überlegungen
4.3. Reflexion
5. Reflexion und Ausblick
6. Schlussbemerkung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, durch handlungsorientierte Zugänge bei Schülern der Klasse 7h eine handlungsrelevante Partizipation am politischen Leben der Gemeinde Langenselbold zu fördern. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie ein Verständnis für demokratische Prozesse und die eigene Wirksamkeit im kommunalpolitischen Nahraum entwickelt werden kann.
2.2.1.2. Amerikanische Pädagogik des Pragmatismus
Die amerikanische Philosophie des Pragmatismus (griech. pragma = Handeln, Tun) wurde von dem Pädagogen Friedrich Oetinger (= Theodor Wilhelm) mit seinem partnerschaftlichen Erziehungsziel nach Deutschland übertragen. Grundlage hierbei ist: „Nicht das theoretische Vorwissen schafft Erkenntnis, sondern die Konfrontation mit Problemsituationen; Handlungswiderstände setzen Erkenntnisprozesse in Gang.“
Der Pragmatismus bricht mit dem deutschen Idealismus, da er statt philosophischer Aussagen auf Überprüfbarkeit zielt. Als Begründer des Pragmatismus gilt Charles S. Peirce, dessen Ziel es war, einen „operativen Wahrheitsbegriff“ zu begründen. Daraus entstand der „Wahrheitsbegriff des Kritischen Rationalismus, welcher im Fallibilitätsprinzip die Möglichkeit der Wahrheit immer unter dem Vorbehalt einer unendlichen Verifizierung oder Falsifizierung durch die im Prinzip unbegrenzte Forschergemeinschaft versteht.“
Die Wahrheitsfindung steht unter der „Leitidee des idealen Diskurses“, ihre Vertreter sind Karl Otto Apel und Jürgen Habermas, auf deren Theorien an dieser Stelle aber nicht weiter eingegangen werden soll.
Der Pragmatismus als einer der Ursprünge der Handlungsorientierung ist eigentlich erst durch die Theorie des Philosophen und Pädagogen John Dewey (1859 – 1952) in die deutsche Reform der Pädagogik eingezogen. Allerdings lehrte er dies nicht nur theoretisch, sondern er gründete auch eine Versuchsschule, um seine Gedanken zu erproben und zu entwickeln. Dewey erarbeitete so seine „soziale Logik“ von der Schule, die „eine Brücke von der Erziehungsphilosophie und der Reformpädagogik zur sozialwissenschaftlichen Theorie der Schule“ bildete.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Beweggründe für das Projekt, das durch das Interesse der Jugendlichen an ihrer Gemeinde sowie Wettbewerbsaktivitäten motiviert war.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Rahmen, indem es Begriffe wie Gemeinde und Magistratsverfassung definiert und das Konzept der Handlungsorientierung sowie Mündigkeit und Partizipation diskutiert.
3. Planung der Unterrichtseinheit: Hier werden die didaktischen und methodischen Überlegungen für die Unterrichtsgestaltung dargelegt, einschließlich der Rolle von außerschulischen Lernorten und der Zukunftswerkstatt.
4. Durchführung der Unterrichtseinheit (konkrete Beispiele): Das Kapitel beschreibt praxisnah die Umsetzung der Unterrichtseinheit am Beispiel des „Stadtplans für Kids“ sowie der Organisation der Gemeindeverwaltung.
5. Reflexion und Ausblick: Der Autor reflektiert kritisch über den Erfolg der handlungsorientierten Methoden und bewertet den Lerneffekt im Vergleich zu traditionellen Unterrichtsformen.
6. Schlussbemerkung: Ein abschließender Dank an alle Beteiligten, die das Projekt unterstützt haben.
Handlungsorientierung, Politische Bildung, Partizipation, Kommunalpolitik, Mündigkeit, Schülerorientierung, Demokratiepädagogik, Unterrichtsplanung, Handlungskompetenz, Sozialkompetenz, Zukunftswerkstatt, Praxisbezug, Jugendliche, Gemeinde, Reflexion
Die Arbeit untersucht den Einsatz handlungsorientierter Methoden im Politikunterricht der siebten Jahrgangsstufe, um den Schülern einen Zugang zu kommunalpolitischen Themen zu ermöglichen.
Im Zentrum stehen die politische Partizipation von Jugendlichen in ihrer Gemeinde, die theoretische Fundierung des handlungsorientierten Lernens sowie konkrete Fallbeispiele zur Gemeindeverwaltung.
Ziel ist es, bei den Schülern durch aktive Beteiligung eine Handlungsrelevanz zu erzeugen, die sie als „demokratiekompetente Bürger“ befähigt, sich aktiv in ihr Lebensumfeld einzumischen.
Die Arbeit basiert auf einem handlungsorientierten Unterrichtskonzept, das durch Projektarbeit, Erkundungen und Expertenbefragungen (z. B. Interview mit dem Bürgermeister) sowie theoretische Analysen umgesetzt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Begriffsbestimmungen, die Planung der Unterrichtseinheit sowie die detaillierte Darstellung und Reflexion der praktischen Beispiele (Stadtplan und Gemeindeverwaltung).
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Handlungsorientierung, Partizipation, Politische Bildung, kommunalpolitische Wirksamkeit und Mündigkeit.
Er dient zur Bestandsaufnahme der jugendlichen Lebenswelt und schafft eine hohe Identifikation mit dem Projekt, da die Schüler ihre eigenen Treffpunkte bewerten und kritisch reflektieren.
Durch den handlungsorientierten Zugang wird das abstrakte Thema Kommunalpolitik konkretisiert, wodurch Schüler erkennen, dass sie innerhalb gesetzlicher Verfahren eigene Interessen erfolgreich vertreten können.
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