Magisterarbeit, 2003
123 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Allgemeine Fragestellung
1.2 Kapitelübersicht
I Theoretischer Teil
2 Medienberichterstattung über Ausländer
2.1 Stand der Forschung
2.2 Merkmale der Ausländerberichterstattung
2.3 Zwischenresümee
3 Ausländer in Deutschland
3.1 Allgemeine ausländerpolitische Lage
3.2 Ausländer im Freistaat Thüringen
3.2.1 Ausländeranteil
3.2.2 Nationalitäten
3.2.3 Räumliche Verteilung
3.2.4 Wohnbedingungen
3.3 Chronologie der Ereignisse
3.4 Zwischenresümee
II Empirischer Teil
4 Untersuchungsdesign
4.1 Forschungsziel und Hypothesen
4.2 Auswahl von Zeitungen und Artikeln
4.2.1 Untersuchungsgegenstand: Thüringer Tageszeitungen
4.2.2 Profil der Thüringer Allgemeinen
4.2.3 Profil der Thüringischen Landeszeitung
4.2.4 Auswahl der Artikel
4.3 Untersuchungsmethode
4.4 Codierbuch
4.4.1 Variablen
4.4.2 Codierung
5 Ergebnisse
5.1 Die Präsentation von Ausländerthemen
5.1.1 Zahl der Artikel
5.1.2 Größe der Artikel
5.1.3 Platzierung, Hervorhebung und Darstellungsform
5.1.4 Zwischenresümee
5.2 Themen und Orte der Ausländerberichterstattung
5.2.1 Themenbereiche
5.2.2 Rangfolge der thematischen Schwerpunkte
5.2.3 Orte des Geschehens
5.2.4 Zwischenresümee
5.3 Herkunft, Bewertungen und Rollen von Ausländern
5.3.1 Nennung von Nationalitäten
5.3.2 Nationalität und Themenbezug
5.3.3 Bewertungen und Rollen
5.3.4 Zwischenresümee
5.4 Wortwahl der Berichterstattung
5.4.1 Begriffsbezeichnungen
5.4.2 Wandel der Begriffe über die Zeit
5.4.3 Allgemeine Themen und Wortwahl
5.4.4 Zwischenresümee
5.5 Der Mord an A. Adriano – ein Schlüsselereignis?
5.5.1 Das Opfer von Dessau
5.5.2 Darstellungsform, Anzahl und Größe der Berichte
5.5.3 Die Berichterstattung vor und nach dem Ereignis
5.5.3 Zwischenresümee
6 Resümee und Anregungen für den Journalismus
7 Literatur
III Anhang
A1 Codierbuch und Codieranweisungen
A2 Ausländerartikel
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung des Ausländerbildes in den Thüringer Tageszeitungen „Thüringer Allgemeine“ und „Thüringische Landeszeitung“ im Zeitraum von 1995 bis 2001. Die Forschungsfrage fokussiert dabei, inwieweit sich eine Zunahme fremdenfeindlicher Ereignisse im Untersuchungszeitraum auf die formale und inhaltliche Darstellung von Ausländerthemen in diesen Regionalzeitungen ausgewirkt hat.
Die Präsentation von Ausländerthemen
Wie Thüringer Allgemeine und Thüringische Landeszeitung Ausländerthemen formal präsentieren, wird im Folgenden vergleichend beschrieben. Welchen Stellenwert ein Thema hat, wird bereits durch die Zahl der Artikel, den Umfang und die Platzierung innerhalb der Zeitung signalisiert (vgl. Meißner/Ruhrmann 2001: 22). Aber auch die journalistische Darstellungsform einer Meldung zeigt an, wie wichtig die Nachricht ist. Über mögliche Wirkungen dieser Berichterstattung bei den Lesern kann nur spekuliert werden.
Grundlage der vorliegenden Untersuchung sind 912 Artikel über Ausländerthemen, die im Untersuchungszeitraum 1999 bis 2001 in den Regionalzeitungen publiziert wurden. Wie sich die Anzahl der untersuchten Berichte auf die beiden Thüringer Tageszeitungen TA und TLZ verteilen, veranschaulicht Abbildung 7. Mit 533 Meldungen (58,4 %) berichtet die Thüringer Allgemeine am häufigsten über Ausländer.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Fremdenfeindlichkeit in Thüringen ein und definiert die allgemeine Fragestellung sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Medienberichterstattung über Ausländer: Hier werden der aktuelle Forschungsstand und die typischen Merkmale der Medienberichterstattung über Migranten systematisiert.
3 Ausländer in Deutschland: Dieses Kapitel beleuchtet die politische Situation, die demografische Lage der Ausländer in Thüringen und eine Chronologie relevanter Ereignisse.
4 Untersuchungsdesign: Hier wird die methodische Vorgehensweise, die Auswahl der Artikel mittels „künstlicher Woche“ sowie das eingesetzte Codierbuch detailliert beschrieben.
5 Ergebnisse: Die zentralen Befunde der Inhaltsanalyse werden in fünf thematischen Schwerpunkten dargelegt, inklusive der Analyse des Mordes an Alberto Adriano.
6 Resümee und Anregungen für den Journalismus: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion der Ergebnisse und formuliert Empfehlungen für eine ausgewogene Berichterstattung.
Ausländerbild, Thüringer Tageszeitungen, Inhaltsanalyse, Medienberichterstattung, Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus, Migration, Medienwirkung, Alberto Adriano, Lokalpresse, journalistische Darstellungsformen, Integrationsdebatte, Wortwahl, Thüringen, Printmedien.
Die Magisterarbeit untersucht, wie die beiden führenden Thüringer Tageszeitungen über Ausländer berichten und welche Rolle dabei Ereignisse wie Gewalt gegen Fremde spielen.
Die Schwerpunkte liegen auf der formalen Präsentation, den Themenbereichen, der Herkunft und Bewertung von Ausländern sowie der Wortwahl in der Berichterstattung.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob die dramatische Zunahme fremdenfeindlicher Übergriffe zwischen 1995 und 2001 zu einer inhaltlichen oder formalen Veränderung in der Darstellung von Ausländerthemen in der Regionalpresse führte.
Es wurde eine quantitative und qualitative Inhaltsanalyse durchgeführt, wobei 912 Artikel aus einem Zeitraum von sieben Jahren anhand eines Codierbuches systematisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Abschnitt zum Medienbild von Ausländern und einen empirischen Teil, der das Untersuchungsdesign und die Analyseergebnisse umfasst.
Die Studie ist durch Begriffe wie Fremdenfeindlichkeit, Medienanalyse, Thüringer Tageszeitungen, Kriminalität und diskriminierende Berichterstattung geprägt.
Der Mord gilt als Schlüsselereignis, an dessen Beispiel die Autorin aufzeigen kann, wie Medien bei einem Vorfall mit extrem hohem Nachrichtenwert und rassistischem Hintergrund ihre Berichterstattung formal und inhaltlich intensivieren.
Die Analyse zeigt Unterschiede in der Platzierung und im Umfang: Während die TA häufiger berichtet, neigt die TLZ bei spezifischen Themen eher dazu, Agenturmaterial oder Kommentare in einem ausführlicheren Stil einzusetzen.
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